M0167 Warenkörbe und Merkzettel aufbewahren
Handbuch
1. WAS DAS MODUL LEISTET
Ein angemeldeter Kunde hat es gut: Sein Warenkorb und sein Merkzettel liegen in seinem Kundenkonto und sind beim nächsten Besuch wieder da. Ein Besucher ohne Konto hat das nicht. Sein Warenkorb lebt nur so lange wie seine Sitzung - und die räumt der Server bereits nach gut zwanzig Minuten Untätigkeit ab. Wer zwischendurch telefoniert, Besuch bekommt oder den Einkauf auf den Abend verschieben möchte, findet einen leeren Warenkorb vor. Und geht meistens einfach woanders hin.
Das Modul schließt diese Lücke auf zwei Ebenen.
Erstens hält es die Sitzung offen, solange Ihr Shop im Browser tatsächlich sichtbar ist. Wer das Fenster einfach stehen lässt und eine Stunde später weiterklickt, hat seinen Warenkorb noch. Dafür wird nichts gespeichert und nichts auf dem Gerät Ihres Besuchers abgelegt - es braucht dafür also auch keine Einwilligung. Das ist der einfachste und wirksamste Teil, und er wirkt für jeden Besucher.
Zweitens bietet es an, den Warenkorb wirklich aufzubewahren. Legt ein nicht angemeldeter Besucher etwas in den Warenkorb, fragt der Shop einmal freundlich, ob er ihn für später sichern soll. Sagt der Besucher ja, wird sein Warenkorb - auf Wunsch samt Merkzettel - bei Ihnen hinterlegt, und er bekommt eine kurze Nummer dafür. Mit dieser Nummer holt er seinen Einkauf jederzeit zurück: auf demselben Gerät ganz von selbst, auf einem anderen Gerät durch Eingabe der Nummer oder über einen Link, den er sich auf Wunsch per E-Mail schicken lassen kann.
Beim Zurückholen prüft der Shop jede Position: Gibt es den Artikel noch, ist er noch sichtbar, existiert die gewählte Ausführung, hat sich der Preis geändert? Ihr Besucher bekommt dazu eine klare Auskunft, statt sich später über eine stille Abweichung zu ärgern.
Für Sie heißt das: Warenkörbe, die heute schlicht verfallen, bleiben als Umsatzchance erhalten - ohne dass Sie Ihre Besucher zu einer Registrierung drängen müssen.
2. WO SIE DAS MODUL IM BACKEND FINDEN
Die Einstellungen erreichen Sie über Kundenkonto → Setups. Suchen Sie dort den Eintrag mit dem Namen des Moduls und klappen Sie ihn auf.
Die Arbeitsoberfläche - Übersicht und Liste der aufbewahrten Warenkörbe - finden Sie im Xycons-Menü unter Warenkorbwiederherstellung.
3. DAS SETUP - ALLE EINSTELLUNGEN
Nehmen Sie sich für diesen Abschnitt einmal Zeit; danach läuft das Modul im Alltag ohne weitere Eingriffe. Jeder Wert wird hier mit seiner Wirkung im Shop erklärt.
