M0101 Generisches Tracking für Gambio
Handbuch und Technikübersicht
1. WAS DIESES MODUL LEISTET - UND WARUM
Fast jeder Dienst, mit dem Sie den Erfolg Ihres Shops messen oder abrechnen, will nach einer Bestellung dieselben Angaben wissen: Was wurde bestellt, für wie viel Geld, von wem, in welcher Währung, mit welchem Gutschein. Google Ads, Meta, Affiliate-Netzwerke, Preisportale, Bewertungsdienste, Newsletter-Anbieter - jeder mit einem eigenen kleinen Codeschnipsel und einer eigenen Schreibweise.
Gambio bietet dafür Felder an, in die Sie solche Codeschnipsel einsetzen können. Nur: In diesen Feldern steht statischer Code. Er kann nicht wissen, welche Bestellung gerade abgeschlossen wurde. Genau diese Lücke schließt unser Modul.
Das Prinzip ist bewusst einfach gehalten. Sie schreiben in den Trackingcode an der Stelle, an der ein Wert stehen soll, einen Platzhalter - zum Beispiel @M0101_ORDERS_TOTAL@ für den Bestellwert. In dem Moment, in dem ein Kunde die Bestätigungsseite sieht, ersetzt das Modul jeden dieser Platzhalter durch den echten Wert der gerade abgeschlossenen Bestellung. Der Dienst bekommt seine Daten, ohne dass Sie eine Zeile programmieren oder für jeden Anbieter ein eigenes Modul kaufen müssen.
Der große Vorteil ist die Unabhängigkeit: Weil das Modul keine Vorstellung davon hat, für welchen Dienst die Daten bestimmt sind, funktioniert es mit jedem. Ein neuer Partner, ein neues Netzwerk, eine geänderte Anforderung eines bestehenden Dienstes - Sie passen den Codeschnipsel an, und das war es. Deshalb heißt es "generisches" Tracking.
2. WO SIE DAS MODUL FINDEN UND EINSCHALTEN
Das Setup erreichen Sie über das Menü "Xycons-Module" ► "Kundenkonto / Setups" und dort über den TAB "Generisches Tracking".
Nach der Installation ist das Modul zunächst ausgeschaltet. Das ist Absicht: Ein Trackingmodul soll erst dann in Ihre Seiten eingreifen, wenn Sie die Codeschnipsel vorbereitet und geprüft haben. Setzen Sie den Modulstatus auf "Eingeschaltet", sobald Sie so weit sind.
Solange der Modulstatus auf "Ausgeschaltet" steht, läuft der Shop vollständig am Modul vorbei. Ihre Trackingcodes werden dann unverändert ausgegeben - Platzhalter bleiben als Text stehen und werden nicht ersetzt. Falls Sie sich also wundern, warum in Ihrem Quelltext plötzlich @M0101_ORDERS_ID@ zu lesen ist: Das ist der erste Punkt, den Sie prüfen sollten.
3. DAS ZUSAMMENSPIEL MIT DEN TRACKINGCODES IHRES SHOPS
Das Modul bringt keine eigenen Eingabefelder für Trackingcode mit. Es nutzt bewusst die Felder, die Ihr Shop ohnehin schon hat - Sie finden sie im Admin-Bereich unter "Shop-Einstellungen" ► "Trackingcodes". Drei dieser Felder werden vom Modul bedient:
- Trackingcode für den Kopfbereich - wird im Seitenkopf ausgegeben. Typisch für Codes, die früh geladen werden müssen, etwa Consent- oder Tag-Manager-Einbindungen.
- Analytics-Code - wird am Seitenende ausgegeben. Typisch für Auswertungs- und Statistikdienste.
- Trackingcode für die Bestätigungsseite - erscheint ausschließlich auf der Seite, die der Kunde direkt nach dem Abschluss seiner Bestellung sieht. Das ist der klassische Ort für Conversion- und Affiliate-Pixel.
Jedes dieser Felder hat im Shop einen eigenen Schalter ("verwenden" ja/nein). Nur eingeschaltete Felder werden ausgegeben - und nur dort ersetzt das Modul auch Platzhalter.
