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Inhaltsverzeichnis

M0074 Kundengruppenautomatik für Gambio

Handbuch

Stand: 2026-08 (Modulversion 8.11) · (c) Xycons GmbH & Co. KG - www.xycons.de

1. Was das Modul für Sie tut

Gambio kennt Kundengruppen, aber keinen Weg, neue Kunden bei der Anmeldung automatisch der richtigen Gruppe zuzuordnen. Genau das übernimmt dieses Modul.

Sie hinterlegen bis zu zehn Regeln. Meldet sich jemand in Ihrem Shop an, prüft das Modul diese Regeln und ordnet den neuen Kunden derjenigen Kundengruppe zu, deren Bedingungen zutreffen. Damit greifen ab dem ersten Moment die richtigen Preise, Zahlungsarten, Versandkosten und Rabatte - ohne dass Sie einen einzigen Kunden von Hand umsortieren.

Als Bedingung stehen Ihnen zur Verfügung:

  • der Kontentyp, den der Besucher bei der Anmeldung angibt: Privatkunde, Gewerbekunde oder Sondergewerbe (Vereine, Kommunen, öffentliche Einrichtungen)
  • das Land der Anschrift - einzeln, als Ländergruppe wie „alle EU-Länder" oder als Ausschluss
  • die Postleitzahl - als Einzelwert, als Bereich oder als Anfang
  • die E-Mail-Domain - so erkennen Sie Behörden, Schulen und Konzernkunden zuverlässig
  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer - vorhanden, nicht vorhanden oder aus bestimmten Ländern

Zusätzlich erweitert das Modul die Anmeldeseite um die Abfrage des Kontentyps, kann die Anmeldung auf Gewerbekunden beschränken und unterstützt ausdrücklich jene Gewerbekunden, die naturgemäß über keine Umsatzsteuer-ID verfügen - Vereine, Kirchen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen.

Neu in dieser Fassung: Die Regeln lassen sich auch auf Ihren vorhandenen Kundenstamm anwenden (mit vorheriger Erprobung), eine Auswertung zeigt Ihnen, welche Regel wie oft gegriffen hat, und auf Wunsch werden auch Kunden erfasst, die Sie im Adminbereich anlegen oder über eine Schnittstelle einspielen.

2. Das Setup - alle Einstellungen im Überblick

2.1 Wo Sie das Setup finden

Sie finden die Einstellungen im Adminbereich Ihres Shops unter „Kundenkonto/Setups" im Bereich „Xycons-Module". Wählen Sie dort den Reiter mit dem Namen dieses Moduls.



2.2 Grundeinstellungen

Einstellung Bedeutung
Modulstatus Schaltet das Modul insgesamt ein oder aus. Im ausgeschalteten Zustand findet keinerlei automatische Zuordnung statt, und die Anmeldeseite zeigt wieder die gewohnte Abfrage „Gewerbekunde ja/nein" Ihres Shops. Nach einer Neuinstallation steht der Schalter bewusst auf „Ausgeschaltet", damit Sie das Modul in Ruhe einrichten können, bevor es auf Ihre Kunden wirkt.
Ihr Lizenzschlüssel Hier tragen Sie den Lizenzschlüssel ein, den Sie von uns erhalten haben.
Ihre Lizenz Zeigt an, welche Lizenz erkannt wurde. Dieses Feld füllt sich selbst und lässt sich nicht bearbeiten.