3.1 Modul und Lizenz
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus - Warenkorbwiederherstellung | Der Hauptschalter. Ist er ausgeschaltet, wird Ihren Besuchern nichts angeboten, es wird nichts aufbewahrt und bereits aufbewahrte Warenkörbe lassen sich nicht zurückholen. Die vorhandenen Daten bleiben dabei unangetastet. (Standard: ausgeschaltet) |
| Ihr Lizenzschlüssel | Der Schlüssel, den Sie beim Kauf erhalten haben. Ohne gültigen Schlüssel arbeitet das Modul nicht. |
| Ihre Lizenz: | Zeigt an, welche Lizenz erkannt wurde. Das Feld füllt sich selbst. |
3.2 Wann Ihr Besucher gefragt wird
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Beim Legen in den Warenkorb fragen | Sobald ein nicht angemeldeter Besucher etwas in den Warenkorb legt, erscheint die Frage nach dem Aufbewahren. Sie kommt einmal - und erst nach der unten eingestellten Ruhezeit wieder. (Standard: ein) |
| Schaltfläche auf der Warenkorbseite | Unter dem Warenkorb steht dauerhaft „Warenkorb speichern“. So kann Ihr Besucher das Sichern jederzeit selbst anstoßen, auch wenn er die erste Frage weggeklickt hat. (Standard: ein) |
| Frage erst ab dieser Artikelanzahl | Erst wenn so viele Artikel im Warenkorb liegen, wird gefragt. Mit „1“ wird ab dem ersten Artikel gefragt. (Standard: 1) |
| Frage erst ab diesem Warenkorbwert | Erst ab diesem Betrag wird gefragt. Mit „0.00“ spielt der Wert keine Rolle. Bitte mit Punkt als Trennzeichen eintragen. (Standard: 0.00) |
| Ruhezeit nach einer Ablehnung (Tage) | Hat Ihr Besucher „Nein, danke“ gewählt, wird er so viele Tage lang nicht erneut gefragt. Die Schaltfläche auf der Warenkorbseite bleibt trotzdem erreichbar. (Standard: 7 Tage) |
3.3 Die Sitzung offen halten
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Sitzung offen halten | Solange Ihr Shop im Browser sichtbar ist, bleibt die Sitzung Ihres Besuchers am Leben - und damit sein Warenkorb. Es wird dabei nichts gespeichert; diese Funktion wirkt auch für Besucher, die das Aufbewahren abgelehnt haben. (Standard: ein) |
| Abstand der Verlängerungen (Minuten) | In diesem Abstand meldet sich der Browser bei Ihrem Shop. Der Wert muss unter der Sitzungsdauer Ihres Servers liegen, sonst greift diese zuerst; mehr als 20 Minuten sind deshalb nicht möglich. (Standard: 10 Minuten) |
| Höchstzahl Verlängerungen je Sitzung | Danach läuft die Sitzung normal ab. Ohne diese Grenze hielte ein vergessenes Browserfenster die Sitzung unbegrenzt offen. Bei 10 Minuten Abstand entsprechen 12 Verlängerungen etwa zwei Stunden. (Standard: 12) |
3.4 Was aufbewahrt wird und wie lange
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Merkzettel mit aufbewahren | Der Merkzettel hat dasselbe Problem wie der Warenkorb - auch ihn speichert Ihr Shop nur für angemeldete Kunden. Ist die Einstellung eingeschaltet, wird er unter derselben Nummer mit aufbewahrt und wiederhergestellt, ohne dass Ihr Besucher ein zweites Mal gefragt wird. (Standard: ein) |
| Aufbewahrungsdauer (Tage) | So lange bleibt ein gesicherter Warenkorb erhalten; danach wird er samt Inhalt gelöscht. Bei jeder Wiederherstellung beginnt die Frist von Neuem. (Standard: 30 Tage) |
| Laufzeit des Cookies (Tage) | So lange erkennt Ihr Shop den Besucher an seinem Gerät wieder. Läuft das Cookie ab, bleibt der Weg über die Wiederherstellungsnummer. (Standard: 30 Tage) |
| Höchstzahl neuer Warenkörbe je Anschluss und Tag | Schutz davor, dass ein einzelner Besucher die Ablage vollschreibt. (Standard: 20) |
| Höchstzahl Positionen je gesichertem Warenkorb | Sehr große Warenkörbe werden beim Sichern auf diese Anzahl gekürzt. (Standard: 100) |
3.5 Die Wiederherstellung
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Beim nächsten Besuch von selbst anbieten | Kehrt Ihr Besucher mit leerem Warenkorb zurück und ist sein Cookie noch da, fragt der Shop, ob der aufbewahrte Warenkorb zurückgeholt werden soll. In einen bereits gefüllten Warenkorb wird nie ungefragt geschrieben. (Standard: ein) |
| Wiederherstellung über die Nummer erlauben | Ihr Besucher kann seine Nummer eingeben und den Einkauf auch auf einem anderen Gerät fortsetzen. Ohne diese Möglichkeit bleibt nur das Cookie auf dem ursprünglichen Gerät. (Standard: ein) |