Wichtig zum Verständnis: Die Werte einer Bestellung existieren nur auf der Bestätigungsseite. Der Kopfbereich und der Analytics-Code werden auf jeder Seite Ihres Shops ausgegeben - auf der Startseite gibt es aber keine Bestellung, deren Nummer man einsetzen könnte. Das Modul ersetzt die Platzhalter in diesen beiden Feldern deshalb genau dann, wenn der Kunde auf der Bestätigungsseite steht. Auf allen anderen Seiten bleibt Ihr Code unangetastet. Wenn Sie Platzhalter im Kopfbereich oder im Analytics-Code verwenden, umschließen Sie den betreffenden Abschnitt daher am besten so, dass er auch dann keinen Schaden anrichtet, wenn die Werte nicht gefüllt sind - oder legen Sie den Code gleich in das Feld für die Bestätigungsseite.
4. DIE ÜBERGABEWERTE IM ÜBERBLICK
Alle Platzhalter werden in der Form @NAME@ geschrieben. Groß- und Kleinschreibung ist zu beachten. Ein Platzhalter, den Sie nicht verwenden, kostet nichts - Sie setzen also nur die Werte ein, die Ihr Dienst wirklich braucht.
4.1 Bestellung und Kunde
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
@M0101_ORDERS_ID@ |
Die Bestellnummer. Fast jeder Dienst verlangt sie, um Doppelzählungen zu vermeiden. |
@M0101_ORDERS_EMAIL@ |
Die E-Mail-Adresse des Bestellers. |
@M0101_ORDERS_FIRSTNAME@ |
Der Vorname des Bestellers. |
@M0101_ORDERS_VOUCHERCODE@ |
Der bei dieser Bestellung eingelöste Gutscheincode. Affiliate-Netzwerke nutzen ihn, um Gutschein-Portale von echter Werbeleistung zu unterscheiden. Wurde kein Gutschein eingelöst, bleibt der Wert leer. |
@M0101_ORDERS_AQUISITION@ |
Sagt, ob es die erste Bestellung dieses Kunden war. Der Wert lautet NEW beim Erstkauf und RETURNING bei jedem weiteren. Viele Netzwerke vergüten Neukunden anders als Bestandskunden. |
@M0101_ORDERS_ITEMSCOUNT@ |
Die Anzahl der Positionen in der Bestellung. |
@M0101_ORDERS_ITEMSQTY@ |
Die Summe aller bestellten Stückzahlen. Bei drei Positionen mit je zwei Stück steht hier 6, während der obige Wert 3 lautet. |
4.2 Beträge
Die reinen Zahlenwerte werden in der Schreibweise ausgegeben, die technische Schnittstellen erwarten (Punkt als Dezimaltrennzeichen, kein Währungszeichen, keine Tausenderpunkte). Für die Anzeige gegenüber Kunden gibt es zusätzlich formatierte Varianten in der Schreibweise Ihres Shops.
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
@M0101_ORDERS_TOTAL@ |
Der Endbetrag der Bestellung, also das, was der Kunde tatsächlich zahlt. |
@M0101_ORDERS_GROSS_TOTAL@ |
Die Zwischensumme, also der reine Warenwert ohne Versand- und Zahlungskosten. Provisionen werden häufig auf diesen Wert gerechnet. |
@M0101_ORDERS_CLEAN_NETTOTAL@ |
Der Endbetrag ohne die ausgewiesene Steuer. Der übliche Wert, wenn ein Netzwerk "netto" verlangt. |
@M0101_ORDERS_CLEAN_TOTAL@ |
Entspricht dem Endbetrag. Der Platzhalter existiert für ältere Anbindungen und bleibt aus Kompatibilitätsgründen erhalten. |
@M0101_ORDERS_SHIPPING@ |
Die berechneten Versandkosten. |
@M0101_ORDERS_CURRENCY@ |
Die Währung der Bestellung als dreistelliges Kürzel, zum Beispiel EUR. |
@M0101_ORDERS_FORMATTED_TOTAL@ |
Der Endbetrag in der Schreibweise Ihres Shops inklusive Währung - gedacht für sichtbare Texte, nicht für Schnittstellen. |
@M0101_ORDERS_FORMATTED_GROSS_TOTAL@ |
Dasselbe für die Zwischensumme. |
@M0101_ORDERS_TAX@ |
Die insgesamt ausgewiesene Steuer der Bestellung. |
@M0101_ORDERS_SHIPPING_TAX@ |
Der Steueranteil, der auf die Versandkosten entfällt. Einige Netzwerke rechnen Provisionen ausdrücklich ohne Versandsteuer. |
@M0101_ORDERS_DISCOUNT@ |
Der Rabattbetrag aus einem eingelösten Gutschein, als positiver Betrag. |
@M0101_ORDERS_FEES@ |
Zahlartaufschlag und Mindermengenzuschlag zusammengefasst. Gewährt Ihre Zahlart stattdessen einen Abschlag, erscheint hier folgerichtig ein negativer Betrag. |
Ein Hinweis, der Ihnen Ärger erspart: Prüfen Sie bei jedem Dienst genau, ob er den Brutto- oder den Nettowert und ob er ihn mit oder ohne Versandkosten erwartet. Wer hier den falschen Platzhalter einsetzt, bemerkt es meist erst Monate später bei der Abrechnung - dann aber schmerzhaft.