2.3 Betriebsart

Einstellung Bedeutung
B2B-Modus Blendet den Punkt „Ich bin ein Endkunde" aus der Anmeldeseite aus. Ihre Besucher können sich dann nur noch als Gewerbekunde oder - falls unterstützt - als Sondergewerbe anmelden. Eine dennoch als Privatkunde übermittelte Anmeldung wird abgewiesen; die Einstellung wirkt also nicht nur auf die Anzeige.
Vorgabe bei Neukunden Welcher Kontentyp beim Aufruf der Anmeldeseite bereits vorausgewählt ist. Passt Ihre Vorgabe nicht zu den übrigen Schaltern - etwa „Privatkunde" bei eingeschaltetem B2B-Modus -, verwendet das Modul den ersten zulässigen Typ und weist Sie im Setup darauf hin.
Unterstützung Sondergewerbe Bietet Ihren Besuchern einen dritten Punkt an: „Ich kaufe im Namen eines Vereins, einer Kommune oder öffentlichen Institution". Diese Kunden gelten als Gewerbekunden, verfügen aber über keine Umsatzsteuer-ID - die USt-ID-Pflicht aus Abschnitt 2.4 gilt für sie deshalb nicht.
Kennzeichen „Gewerbekunde" mitsetzen Setzt zusätzlich das shopeigene Kennzeichen für Gewerbekunden. Ohne diese Kopplung bleibt ein bei Ihnen als Gewerbekunde angemeldeter Besucher für alle Bordmittel des Shops ein Privatkunde. Mit der Kopplung wirken sämtliche Shopfunktionen mit, die an diesem Kennzeichen hängen. Weil nicht jeder Shop mit diesem Feld arbeitet, lässt sich die Kopplung abschalten - sie ist ab Werk aus.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Shop mit dem Kennzeichen „Gewerbekunde" arbeitet: Die Einrichtungsprüfung (Abschnitt 7) sagt es Ihnen. Sie meldet, wenn Sie die Kopplung eingeschaltet haben, im Shop aber die Unterstützung für Firmenkunden gar nicht aktiv ist.

2.4 Bedingungen für die Anmeldung

Einstellung Bedeutung
Globale Regel GEWERBE Lässt ausschließlich Gewerbekunden ein Konto eröffnen. Versucht sich jemand als Privatkunde anzumelden, erscheint eine Meldung, und die Anmeldung wird nicht ausgeführt.
Firmenname Macht das Feld für den Firmennamen für Gewerbe- und Sondergewerbekunden zum Pflichtfeld. Privatkunden bleiben davon unberührt.
Modul Regel USt-ID Legt fest, wann Gewerbekunden eine Umsatzsteuer-ID angeben müssen: nie, nur für Inlandskunden, nur für Auslandskunden oder für beide. Sondergewerbekunden sind ausgenommen. Diese Regel gilt zusätzlich zu den Regeln, die Ihr Shop selbst zur USt-ID kennt - sie ersetzt diese nicht.
Damit diese drei Einstellungen überhaupt sichtbar werden können, muss in Ihrem Shop die Unterstützung für Firmenkunden eingeschaltet sein. Ist sie es nicht, bekommt Ihr Besucher die betreffenden Felder gar nicht zu sehen. Die Einrichtungsprüfung weist Sie auf diesen Fall hin.

2.5 Reichweite der Automatik

Einstellung Bedeutung
Gastkonten verschieben Bestimmt, ob auch Gastkonten den Regeln unterworfen werden. Ab Werk steht der Schalter auf „Nein" - Gastkonten bleiben dann unangetastet in der Gastgruppe. Beachten Sie die für Sie geltenden Regelungen zur Speicherung von Gastkonten und deren Daten.
Regeln auch für neue Kunden aus dem Adminbereich Wendet die Regeln auch auf Kunden an, die nicht über das Anmeldeformular Ihres Shops entstehen: Kunden, die Sie selbst im Adminbereich anlegen, sowie Kunden aus Importen und Schnittstellen. Diese Wege umgehen das Anmeldeformular, weshalb die Automatik dort sonst nicht greift. Die Prüfung läuft im Adminbereich nach und betrifft ausschließlich neu hinzugekommene Kunden - Ihr vorhandener Kundenstamm bleibt unberührt.
Für einen neu angelegten Kunden liegt der gewählte Kontentyp nicht vor - im Adminbereich gibt es diese Abfrage nicht. Das Modul leitet ihn deshalb aus dem ab, was ohnehin gespeichert ist: aus dem Gewerbekennzeichen, der Umsatzsteuer-ID und dem Firmennamen. Ein Kunde ohne all diese Angaben gilt als Privatkunde.