| Umgang mit einem bereits gefüllten Warenkorb | Bei „Zusammenführen“ kommen die aufbewahrten Artikel zu den vorhandenen hinzu. Bei „Ersetzen“ wird der aktuelle Warenkorb zuvor geleert. (Standard: Zusammenführen) |
| Fehlversuche je Anschluss und Stunde | So viele erfolglose Eingaben einer Nummer sind je Stunde erlaubt, danach wird die Eingabe vorübergehend gesperrt. Das verhindert das Durchprobieren fremder Nummern. (Standard: 10) |
3.6 Der Link per E-Mail
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Wiederherstellungslink per E-Mail anbieten | Ihr Besucher kann freiwillig eine E-Mail-Adresse angeben und bekommt den Link zugeschickt. Die Nachricht enthält ausschließlich die Nummer, den Link und den Hinweis auf das Löschen - keine Werbung. (Standard: ein) |
| Höchstzahl Nachrichten je Warenkorb und Tag | Begrenzt, wie oft der Link zu einem einzelnen Warenkorb je Tag verschickt werden kann. (Standard: 3) |
3.7 Die Erinnerung an liegengebliebene Warenkörbe
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Erinnerung an liegengebliebene Warenkörbe | Besucher, die ihren Warenkorb aufbewahren lassen, können zusätzlich um eine Erinnerung bitten. Versandt wird nur an Adressen, für die eine eigene Einwilligung vorliegt, die der Empfänger per E-Mail bestätigt hat. (Standard: aus) |
| Anzahl Erinnerungen je Warenkorb | Wie oft an denselben Warenkorb erinnert wird. Mehr als eine Nachricht wird schnell als lästig empfunden - fangen Sie mit einer an. (Standard: einmal) |
| Erste Erinnerung nach (Stunden) | So lange nach der letzten Änderung am Warenkorb geht die erste Nachricht hinaus. Zu früh wirkt aufdringlich, zu spät ist der Kauf woanders passiert. (Standard: 24) |
| Abstand weiterer Erinnerungen (Stunden) | Mindestabstand zwischen zwei Nachrichten an denselben Warenkorb. Wirkt nur, wenn Sie oben mehr als eine Erinnerung eingestellt haben. (Standard: 72) |
| Versand frühestens ab (Stunde) | Volle Stunde in 24-Stunden-Schreibweise. (Standard: 8) |
| Versand spätestens bis (Stunde) | Volle Stunde in 24-Stunden-Schreibweise. Fällige Nachrichten außerhalb des Fensters verschickt der nächste Lauf innerhalb des Fensters. (Standard: 20) |
| Erinnerung erst ab diesem Warenkorbwert | Unterhalb dieses Betrags wird nicht erinnert. Mit „0.00“ spielt der Wert keine Rolle. (Standard: 0.00) |
3.8 Einwilligung und Datenschutz
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Wie wird die Einwilligung eingeholt? | Bei „Eigenes Fenster des Moduls“ fragt der Shop selbst und speichert erst nach der Zustimmung. Bei „Cookie-Consent-Panel des Shops“ entfällt das Fenster - dann zählt allein, ob Ihr Besucher dem entsprechenden Zweck in Ihrem Consent-Tool zugestimmt hat. Mehr dazu in Abschnitt 8. (Standard: eigenes Fenster) |
| Link zur Datenschutzerklärung | Vollständige Adresse der Seite, auf die im Einwilligungsfenster verwiesen wird. Bleibt das Feld leer, erscheint dort kein Verweis. |
| IP-Adresse zur Einwilligung speichern | Bei „Gekürzt speichern“ wird die IP-Adresse ohne ihr letztes Feld abgelegt und dient nur noch der Missbrauchsbremse. Bei „Nicht speichern“ entfällt sie ganz - dann wirkt allerdings die Begrenzung je Anschluss nicht mehr. (Standard: gekürzt) |
3.9 Aufräumen, Protokoll und Diagnose
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Abgelaufene Warenkörbe löschen | Der Aufräumlauf entfernt Warenkörbe, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist, sowie altes Protokoll. Ohne ihn wächst die Ablage unbegrenzt. (Standard: ein) |
| Vorgänge protokollieren | Hält fest, wann gesichert, abgelehnt, wiederhergestellt und versandt wurde. Das ist die Grundlage der Zahlen in der Übersicht. (Standard: ein) |
| Protokoll aufbewahren (Tage) | Ältere Protokollzeilen entfernt der Aufräumlauf. (Standard: 365 Tage) |
| Diagnosemeldungen | Schreibt zusätzliche Meldungen in die Browser-Konsole. Nur zur Fehlersuche einschalten. (Standard: aus) |
4. DIE EINRICHTUNG IN FÜNF SCHRITTEN
1. Datenschutzerklärung ergänzen. Beschreiben Sie dort, dass Warenkörbe nicht angemeldeter Besucher auf deren ausdrücklichen Wunsch aufbewahrt werden, wie lange das geschieht und wie man das rückgängig macht. Tragen Sie die Adresse dieser Seite anschließend im Setup ein.