4.3 Versand, Zahlung und Lieferung
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
@M0101_ORDERS_SHIPPING_COUNTRY@ |
Das Lieferland im Klartext. |
@M0101_ORDERS_SHIPPING_ISO2@ |
Das Lieferland als zweistelliges Länderkürzel, zum Beispiel DE. Schnittstellen bevorzugen diese Form. |
@M0101_ORDERS_SHIPPING_METHOD@ |
Die gewählte Versandart, so wie sie auch auf der Rechnung steht. |
@M0101_ORDERS_PAYMENT_METHOD@ |
Die gewählte Zahlungsart. Für Kanalauswertungen oft aufschlussreicher als der reine Umsatz - Sie sehen damit, welche Werbequelle welche Zahlungsart mitbringt. |
@M0101_ORDERS_ESTIMATED_DELIVERY@ |
Ein voraussichtliches Lieferdatum im Format JJJJ-MM-TT. Einige Dienste - etwa Bewertungsportale, die ihre Einladungsmails zeitversetzt verschicken - verlangen eine solche Angabe. Wie viele Tage dafür zum Bestelldatum addiert werden, stellen Sie im Setup ein. Der Wert ist eine Schätzung, keine Zusage. |
Die ältere Schreibweise @ORDERS_SHIPPING_COUNTRY@ ohne Modulkennung funktioniert weiterhin, damit bestehende Einbindungen nach einem Update unverändert weiterlaufen.
4.4 Artikelkennzeichen, Artikelnummern und Marken
Preisportale und Produkt-Anzeigen wollen häufig wissen, welche Artikel gekauft wurden - und zwar anhand einer weltweit eindeutigen Nummer, nicht anhand Ihrer internen Artikelnummer. Dafür stehen die Kennzeichen zur Verfügung, die Sie im Artikelstamm pflegen:
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
@M0101_ORDERS_GTIN_EAN@ |
Die europäische Artikelnummer (EAN). |
@M0101_ORDERS_GTIN_ISBN@ |
Die Buchnummer (ISBN). |
@M0101_ORDERS_GTIN_UPC@ |
Die nordamerikanische Artikelnummer (UPC). |
@M0101_ORDERS_GTIN_MPN@ |
Die Herstellernummer (MPN). |
@M0101_ORDERS_GTIN_JAN@ |
Die japanische Artikelnummer (JAN). |
Je Artikel wird genau ein Kennzeichen übergeben, und zwar in der obigen Reihenfolge: Ist eine EAN hinterlegt, wird sie verwendet; fehlt sie, wird auf die nächste gepflegte Nummer ausgewichen. Artikel ohne jedes Kennzeichen erscheinen nicht in der Übergabe. Wenn hier nichts ankommt, ist das also fast immer eine Frage der Artikelpflege und keine des Moduls.