2.6 Werkzeuge und Verweise

Schaltfläche Bedeutung
Regeln am Bestand erproben Prüft Ihre vorhandenen Kunden gegen die eingestellten Regeln und meldet, wie viele davon verschoben würden. Es wird dabei kein einziger Kunde verändert. Siehe Abschnitt 5.
Regeln auf den Bestand anwenden Führt die Verschiebung tatsächlich aus. Siehe Abschnitt 5.
Auswertung Öffnet die Auswertungsseite. Siehe Abschnitt 6.
Kundengruppen Öffnet die Kundengruppenverwaltung Ihres Shops, in der Sie die Zielgruppen anlegen.

2.7 Die zehn Zuordnungsregeln

Der folgende Block wiederholt sich zehnmal - einmal je Regel. Sie müssen nicht alle zehn nutzen; jede Regel lässt sich einzeln ein- und ausschalten.

Feld Bedeutung
Regel aktivieren Schaltet diese Regel ein oder aus.
Ziel-Gruppe Die Kundengruppe, der ein Kunde zugeordnet wird, wenn alle Bedingungen dieser Regel zutreffen. Ohne Zielgruppe bleibt die Regel wirkungslos - die Einrichtungsprüfung weist Sie darauf hin.
Bedingung: Kundentyp Für welchen Kontentyp die Regel gilt: unerheblich, Privatkunde, Gewerbekunde, Sondergewerbe oder „Gewerbe oder Sondergewerbe".
Bedingung: Land Für welche Länder die Regel gilt. Siehe Abschnitt 3.3.
Bedingung: Postleitzahl Für welche Postleitzahlen die Regel gilt. Siehe Abschnitt 3.4.
Bedingung: E-Mail-Domain Für welche E-Mail-Domains die Regel gilt. Siehe Abschnitt 3.5.
Bedingung: USt-ID Welche Umsatzsteuer-ID vorliegen muss. Siehe Abschnitt 3.6.
Jede leer gelassene Bedingung gilt als erfüllt. Eine Regel, bei der Sie nur das Land ausfüllen, prüft also ausschließlich das Land. Das ist der bequemste Weg, mit einfachen Regeln zu beginnen und sie später zu verfeinern.

3. So arbeiten die Regeln

3.1 Die Reihenfolge entscheidet

Das Modul prüft Ihre Regeln von Regel 1 bis Regel 10 der Reihe nach. Die erste Regel, deren sämtliche Bedingungen zutreffen, gewinnt - der Kunde wird ihrer Zielgruppe zugeordnet, und alle folgenden Regeln werden nicht mehr betrachtet.

Trifft keine einzige Regel zu, mischt sich das Modul nicht ein: Der Kunde landet in der Gruppe, die Ihr Shop ohnehin vorgesehen hätte - einschließlich der Zuordnungen, die Ihr Shop anhand der Umsatzsteuer-ID selbst vornimmt.

Der häufigste Einrichtungsfehler: Eine allgemeine Regel steht vor einer spezielleren. Ein Beispiel: Regel 1 ordnet „Kunden aus DE und AT" der Gruppe „Europa" zu, Regel 10 soll „Kunden aus AT" der Gruppe „Österreich" zuordnen. Regel 10 wird nie ausgeführt, weil Regel 1 bei einem österreichischen Kunden bereits zutrifft. Stellen Sie die spezielleren Regeln immer nach vorn.

Damit Sie das im Blick behalten, zeigt Ihnen das Setup Ihre aktiven Regeln in genau der Reihenfolge an, in der sie geprüft werden - mit ihren Bedingungen und ihrer Zielgruppe. Dieselbe Übersicht finden Sie auch auf der Auswertungsseite.