2. Einwilligungsweg festlegen. Haben Sie ein Cookie-Consent-Tool im Einsatz, lesen Sie bitte zuerst Abschnitt 8. Ohne ein solches Tool bleibt es beim eigenen Fenster des Moduls - dann müssen Sie hier nichts weiter tun.
3. Fristen prüfen. Aufbewahrungsdauer und Cookie-Laufzeit stehen beide auf 30 Tagen. Das passt für die meisten Shops; bei hochpreisiger Ware mit langen Kaufentscheidungen dürfen es gern mehr sein.
4. Aufräumen sicherstellen. Richten Sie den Cronjob ein (Abschnitt 7). Ohne ihn bleiben abgelaufene Warenkörbe liegen, und das wollen weder Sie noch Ihre Besucher.
5. Modul einschalten und selbst ausprobieren. Melden Sie sich ab, legen Sie in einem privaten Browserfenster einen Artikel in den Warenkorb und gehen Sie den ganzen Weg einmal durch - bis zum Zurückholen über die Nummer.
5. SO ERLEBT IHR BESUCHER DAS GANZE
Ihr Besucher legt einen Artikel in den Warenkorb. Es erscheint ein kleines Fenster mit der Frage, ob der Warenkorb für später gesichert werden soll, dazu ein Kästchen für die Zustimmung und - freiwillig - ein Feld für die E-Mail-Adresse.
Klickt er auf „Nein, danke“, passiert nichts weiter. Es wird nichts gespeichert und nichts auf seinem Gerät abgelegt, und er wird für die eingestellte Ruhezeit nicht erneut gefragt.
Setzt er den Haken und bestätigt, bekommt er sofort seine Wiederherstellungsnummer zu sehen, dazu den Hinweis, dass sein Warenkorb auf diesem Gerät ohnehin von selbst wiedererkannt wird. Hat er eine E-Mail-Adresse angegeben, ist der Link zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs.
Kommt er später zurück und ist sein Warenkorb leer, begrüßt ihn der Shop mit der Frage, ob er dort weitermachen möchte, wo er aufgehört hat. Auf einem anderen Gerät gibt er stattdessen seine Nummer ein oder folgt dem Link aus der E-Mail.
Den Weg über die Nummer findet er an zwei Stellen. Unter dem Warenkorb steht dauerhaft der Verweis „Gespeicherten Warenkorb mit Nummer zurückholen“ — auch und gerade dann, wenn der Warenkorb leer ist, denn genau in diesem Moment sucht jemand danach. Und im kleinen Warenkorb oben rechts erscheint derselbe Verweis, sobald dieser leer ist.
Die zweite Stelle ist wichtiger, als sie klingt: In manchen Themes — etwa Malibu — führt aus dem leeren Schnellwarenkorb überhaupt kein Weg auf die Warenkorbseite. Ohne diesen Verweis müsste jemand, der von einem anderen Gerät kommt, erst irgendeinen Artikel einlegen, nur um an das Eingabefeld für seine Nummer zu gelangen. Genau das soll er nicht müssen.
In beiden Fällen sieht er zuerst nur, was aufbewahrt wurde - Warenkorb und Merkzettel getrennt aufgeführt. Erst auf seinen ausdrücklichen Klick werden die Artikel tatsächlich eingelegt. Danach bekommt er eine ehrliche Auskunft: was übernommen wurde, wo sich der Preis geändert hat und was nicht mehr erhältlich ist.
Über eine eigene Seite kann er seinen aufbewahrten Warenkorb jederzeit ansehen, sich den Link (noch einmal) zuschicken lassen oder alles vollständig löschen lassen.
6. DIE WIEDERHERSTELLUNGSNUMMER
Die Nummer sieht so aus: K7F4-M2QX-9RTB. Zwölf Stellen, in Vierergruppen, aus einem Zeichenvorrat ohne die verwechselbaren Zeichen: kein O und keine Null, kein I und keine Eins. Ihr Besucher kann sie also gefahrlos abschreiben oder am Telefon durchgeben.
Die Länge hat einen ernsten Grund. Eine kurze Nummer könnte man durchprobieren - und wer eine fremde Nummer errät, sieht einen fremden Warenkorb. Deshalb ist sie lang genug, um nicht erratbar zu sein, und zusätzlich begrenzt der Shop die Fehlversuche je Anschluss und Stunde.