Die fünf Platzhalter oben liefern die Kennzeichen in der Schreibweise, die einzelne Netzwerke historisch verlangt haben. Für alles Neue verwenden Sie besser die folgenden drei - sie sind eindeutig und lassen sich in jeder Umgebung sauber weiterverarbeiten:
| Platzhalter | Bedeutung |
|---|---|
@M0101_ORDERS_GTIN_LIST@ |
Alle Kennzeichen der Bestellung als einfache, durch Komma getrennte Aufzählung. |
@M0101_ORDERS_GTIN_JSON@ |
Dieselben Kennzeichen als Liste in technischer Schreibweise, zum direkten Einsetzen in einen Codeschnipsel - zum Beispiel ["4006381333931","4260123456789"]. |
@M0101_ORDERS_SKU_LIST@ |
Ihre eigenen Artikelnummern zur Bestellung, durch Komma getrennt. |
@M0101_ORDERS_BRAND_LIST@ |
Die Marken der gekauften Artikel, durch Komma getrennt und ohne Wiederholungen. |
4.5 Die gekauften Artikel als vollständige Liste
Der ausdrucksstärkste Übergabewert ist @M0101_ORDERS_ITEMS_JSON@. Er liefert die komplette Bestellung Position für Position in der technischen Schreibweise, die praktisch alle modernen Dienste erwarten - Google Ads mit erweiterten Conversions, Meta, Preisportale und alle Affiliate-Netzwerke, die warenkorbgenau vergüten.
Warum das wichtig ist: Ein reiner Bestellwert sagt einem Werbekanal nur, dass etwas gekauft wurde. Erst die Artikelliste sagt ihm, was gekauft wurde - und erst damit kann ein Dienst Produktgruppen unterschiedlich bewerten, Nachkäufe vorschlagen oder Ihnen zeigen, welche Anzeige welches Sortiment verkauft. Bei Netzwerken mit unterschiedlichen Provisionssätzen je Warengruppe ist die Artikelliste sogar Voraussetzung für eine korrekte Abrechnung.
Je Position enthält die Liste: Artikel-Kennung und Ihre Artikelnummer, den Artikelnamen, Marke und Kennzeichen, die Menge, den Brutto- und den Nettopreis, den Steuersatz und den Steuerbetrag. Sie setzen den Platzhalter ohne umgebende Anführungszeichen direkt dort ein, wo Ihr Dienst eine Artikelliste erwartet:
<script>
meinTrackingDienst({
orderId: "@M0101_ORDERS_ID@",
revenue: "@M0101_ORDERS_CLEAN_NETTOTAL@",
items: @M0101_ORDERS_ITEMS_JSON@
});
</script>
Wenn Ihr Dienst andere Feldnamen verlangt, geben Sie ihm die Liste über eine kurze Umbenennung weiter - das erwartete Format entsteht dann aus unseren Daten, ohne dass Sie irgendetwas doppelt pflegen müssen. Ihr Dienstleister kann Ihnen das in wenigen Zeilen aufschreiben; die schwierige Arbeit - die Daten überhaupt zu haben - ist bereits erledigt.
4.6 Alternative Schreibweise einiger Netzwerke
Einige Affiliate-Netzwerke liefern ihre Codeschnipsel mit einer eigenen Platzhalter-Schreibweise in doppelten geschweiften Klammern aus. Damit Sie solche Vorlagen unverändert einsetzen können, versteht das Modul auch diese Form:
| Platzhalter | Entspricht |
|---|---|
{{order_ref}} |
der Bestellnummer |
{{order_subtotal}} |
der Zwischensumme |
{{currency_code}} |
der Währung |
{{voucher_code}} |
dem Gutscheincode |
{{customer_acquisition}} |
der Angabe Neu- oder Bestandskunde |
{{commission_group}} |
der Provisionsgruppe in der Form DEFAULT:<Zwischensumme> |
5. BEISPIELE AUS DER PRAXIS
Ein einfaches Conversion-Pixel, das Bestellnummer und Bestellwert übergibt - einzusetzen im Trackingcode für die Bestätigungsseite:
<img src="https://beispiel-dienst.de/conversion?order=@M0101_ORDERS_ID@&value=@M0101_ORDERS_TOTAL@¤cy=@M0101_ORDERS_CURRENCY@" width="1" height="1" alt="" />