3.2 Alle Bedingungen müssen zutreffen

Innerhalb einer Regel sind alle Bedingungen mit „und" verknüpft. Eine Regel mit „Kundentyp = Gewerbekunde" und „Land = DE" greift nur bei einem Gewerbekunden aus Deutschland - nicht bei einem Privatkunden aus Deutschland und nicht bei einem Gewerbekunden aus Österreich.

Leere Felder zählen als erfüllt. Möchten Sie mehrere Fälle in eine Gruppe schicken, die sich nicht in einer Bedingung ausdrücken lassen, verwenden Sie einfach mehrere Regeln mit derselben Zielgruppe.

3.3 Länder, Ländergruppen und Ausschlüsse

Tragen Sie die Länderkennungen zweistellig und durch Komma getrennt ein:

DE,AT,CH

Für größere Gebiete gibt es Sammelbegriffe, die Ihnen das Auflisten ersparen:

Sammelbegriff steht für
EUROPA alle Länder der Europäischen Union (einschließlich Nordirland als Umsatzsteuergebiet)
EU gleichbedeutend mit EUROPA
EFTA Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein
DACH Deutschland, Österreich, Schweiz

Sammelbegriffe und einzelne Länder lassen sich mischen:

EUROPA,CH,NO

Ein vorangestelltes <> kehrt die Bedingung um. Die folgende Angabe trifft auf alle Länder außer Deutschland und Österreich zu:

<>DE,AT

3.4 Postleitzahlen

Damit lassen sich Gebietsvertretungen, Abholrabatte und regionale Konditionen abbilden. Erlaubt sind drei Schreibweisen, auch gemischt und durch Komma getrennt:

Schreibweise Beispiel trifft auf
Einzelwert 40213 genau diese Postleitzahl
Bereich 10000-19999 alle Postleitzahlen von 10000 bis 19999
Anfang 40* alle Postleitzahlen, die mit 40 beginnen

Ein Beispiel für den Großraum Nord und die Region Düsseldorf in einer Regel:

20000-29999,40*

Auch hier kehrt ein vorangestelltes <> die Bedingung um. Postleitzahlen mit Buchstaben - wie in den Niederlanden oder Großbritannien - funktionieren bei Einzelwerten und Anfängen ebenfalls; Bereiche sind naturgemäß nur für rein numerische Postleitzahlen sinnvoll.

3.5 E-Mail-Domains

Die E-Mail-Domain erkennt Behörden, Schulen und Konzernkunden erfahrungsgemäß deutlich zuverlässiger als jede Selbstauskunft im Anmeldeformular. Erlaubt sind:

Schreibweise Beispiel trifft auf
ganze Domain musterfirma.de genau diese Domain
Endung *.gov alle Domains, die darauf enden - auch stadt.bayern.gov

Mehrere Angaben trennen Sie durch Komma; ein führendes @ dürfen Sie schreiben, müssen es aber nicht. Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle. Ein vorangestelltes <> kehrt die Bedingung um - so lassen sich beispielsweise die üblichen Freemail-Anbieter ausschließen:

<>gmx.de,web.de,gmail.com,t-online.de

3.6 Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Eintrag Bedeutung
leer Die USt-ID spielt für diese Regel keine Rolle.
* Es muss irgendeine USt-ID angegeben worden sein.
- Es darf keine USt-ID angegeben worden sein.
DE Die USt-ID muss mit DE beginnen. Mehrere Länderkennungen durch Komma trennen: AT,FR,IT

Damit trennen Sie geprüfte EU-Gewerbekunden von reinen Inlandsfällen - und Sondergewerbekunden ohne USt-ID von gewöhnlichen Gewerbekunden.