7. DER CRONJOB FÜRS AUFRÄUMEN
Unter Module → Cronjobs finden Sie den Eintrag zum Entfernen abgelaufener Warenkörbe. Schalten Sie ihn ein und wählen Sie ein Intervall - täglich nachts genügt vollkommen.
Der Lauf entfernt alle Warenkörbe, deren Aufbewahrungsfrist abgelaufen ist, sowie Protokollzeilen, die älter sind als eingestellt.
Haben Sie die Erinnerung eingeschaltet (Abschnitt 3.7), brauchen Sie dort zusätzlich den zweiten Eintrag „Erinnerung an liegengebliebene Warenkörbe“. Dieser Lauf prüft, welche Nachrichten fällig sind, und verschickt sie. Stündlich ist ein guter Wert - der Lauf hält sich ohnehin an das von Ihnen eingestellte Zeitfenster und an die Wartezeit.
8. DIE EINWILLIGUNG ÜBER IHR COOKIE-CONSENT-TOOL
Setzen Sie das Cookie-Consent-Panel Ihres Shops ein, können Sie die Einwilligung dorthin verlagern. Stellen Sie dazu im Setup „Wie wird die Einwilligung eingeholt?“ auf Cookie-Consent-Panel des Shops.
Das Modul legt dann beim nächsten Seitenaufruf selbst einen Zweck mit dem Namen Warenkorb aufbewahren in der Kategorie funktional an. Sie müssen dafür nichts vorbereiten. Ab diesem Moment gilt: Wer diesem Zweck zustimmt, dessen Warenkorb wird ohne weitere Nachfrage aufbewahrt - das eigene Fenster des Moduls erscheint nicht mehr. Wer nicht zustimmt, dessen Warenkorb wird nicht aufbewahrt, und es wird auch nicht ersatzweise nachgefragt.
Eine Besonderheit sollten Sie kennen: Der Wortlaut wird nur ein einziges Mal übernommen, nämlich beim Anlegen des Zwecks. Danach lebt er in Ihrer Consent-Verwaltung. Das ist gut so - ein Modulupdate überschreibt Ihre eigene Formulierung damit nicht.
Sollte das Consent-Panel nicht installiert oder der Zweck dort nicht freigeschaltet sein, wird gar nichts aufbewahrt. Damit Sie das nicht übersehen, weist die Übersicht des Moduls Sie in diesem Fall deutlich darauf hin.
9. DIE ERINNERUNGSMAIL - WAS SIE WISSEN MÜSSEN
Ein liegengebliebener Warenkorb ist eine verlockende Gelegenheit: eine kurze Nachricht, und mancher kauft doch noch. Rechtlich ist diese Nachricht allerdings Werbung - und zwar auch dann, wenn sie freundlich gemeint ist und nur an den eigenen Warenkorb erinnert.
Wie das Modul damit umgeht
Im Fenster zum Sichern erscheint - nur wenn Sie die Erinnerung eingeschaltet haben - ein zweites, getrenntes Kästchen. Es ist nicht vorbelegt, und ohne E-Mail-Adresse lässt es sich nicht abschicken.
Danach folgt ein Doppel-Opt-in: Ihr Besucher erhält zunächst nur eine Bestätigungsmail. Erst wenn er darin auf den Link klickt, gilt die Einwilligung. Bis dahin wird nichts versandt. Das ist bewusst nicht abschaltbar - ohne diesen Schritt könnte jeder eine fremde Adresse eintragen, und Sie hätten keinen Nachweis in der Hand.
Das Modul hält deshalb fest, wann die Einwilligung erteilt und bestätigt wurde, von welchem (gekürzten) Anschluss aus und mit welchem Wortlaut. Ändern Sie den Text später, bleibt bei den alten Datensätzen der Text stehen, dem tatsächlich zugestimmt wurde.
Jede Erinnerung enthält einen Abmeldelink. Ein Klick genügt, danach wird nicht mehr erinnert - der aufbewahrte Warenkorb bleibt dabei erhalten und lässt sich weiterhin zurückholen. Abmelden geht außerdem jederzeit auf der eigenen Seite des Besuchers.
Führt der Warenkorb zu einer Bestellung, endet die Erinnerung automatisch. Niemand wird an einen Warenkorb erinnert, den er gerade gekauft hat.