Ein Codeschnipsel, der die Werte an ein Skript des Dienstleisters übergibt:
<script>
meinTrackingDienst({
orderId: "@M0101_ORDERS_ID@",
revenue: "@M0101_ORDERS_CLEAN_NETTOTAL@",
currency: "@M0101_ORDERS_CURRENCY@",
voucher: "@M0101_ORDERS_VOUCHERCODE@",
newBuyer: "@M0101_ORDERS_AQUISITION@"
});
</script>
Und ein sichtbarer Text auf der Bestätigungsseite, der den Kunden mit Namen anspricht (siehe dazu das nächste Kapitel):
<p>Vielen Dank, @M0101_ORDERS_FIRSTNAME@! Ihre Bestellung @M0101_ORDERS_ID@ über @M0101_ORDERS_FORMATTED_TOTAL@ ist bei uns eingegangen. Voraussichtliche Lieferung: @M0101_ORDERS_ESTIMATED_DELIVERY@.</p>
Zur Sicherheit Ihres Shops: Werte, die aus Kundeneingaben stammen - Name, E-Mail-Adresse, Gutscheincode, Lieferland -, werden vor dem Einsetzen bereinigt. Anführungszeichen, spitze Klammern und Steuerzeichen werden entfernt. Das ist bewusst so: Ohne diese Bereinigung könnte ein Name mit einem Anführungszeichen Ihren gesamten Trackingcode zerlegen - im günstigen Fall bricht dann nur die Messung, im ungünstigen Fall entsteht eine Sicherheitslücke auf Ihrer Bestätigungsseite. Ein Kunde namens O'Brien erscheint in der Übergabe daher als OBrien.
6. EIN EIGENER INHALT AUF DER BESTÄTIGUNGSSEITE
Die Platzhalter sind nicht nur für unsichtbaren Trackingcode gedacht. Über die Einstellung "Content" können Sie ein eigenes Inhaltselement auswählen, das zusätzlich auf der Bestätigungsseite ausgegeben wird - und in dem dieselben Platzhalter funktionieren.
So legen Sie es an: Erstellen Sie im Admin-Bereich unter "Elemente" ► "Sonstige" einen neuen Inhalt und schreiben Sie Ihren Text hinein, ergänzt um die gewünschten Platzhalter. Anschließend wählen Sie diesen Inhalt im Setup unseres Moduls aus. Ab sofort erscheint er auf der Bestätigungsseite - mit den echten Werten der jeweiligen Bestellung.
Das ist der einfachste Weg, die Bestätigungsseite persönlicher zu gestalten: eine namentliche Anrede, eine Zusammenfassung der Bestellung, ein Hinweis auf die voraussichtliche Lieferzeit oder ein Empfehlungsgutschein. Die Bestätigungsseite ist der Moment mit der höchsten Aufmerksamkeit im gesamten Kaufprozess - und wird in den meisten Shops verschenkt.
Zur Auswahl stehen Ihnen ausschließlich Inhalte aus dem Bereich "Sonstige". Achten Sie darauf, den Inhalt in allen Sprachen zu pflegen, die Ihr Shop anbietet: Ausgegeben wird immer die Fassung in der Sprache, in der der Kunde bestellt hat. Fehlt sie, erscheint an dieser Stelle nichts.
7. DAS MODUL-SETUP IM DETAIL
Das Setup ist bewusst schlank gehalten - die eigentliche Arbeit findet in Ihren Trackingcodes statt.
Modulstatus (Standard: Ausgeschaltet)
Schaltet das Modul ein oder aus. Im ausgeschalteten Zustand greift das Modul an keiner Stelle in Ihren Shop ein: Es werden keine Bestelldaten ermittelt und keine Platzhalter ersetzt. Ihre Trackingcodes werden weiterhin vom Shop ausgegeben, aber unverändert.
Ihr Lizenzschlüssel / Ihre Lizenz
Hier tragen Sie den Lizenzschlüssel ein, den Sie von uns erhalten haben. Die darunter angezeigte Lizenzart können Sie nicht selbst ändern - sie ergibt sich aus Ihrem Schlüssel und dient der Kontrolle.
Content (Standard: keine Auswahl)
Wählt das Inhaltselement aus, das zusätzlich auf der Bestätigungsseite ausgegeben wird. Näheres dazu im vorigen Kapitel. Lassen Sie die Auswahl auf "./." stehen, wenn Sie diese Möglichkeit nicht nutzen möchten.