3.7 Beispiele aus der Praxis

Ein Regelwerk für einen Shop mit Händler- und Endkundenpreisen, hier bewusst von speziell nach allgemein sortiert:

Regel Bedingungen Zielgruppe
1 E-Mail-Domain *.gov,*.bund.de Öffentliche Auftraggeber
2 Kundentyp Sondergewerbe Vereine und Kommunen
3 Kundentyp Gewerbe, Land DE, USt-ID DE Händler Inland
4 Kundentyp Gewerbe, Land EUROPA, USt-ID * Händler EU
5 Kundentyp Gewerbe Händler übrige Welt
6 Land DE, Postleitzahl 40*,41*,42* Endkunden Abholregion
7 Land DACH Endkunden DACH

Ein Privatkunde aus Hamburg trifft keine dieser Regeln bis Regel 7 und landet in „Endkunden DACH". Ein Händler aus Düsseldorf mit deutscher USt-ID wird von Regel 3 erfasst - Regel 6 kommt bei ihm nicht mehr zum Zug, obwohl seine Postleitzahl passen würde.

4. Was Ihre Kunden im Shop sehen

Ist das Modul eingeschaltet, ersetzt es auf der Anmeldeseite die gewohnte Ja/Nein-Abfrage „Gewerbekunde" durch eine Auswahl:

  • Ich bin ein Endkunde (Privatkauf)
  • Ich bin Gewerbetreibender (Firmenkunde)
  • Ich kaufe im Namen eines Vereins, einer Kommune oder öffentlichen Institution

Der dritte Punkt erscheint nur, wenn Sie die Unterstützung für Sondergewerbe eingeschaltet haben. Der erste Punkt entfällt im B2B-Modus. Welcher Punkt vorausgewählt ist, bestimmen Sie über die Vorgabe für Neukunden.

Weist das Modul eine Anmeldung ab - etwa weil nur Gewerbekunden zugelassen sind oder eine USt-ID fehlt -, erscheint die zugehörige Meldung direkt am betreffenden Feld, und die bereits eingegebenen Daten bleiben erhalten.

Schalten Sie das Modul aus, erscheint auf der Anmeldeseite wieder unverändert die Abfrage, die Ihr Shop von Haus aus vorsieht. Sie können das Modul also gefahrlos vorübergehend abschalten.

5. Regeln auf vorhandene Kunden anwenden

Die Automatik greift zunächst nur bei neuen Anmeldungen. Ändern Sie eine Regel, bleibt Ihr vorhandener Kundenstamm davon unberührt - was in den allermeisten Fällen auch richtig so ist.

Manchmal möchten Sie ein neues Regelwerk aber rückwirkend anwenden. Dafür finden Sie im Setup zwei Schaltflächen.

5.1 Erst erproben

„Regeln am Bestand erproben" prüft Ihre vorhandenen Kunden gegen die eingestellten Regeln und meldet Ihnen, wie viele davon verschoben würden. Dabei wird kein einziger Kunde verändert. Nutzen Sie diese Erprobung immer zuerst - die Zahl sagt Ihnen sehr schnell, ob Ihr Regelwerk das tut, was Sie erwarten.

5.2 Dann anwenden

„Regeln auf den Bestand anwenden" führt die Verschiebung tatsächlich aus.

Diese Änderung lässt sich nicht zurücknehmen. Erproben Sie das Ergebnis zuerst und legen Sie vorher eine Datensicherung Ihres Shops an. Bedenken Sie außerdem, dass eine geänderte Kundengruppe für den betroffenen Kunden andere Preise, Zahlungsarten und Versandkosten bedeuten kann.

Bei einem großen Kundenstamm arbeitet die Funktion in Blöcken, damit sie nicht in die Laufzeitbegrenzung Ihres Servers läuft. Erscheint nach dem Durchlauf der Hinweis, dass noch Kunden ausstehen, klicken Sie die Schaltfläche einfach erneut - so oft, bis der Hinweis ausbleibt.

Für vorhandene Kunden liegt der bei der Anmeldung gewählte Kontentyp nicht vor. Das Modul leitet ihn deshalb aus dem Gewerbekennzeichen, der Umsatzsteuer-ID und dem Firmennamen ab. Ein Kunde ohne all diese Angaben gilt als Privatkunde; ein Kunde mit USt-ID als Gewerbekunde; ein Gewerbekunde ohne USt-ID als Sondergewerbe, sofern Sie dieses unterstützen.