Was Sie tun sollten
- Prüfen Sie den Wortlaut der Einwilligung unter „Texte ändern“. Er ist Ihre Einwilligungserklärung - unser Vorschlag ersetzt keine rechtliche Prüfung.
- Beschreiben Sie die Erinnerung in Ihrer Datenschutzerklärung.
- Bleiben Sie bei einer Erinnerung, bis Sie belastbare Zahlen haben. Zwei oder drei Nachrichten bringen selten mehr, kosten aber Sympathie.
- Richten Sie den Cronjob ein - ohne ihn wird nichts versandt.
- Gestalten Sie die Nachricht selbst. Wie das geht und welche Platzhalter Ihnen dabei zur Verfügung stehen, steht in Kapitel 13.
10. AUFBEWAHRTE WARENKÖRBE IM ADMINBEREICH
Die Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, wie viele Warenkörbe derzeit aufbewahrt werden und welchen Wert sie haben, wie viele davon schon einmal zurückgeholt wurden und wie viele zu einer Bestellung geführt haben. Die Zustimmungsquote sagt Ihnen, wie gut Ihr Angebot ankommt - wird dort dauerhaft ein niedriger Wert angezeigt, lohnt sich ein Blick auf den Wortlaut der Frage (Abschnitt 11).
Ist die Erinnerung eingeschaltet, kommen drei weitere Kacheln dazu: wie viele Einwilligungen bestätigt sind, wie viele noch auf die Bestätigung warten und wie viele Erinnerungen in den letzten 30 Tagen hinausgingen. Ein dauerhaft hoher Anteil unbestätigter Einwilligungen ist ein Hinweis darauf, dass Ihre Bestätigungsmails nicht ankommen oder im Spamordner landen.
Unter Gesicherte Warenkörbe finden Sie die vollständige Liste. Sie können nach einer Nummer oder einer E-Mail-Adresse suchen - das hilft, wenn ein Besucher sich bei Ihnen meldet. Über „Ansehen“ sehen Sie den Inhalt, Warenkorb und Merkzettel getrennt, dazu den Verlauf des Datensatzes. Über „Löschen“ entfernen Sie ihn vollständig, etwa wenn ein Besucher das verlangt.
11. DATENSCHUTZ - WORAUF SIE ACHTEN SOLLTEN
Ein aufbewahrter Warenkorb sagt etwas über einen Menschen aus - nämlich, was er kaufen wollte. Entsprechend sorgfältig behandelt das Modul diese Angaben:
- Es wird nichts ohne ausdrückliche Zustimmung gespeichert. Wer ablehnt, hinterlässt keine Spur.
- Der Zustimmungssatz nennt beide Stellen: die Kennung auf dem Gerät und die Ablage des Warenkorbinhalts auf Ihrem Server. Der Hinweis darunter nennt die Aufbewahrungsdauer, die Sie im Setup eingestellt haben, und den Weg zum Löschen.
- Auf dem Gerät Ihres Besuchers liegt nur ein Zufallsschlüssel, keine Warenkorbdaten und keine persönlichen Angaben.
- Die E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wer sie nicht angibt, bekommt trotzdem alles - nur eben ohne Link per Mail. Sie wird ausschließlich für diesen Link verwendet, niemals für Werbung.
- Die IP-Adresse wird nur gekürzt abgelegt, und auch das nur, wenn Sie es so eingestellt haben.
- Ihr Besucher kann seinen Warenkorb jederzeit selbst vollständig löschen lassen - über die eigene Seite des Moduls, ohne sich an Sie wenden zu müssen.
- Nach Ablauf der Frist verschwindet alles automatisch.
12. MODULTEXTE ÄNDERN
Modultexte können Sie - wie bei allen Modulen von uns - über die Shopfunktion „Texte ändern“ im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen. Das betrifft die Frage beim Einlegen in den Warenkorb, den Zustimmungssatz, die Bestätigung mit der Nummer sowie die Seiten zum Zurückholen und Verwalten.
Beim Wortlaut der Frage lohnt sich eigene Arbeit besonders: Er entscheidet darüber, wie viele Ihrer Besucher zustimmen. Schreiben Sie in Ihrer gewohnten Ansprache, sagen Sie klar, was gespeichert wird, und machen Sie den Nutzen deutlich - niemand stimmt einem Cookie zu, sondern dem bequemen Weiterkaufen am nächsten Tag.