Lieferzeit in Tagen (Standard: 3)
Legt fest, wie viele Tage zum Bestelldatum addiert werden, um das voraussichtliche Lieferdatum zu ermitteln - also den Wert hinter @M0101_ORDERS_ESTIMATED_DELIVERY@.
Setzen Sie hier die Spanne ein, die Ihrem tatsächlichen Versandalltag entspricht, inklusive Bearbeitungszeit. Bewertungsportale schicken ihre Einladungsmail an diesem Datum aus: Ist der Wert zu klein, fragt der Dienst nach einer Ware, die noch gar nicht angekommen ist - und das kostet Sie systematisch Sterne. Ist er zu groß, verschenken Sie Bewertungen, weil der Kauf beim Kunden schon aus dem Kopf ist.
Debug-Modus (Standard: Nein)
Schreibt den fertig erzeugten Code mitsamt allen eingesetzten Werten in eine Protokolldatei. Das ist die schnellste Möglichkeit, einer nicht funktionierenden Anbindung auf den Grund zu gehen: Sie sehen dort schwarz auf weiß, welche Werte der Dienst tatsächlich bekommen hat.
Schalten Sie den Debug-Modus nach der Fehlersuche unbedingt wieder aus. Im Protokoll landen personenbezogene Daten - Name und E-Mail-Adresse Ihrer Kunden -, und die haben in einer dauerhaft mitlaufenden Datei nichts zu suchen.
8. DATENSCHUTZ UND VERANTWORTUNG
Dieses Modul überträgt selbst keine Daten an Dritte. Es setzt ausschließlich Werte in den Code ein, den Sie hinterlegt haben. Was mit diesen Werten geschieht, entscheidet allein der Dienst, dessen Codeschnipsel Sie verwenden.
Daraus folgt eine klare Verantwortungsteilung, die Sie kennen sollten:
- Die Übergabe personenbezogener Daten - insbesondere Name und E-Mail-Adresse - an einen externen Dienst braucht eine Rechtsgrundlage. In aller Regel ist das die Einwilligung Ihres Kunden.
- Setzen Sie Trackingcodes, die eine Einwilligung erfordern, deshalb so ein, dass sie erst nach erteilter Zustimmung ausgeführt werden - über die Cookie-Zustimmung Ihres Shops oder über einen Tag-Manager.
- Nennen Sie die eingesetzten Dienste in Ihrer Datenschutzerklärung.
- Wenn ein Dienst mit einer weniger direkten Angabe auskommt, nutzen Sie diese: Für die meisten Auswertungen reichen Bestellnummer und Betrag völlig aus. Die E-Mail-Adresse sollten Sie nur übergeben, wenn der Dienst sie wirklich braucht.
9. HÄUFIGE STOLPERSTEINE
Im Quelltext stehen die Platzhalter im Klartext. Dann wurden sie nicht ersetzt. Die drei häufigsten Ursachen, in dieser Reihenfolge: Das Modul ist ausgeschaltet. Oder das betreffende Trackingcode-Feld ist im Shop nicht auf "verwenden" gestellt. Oder Sie schauen nicht auf die Bestätigungsseite - auf allen anderen Seiten gibt es keine Bestellung, deren Werte man einsetzen könnte.
Der Gutscheincode bleibt leer. Das ist richtig so, wenn bei der Bestellung kein Gutschein eingelöst wurde. Bei Geschenkgutscheinen mit Guthabenverrechnung kann der Wert ebenfalls leer bleiben, weil dort kein Aktionscode existiert.
Die Artikelkennzeichen bleiben leer. Dann sind im Artikelstamm keine EAN-, ISBN-, UPC-, MPN- oder JAN-Nummern gepflegt. Das Modul kann nur weitergeben, was vorhanden ist.
In der Artikelliste stehen leere Felder bei Marke oder Kennzeichen. Dann sind diese Angaben im Artikelstamm nicht gepflegt. Die Liste selbst bleibt gültig, der jeweilige Eintrag ist nur leer. Das ist gewollt: Ein fehlendes Feld darf die Übergabe der übrigen Positionen nicht verhindern.