Gastkonten werden nur dann einbezogen, wenn Sie das ausdrücklich eingestellt haben.

6. Die Auswertung

Die Auswertungsseite erreichen Sie über die Schaltfläche „Auswertung" im Setup. Sie beantwortet die Frage, die sich nach einigen Wochen Betrieb regelmäßig stellt: Was macht die Automatik eigentlich?

Sie finden dort:

  • Ihre aktiven Regeln in der Reihenfolge, in der sie geprüft werden
  • die Gesamtzahl der Zuordnungen im gewählten Zeitraum, aufgeschlüsselt nach Auslöser: Anmeldung im Shop, Gastbestellung, Adminbereich oder Bestandslauf
  • die Zuordnungen je Regel mit ihrem prozentualen Anteil - so sehen Sie sofort, welche Regeln tatsächlich arbeiten und welche nie greifen
  • die Zuordnungen je Kundengruppe
  • die letzten 200 Einzelvorgänge mit Zeitpunkt, Kundennummer, Regel, alter und neuer Gruppe, Kontentyp, Land und Auslöser

Den Zeitraum stellen Sie oben auf 30 Tage, 90 Tage, ein Jahr oder gesamt um.

Eine Regel, die über Monate bei null steht, ist ein guter Hinweis darauf, dass sie von einer davorstehenden Regel verdeckt wird. Vergleichen Sie sie mit der Reihenfolge-Übersicht darüber.

7. Die Einrichtungsprüfung

Sobald Sie das Setup öffnen, prüft das Modul Ihre Einstellungen auf die Punkte, an denen erfahrungsgemäß etwas nicht so wirkt wie gedacht - und zeigt das Ergebnis oben auf der Seite an. Ist alles beisammen, erscheint eine grüne Bestätigung. Andernfalls bekommen Sie eine Liste der offenen Punkte, zum Beispiel:

  • eine Regel ist eingeschaltet, trägt aber keine Zielgruppe und bleibt deshalb wirkungslos
  • es ist überhaupt keine vollständige Regel eingeschaltet - es wird derzeit kein Kunde zugeordnet
  • Ihre Vorgabe für Neukunden ist nach den übrigen Einstellungen gar nicht zulässig
  • der B2B-Modus ist an, „Globale Regel GEWERBE" aber nicht - Privatkunden können sich weiterhin anmelden, wenn sie den Weg dorthin finden
  • Sie koppeln an das Gewerbekennzeichen des Shops, dort ist die Unterstützung für Firmenkunden aber nicht aktiv
  • Sie verlangen eine USt-ID, im Shop ist die Unterstützung für Firmenkunden aber nicht aktiv

Ist das Modul ausgeschaltet, erscheint an dieser Stelle stattdessen ein deutlicher roter Hinweis darauf.

8. Modultexte ändern

Sämtliche Texte, die dieses Modul im Shop anzeigt - die Auswahl des Kontentyps, die Beschriftungen und alle Fehlermeldungen -, können Sie an Ihre eigene Ansprache anpassen. Sie sind nicht fest eingebaut.

Sie finden sie im Adminbereich unter „Texte ändern". Suchen Sie dort nach dem Textbereich dieses Moduls; die Schlüssel beginnen alle mit derselben Kennung. Ändern Sie den Text und speichern Sie - die Änderung ist sofort im Shop sichtbar.

Ein Beispiel, das häufig gewünscht wird: Wenn Sie den Firmennamen zur Pflicht machen, passt der vom Shop mitgelieferte Hinweis „oder lassen Sie das Feld leer" nicht mehr. Diesen Text ändern Sie genau an dieser Stelle.

Bitte ändern Sie die Texte nicht in den Dateien des Moduls: Solche Änderungen gehen beim nächsten Modulupdate verloren, Änderungen über „Texte ändern" bleiben erhalten.