13. DIE E-MAILS DES MODULS
Die drei Nachrichten, die das Modul verschickt, pflegen Sie dort, wo Sie auch alle anderen Shopmails pflegen: unter Kunden → E-Mails → E-Mail Vorlagen. Sie gehören Ihnen - Text, Anrede, Gestaltung, Ihr Logo, Ihre Farben. Wir liefern nur einen brauchbaren Anfang mit.
13.1 Welche Vorlagen es gibt
| Vorlage in der Liste | Wann sie verschickt wird |
|---|---|
| Warenkorb: Wiederherstellungslink auf Wunsch des Besuchers | Sofort beim Sichern des Warenkorbs, wenn Ihr Besucher freiwillig eine E-Mail-Adresse angegeben hat. Enthält die Nummer und den Link zurück zum Warenkorb. |
| Warenkorb: Bestätigung der Erinnerung (Doppel-Opt-in) | Sobald jemand eine Erinnerung angefordert hat - und zwar bevor sonst irgendetwas geschieht. Erst der Klick auf den Link darin erlaubt die Erinnerung. |
| Warenkorb: Erinnerung an einen liegengebliebenen Warenkorb | Nach der bestätigten Einwilligung, sobald die eingestellte Wartezeit verstrichen ist. Diese eine Nachricht ist Werbung - siehe Kapitel 9. |
Jede der drei Vorlagen gibt es viermal: als HTML- und als Textfassung, jeweils in Deutsch und Englisch. Verschickt werden immer beide Fassungen gemeinsam - das Mailprogramm Ihres Empfängers wählt aus, was es anzeigen kann. Ändern Sie deshalb bitte immer beide: Wer nur die HTML-Fassung anfasst, verschickt weiter den alten Text an alle, die HTML abgeschaltet haben.
13.2 Die Platzhalter
Ein Platzhalter ist ein Wort in geschweiften Klammern, das beim Versand durch den tatsächlichen Wert ersetzt wird. Schreiben Sie ihn genau so, wie er hier steht - in Großbuchstaben, mit Dollarzeichen, ohne Leerzeichen in den Klammern.
| Platzhalter | Wird ersetzt durch | Steht zur Verfügung in |
|---|---|---|
| {$SHOP} | Den Namen Ihres Shops, so wie er in den Shopeinstellungen hinterlegt ist. | allen drei Vorlagen |
| {$LINK} | Die vollständige Adresse, die den Warenkorb zurückholt. In der Bestätigungsmail ist es stattdessen der Bestätigungslink. | allen drei Vorlagen |
| {$CODE} | Die Wiederherstellungsnummer, etwa K7QM-3XPD-9F2A. Für Besucher, die lieber tippen als klicken. | allen drei Vorlagen |
| {$DAYS} | Die Zahl der Tage, die Sie im Setup als Aufbewahrungsdauer eingestellt haben - ohne das Wort „Tage“. | Wiederherstellungslink, Erinnerung |
| {$COUNT} | Die Anzahl der Artikel im aufbewahrten Warenkorb. | nur der Erinnerung |
| {$LIST} | Die Artikel selbst, Zeile für Zeile mit Menge und Namen. | nur der Erinnerung |
| {$OPTOUT} | Die Adresse, unter der sich der Empfänger von weiteren Erinnerungen abmelden kann. | nur der Erinnerung |
Ein Platzhalter, den Sie nicht brauchen, darf einfach wegbleiben - es muss nicht jeder vorkommen. Umgekehrt gilt: Ein Platzhalter, den es in der jeweiligen Vorlage nicht gibt (etwa {$COUNT} in der Bestätigungsmail), bleibt beim Versand leer stehen.
13.3 Die Artikelliste in der HTML-Fassung
Die Artikelliste kommt als schlichter Text mit Zeilenumbrüchen. Im HTML gehen einfache Zeilenumbrüche verloren - deshalb steht dort {$LIST|nl2br} statt nur {$LIST}. Der Zusatz hinter dem Strich verwandelt die Umbrüche in HTML-Zeilenumbrüche. Lassen Sie ihn bitte stehen, sonst klebt Ihre Artikelliste in einer einzigen Zeile zusammen. In der Textfassung ist er weder nötig noch erlaubt - dort steht schlicht {$LIST}.