Die Artikelliste erzeugt einen Fehler im Codeschnipsel. Fast immer stehen Anführungszeichen um den Platzhalter. Die Liste bringt ihre technische Form bereits mit und wird deshalb ohne Anführungszeichen eingesetzt - anders als die einzelnen Textwerte.
Der Dienst zählt zu wenig oder zu viel Umsatz. Fast immer ist der falsche Betragsplatzhalter im Spiel: Zwischensumme statt Endbetrag, brutto statt netto oder umgekehrt. Ein kurzer Blick ins Protokoll bei eingeschaltetem Debug-Modus klärt das in Minuten.
Nach einer Testbestellung passiert scheinbar nichts. Prüfen Sie, ob ein Werbeblocker oder Ihre Cookie-Zustimmung den Aufruf des externen Dienstes unterbindet. Das Modul hat seine Arbeit dann längst erledigt - der Code steht im Quelltext, wird aber nicht ausgeführt.
Ein Kundenname erscheint ohne Sonderzeichen. Das ist die eingebaute Bereinigung (siehe Kapitel 5) und beabsichtigt.
10. TEXTE ÄNDERN
Modultexte können Sie - wie bei allen Modulen von uns - über die Shopfunktion "Texte ändern" im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen. Das betrifft hier vor allem die Bezeichnungen und Erklärungen im Setup.
Die Texte, die Ihre Kunden auf der Bestätigungsseite lesen, pflegen Sie hingegen dort, wo sie entstehen: im ausgewählten Inhaltselement unter "Elemente" ► "Sonstige".
11. SHOPUPDATE
Bevor Sie Ihren Shop auf eine neue Version aktualisieren, prüfen Sie bitte auf unserer Seite, ob das Modul für diese Shopversion freigegeben ist. Module greifen an definierten Stellen in den Shop ein; ändert sich dort etwas, muss das Modul nachgezogen werden - von allein passiert das nicht.
Installieren Sie beim Shopupdate immer die neuesten Versionen sowohl des Moduls als auch der Modulumgebung. Wer nur den Shop aktualisiert, hat anschließend erfahrungsgemäß ein Modul, das nicht mehr richtig arbeitet - und sucht die Ursache am falschen Ende.
Führen Sie nach jedem Update eine Testbestellung durch und werfen Sie einen Blick in den Quelltext der Bestätigungsseite. Trackingfehler fallen sonst erst bei der nächsten Abrechnung auf.
12. HÄUFIGE FRAGEN
Kann ich mehrere Dienste gleichzeitig anbinden? Ja. Sie können beliebig viele Codeschnipsel in ein Trackingcode-Feld schreiben, und alle Platzhalter darin werden ersetzt. Ebenso können Sie die drei Felder parallel nutzen.
Kann derselbe Platzhalter mehrfach vorkommen? Ja, beliebig oft und in beliebigen Feldern.
Wird ein Trackingcode auch bei stornierten Bestellungen ausgeführt? Der Code wird in dem Moment ausgegeben, in dem der Kunde die Bestätigungsseite sieht - also bevor irgendjemand storniert. Eine spätere Stornierung meldet das Modul nicht nach. Ob Ihr Dienst Stornos berücksichtigt, klären Sie bitte mit dem Dienst.
Was passiert, wenn ein Kunde die Bestätigungsseite neu lädt? Dann wird der Code erneut ausgegeben. Deshalb übergeben Sie die Bestellnummer: Nahezu alle Dienste erkennen daran, dass es sich um dieselbe Bestellung handelt, und zählen sie nur einmal.
Beeinflusst das Modul die Geschwindigkeit meines Shops? Nein. Auf gewöhnlichen Seiten tut das Modul überhaupt nichts. Die Bestelldaten werden ausschließlich auf der Bestätigungsseite und dort genau einmal ermittelt, auch wenn mehrere Trackingcode-Felder gleichzeitig genutzt werden.
Mein Dienstleister verlangt einen Wert, den es hier nicht gibt. Sprechen Sie uns an. Die Liste der Übergabewerte ist über die Jahre genau so gewachsen - fast immer, weil ein Kunde einen konkreten Bedarf hatte.