9. Shopupdate und Modulpflege

Dieses Modul ist freigegeben für die Shopversionen 4.6.x.x, 4.8.x.x und 5.0.x.x.

Planen Sie ein Service Pack oder ein Master-Update Ihres Shops, beachten Sie bitte:

  • Sowohl das Modul-Framework als auch jedes eingesetzte Modul müssen zur neuen Shopversion passen.
  • Vergewissern Sie sich vor dem Update, dass für die Zielversion sowohl die neueste Modulversion als auch die neueste Version der Modulumgebung vorliegt.
  • Spielen Sie immer zuerst die Modulumgebung ein und danach die Module. Ist die Umgebung zu alt, meldet sich das Modul mit einem entsprechenden Hinweis und nimmt seine Arbeit nicht auf - es richtet aber auch keinen Schaden an.

Lassen Sie die Aktualisierung Ihres Shops durch uns durchführen, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung immer mit, sofern sie für die Ziel-Shopversion verfügbar sind.

Nach dem Einspielen einer neuen Modulversion rufen Sie bitte einmal eine beliebige Seite im Adminbereich auf. Das Modul führt dabei selbsttätig alle nötigen Anpassungen an Ihrer Datenbank durch und legt neu hinzugekommene Einstellungen an. Ihre bestehenden Einstellungen bleiben dabei unverändert erhalten.

Mit der Installation des Modul-Frameworks werden die beigefügten Lizenzbestimmungen und Haftungsregelungen ausdrücklich zur Kenntnis genommen und anerkannt. Das Framework und auch unsere Module dürfen nicht installiert und nicht betrieben werden, wenn Sie diese Regeln nicht in vollem Umfang anerkennen.

10. Fragen, die häufig gestellt werden

10.1 Eine Regel greift nie - woran liegt das?

In aller Regel daran, dass eine weiter vorn stehende Regel bereits zutrifft. Sehen Sie sich die Reihenfolge-Übersicht im Setup an und stellen Sie die speziellere Regel nach vorn. Die Auswertung zeigt Ihnen zusätzlich, welche Regeln tatsächlich arbeiten.

10.2 Ein Kunde ist in der falschen Gruppe gelandet

Die Auswertung nennt Ihnen zu jedem Vorgang die Regel, die ihn ausgelöst hat, sowie Kontentyp und Land des Kunden. Damit lässt sich in aller Regel sofort erkennen, welche Bedingung anders gegriffen hat als erwartet.

10.3 Wirkt das Modul auch auf bestehende Kunden?

Von sich aus nicht - es arbeitet bei der Anmeldung. Für den vorhandenen Kundenstamm gibt es die ausdrückliche Anwendung aus Abschnitt 5.

10.4 Was passiert mit Kunden, auf die keine Regel zutrifft?

Nichts. Sie behalten die Kundengruppe, die Ihr Shop ohnehin vorgesehen hätte.

10.5 Kann ich Privatkunden ganz ausschließen?

Ja. Schalten Sie „Globale Regel GEWERBE" ein - dann dürfen ausschließlich Gewerbekunden ein Konto eröffnen. Zusätzlich empfiehlt sich der B2B-Modus, damit die Auswahl „Endkunde" gar nicht erst angeboten wird.

10.6 Warum sehen meine Kunden die Abfrage nach dem Firmennamen nicht?

Dann ist in Ihrem Shop die Unterstützung für Firmenkunden nicht eingeschaltet. Die Felder für Firmenname und USt-ID stammen von Ihrem Shop; dieses Modul kann nur festlegen, ob sie zur Pflicht werden. Die Einrichtungsprüfung weist Sie auf diesen Fall hin.

10.7 Werden Gastbestellungen berücksichtigt?

Nur wenn Sie „Gastkonten verschieben" eingeschaltet haben. Ab Werk bleiben Gastkonten unangetastet.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

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Stand: 2026-08-30 12:48:35