13.4 Wenn Sie eine Vorlage bearbeitet haben
Verschicken Sie sich zur Probe eine Nachricht an sich selbst, bevor Ihre Kunden sie bekommen. Am einfachsten geht das über den Weg, den auch Ihr Besucher nimmt: Legen Sie unangemeldet einen Artikel in den Warenkorb, sichern Sie ihn und geben Sie dabei Ihre eigene Adresse an. Für die Erinnerung fordern Sie sie an und stellen die Wartezeit vorübergehend auf einen niedrigen Wert.
14. SHOPUPDATE UND MODULPFLEGE
Bevor Sie Ihren Shop auf eine neue Version anheben, prüfen Sie bitte auf unserer Seite, ob das Modul für diese Shopversion freigegeben ist.
Beim Update installieren Sie immer beides: die neueste Version des Moduls und die neueste Version der Modulumgebung. Ein Modul passt sich einer neuen Shopversion nicht von selbst an - wer nur den Shop aktualisiert, sucht anschließend an der falschen Stelle nach der Ursache.
Nach dem Update lohnt ein kurzer Blick: Zeigt die Übersicht die gewohnten Zahlen und erscheint die Frage in einem privaten Browserfenster wie erwartet, ist alles in Ordnung.
15. HÄUFIGE STOLPERSTEINE
| Beobachtung | Woran es meistens liegt |
|---|---|
| Es wird gar nichts angeboten | Der Modulstatus steht auf aus, oder es sind sowohl die Frage beim Einlegen als auch die Schaltfläche auf der Warenkorbseite abgeschaltet. Die Übersicht weist Sie darauf hin. |
| Die Frage erscheint bei Ihnen nicht | Sind Sie angemeldet? Für angemeldete Kunden ist das Modul zuständigkeitshalber still - deren Warenkorb speichert Ihr Shop bereits selbst. Testen Sie in einem privaten Browserfenster. |
| Die Frage kommt nicht wieder | Sie haben einmal „Nein, danke“ gewählt. Für die eingestellte Ruhezeit bleibt es dabei. Über die Schaltfläche auf der Warenkorbseite geht es trotzdem. |
| Nichts wird aufbewahrt, obwohl alles eingeschaltet ist | Steht der Einwilligungsweg auf „Cookie-Consent-Panel“ und ist der Zweck dort nicht freigeschaltet, wird bewusst nichts gespeichert. Der Hinweis dazu steht in der Übersicht. |
| Beim Zurückholen fehlen Artikel | Das ist der Normalfall bei Sortimentsänderungen. Das Ergebnis nennt Ihnen den Grund je Position: nicht mehr erhältlich, Ausführung entfallen oder Menge nicht bestellbar. |
| Der Warenkorb ist trotzdem verfallen | Prüfen Sie, ob das Offenhalten der Sitzung eingeschaltet ist und ob der Abstand der Verlängerungen unter der Sitzungsdauer Ihres Servers liegt. |
| Ein Besucher findet das Eingabefeld nicht | Der Verweis steht unter dem Warenkorb und zusätzlich im kleinen Warenkorb oben rechts, solange dieser leer ist. Er erscheint nur, wenn „Wiederherstellung über die Nummer erlauben“ eingeschaltet ist. |
| Nach einem Modulupdate ändert sich im Shop nichts | Rufen Sie einmal die Modulseite im Adminbereich auf - dabei räumt das Modul seine Zwischenspeicher auf. Ihr eigener Browser hält unter Umständen noch die alte Fassung; ein Neuladen mit gedrückter Umschalttaste hilft. Für Ihre Besucher ist das nicht nötig, die Adressen von Skript und Stylesheet tragen die Modulversion. |
| Die Nummer wird nicht angenommen | Nach zu vielen Fehlversuchen sperrt der Shop die Eingabe für eine Stunde. Prüfen Sie außerdem, ob die Aufbewahrungsfrist bereits abgelaufen war. |
| Es wird keine Erinnerung versandt | Drei häufige Gründe: die Erinnerung ist im Setup aus, der zugehörige Cronjob läuft nicht, oder die Einwilligung wurde nie bestätigt. Den letzten Fall sehen Sie in der Übersicht an der Kachel „Bestätigung ausstehend“. |
| Die Bestätigungsmail kommt nicht an | Prüfen Sie die Absenderadresse Ihres Shops und ob Ihr Server überhaupt Mails zustellen kann. Bitten Sie im Zweifel einen Testbesucher, auch im Spamordner nachzusehen. |
| Die Ablage wächst und wächst | Der Cronjob fürs Aufräumen ist nicht eingerichtet oder das Aufräumen ist im Setup abgeschaltet. |

