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Inhaltsverzeichnis

M0007 Packstationsunterstützung für Gambio

Handbuch

Stand: 2026-08 (Modulversion 11.22) · (c) Xycons GmbH & Co. KG - www.xycons.de

1. WAS DIESES MODUL LEISTET

Ein spürbarer Teil Ihrer Kunden ist tagsüber nicht zu Hause. Für sie ist die Packstation kein Komfort, sondern die Voraussetzung dafür, überhaupt zu bestellen – wer weiß, dass ein Paket bei ihm nicht ankommt, bestellt eben nicht. Gambio selbst kennt dafür kein eigenes Adressfeld: Es gibt Vorname, Nachname, Straße, Postleitzahl, Ort. Eine Packstation braucht aber zwei zusätzliche Angaben, ohne die die Sendung nicht zugestellt werden kann – die Stationsnummer und die Postnummer des Empfängers.

Genau diese Lücke schließt das Modul. Es ergänzt das Adressformular Ihres Shops um die Auswahl Postanschrift – Packstation – Postfiliale, blendet je nach Auswahl das Feld für die Postnummer ein, prüft die Eingaben und sorgt dafür, dass beide Angaben später auch dort landen, wo Ihr Versandprogramm sie erwartet.

Darüber hinaus verhindert das Modul die typischen Fehlbestellungen, die sonst bei Ihnen im Tagesgeschäft auflaufen: eine Packstation als Rechnungsadresse, eine Packstation als Standardadresse, eine Packstationsbestellung mit einer Versandart, die dort gar nicht zustellt, oder eine Packstationsadresse für eine Lieferung ins Ausland. Jede dieser Sperren lässt sich einzeln ein- und ausschalten.

Wenn Sie möchten, bekommen Ihre Kunden zusätzlich eine Standortsuche: Sie geben ihre Postleitzahl ein, sehen die Packstationen und Postfilialen in ihrer Nähe und übernehmen die gewünschte mit einem Klick ins Formular. Das erspart das Abtippen und beseitigt die häufigste Fehlerquelle überhaupt – die falsch erinnerte Stationsnummer.

2. WO SIE DAS MODUL FINDEN

Im Shop-Backend finden Sie den Menüpunkt „Xycons-Module“ und darunter „Kundenkonto / Setups“. Dort öffnet sich für jedes installierte Modul ein eigener Reiter; der Reiter dieses Moduls heißt „Packstation & Postfiliale Setup“. Im Gambio-Modul-Center taucht das Modul nicht auf.

Die Auswertung liegt an einer zweiten Stelle: unter „Xycons-Module“ finden Sie den Eintrag „Packstation & Postfiliale Auswertung“ (Kapitel 7).

Ganz oben im Setup steht der Modulstatus. Solange er auf „Ausgeschaltet“ steht, greift keine einzige Funktion des Moduls – im Adressformular erscheint keine Auswahl, es wird nichts geprüft und nichts gesperrt. Das ist die Auslieferungseinstellung und zugleich Ihr Notausschalter: Sollte im laufenden Betrieb etwas unerwartet blockieren, stellen Sie diesen einen Schalter um, und der Shop verhält sich sofort wieder wie ohne Modul.

3. DAS MODUL-SETUP IM DETAIL

Dieses Kapitel geht jeden Einstellwert durch. Die Kurzbeschreibung steht jeweils auch im Setup selbst; hier finden Sie die Begründung dazu – warum es die Einstellung gibt und worauf Sie bei der Befüllung achten sollten.

3.1 MODUL UND LIZENZ

Modulstatus. Der Hauptschalter (siehe Kapitel 2). Auslieferungszustand ist „Ausgeschaltet“.

Ihr Lizenzschlüssel. Den Schlüssel erhalten Sie von uns. Ohne gültigen Schlüssel läuft das Modul nicht.

Ihre Lizenz. Reines Anzeigefeld. Es zeigt, welche Lizenzart erkannt wurde und bis wann sie läuft.

3.2 BETRIEB

Modus PACKSTATION / POSTFILIALE. Legt fest, welche Abholorte Ihre Kunden auswählen dürfen. Der Unterschied ist praktisch bedeutsam: An eine Packstation geht nur, was in ein Schließfach passt und keine Unterschrift braucht. Eine Postfiliale nimmt auch größere Sendungen an und kann Nachnahme abwickeln. Wenn Sie sperrige Ware versenden, ist „Nur POSTFILIALE“ oft die ehrlichere Einstellung – sie erspart Ihnen Rücksendungen von Paketen, die schlicht nicht ins Fach passten.

Zugelassene Lieferländer. Packstationen und Postfilialen gibt es ausschließlich innerhalb Deutschlands. Tragen Sie hier DE ein, damit niemand versehentlich eine Packstationsadresse für eine Auslandslieferung anlegt. Mehrere Länderkürzel trennen Sie durch Komma. Ein leeres Feld hebt die Prüfung auf.

3.3 POSTNUMMER

Die Postnummer ist die Kundennummer Ihres Kunden bei DHL. Ohne sie weiß die Packstation nicht, in welches Fach die Sendung gehört – das Paket geht zurück.

Minimale und maximale Länge. DHL vergibt Postnummern mit sechs bis zehn Stellen; die Voreinstellung entspricht dem. Ziehen Sie die Grenzen nicht enger, als Sie müssen: Eine zu eng gesetzte Untergrenze weist Kunden mit einer alten, kürzeren Nummer ab, und diese Kunden geben in aller Regel auf, statt bei Ihnen nachzufragen.

Geprüft wird außerdem, dass die Nummer nur aus Ziffern besteht und keine reine Platzhaltereingabe wie 00000000 ist.

3.4 ZIELFELD DER POSTNUMMER

Dieser Abschnitt ist der wichtigste des ganzen Setups, wenn Sie mit einem Versandprogramm arbeiten. Die Begründung dazu steht ausführlich in Kapitel 5 – bitte lesen Sie es, bevor Sie hier etwas umstellen.

Zielfeld der Postnummer. In welches Adressfeld die Postnummer zusätzlich geschrieben wird. Zur Wahl stehen der Nachname (bisheriges Verhalten), der Adresszusatz (die von DHL erwartete Schreibweise), die Zusatzangabe zur Adresse oder gar kein weiteres Feld.

Trennzeichen vor der Postnummer. Das Zeichen zwischen Nachname und Nummer, voreingestellt der Schrägstrich. Wird nur beim Zielfeld „Nachname“ verwendet. Manche Versandprogramme stolpern über den Schrägstrich; dann tragen Sie hier ein Leerzeichen oder einen Bindestrich ein.

Text vor der Postnummer. Optionaler Text, der der Nummer vorangestellt wird – etwa Postnummer. Lassen Sie das Feld leer, wenn nur die Ziffern stehen sollen. Prüfen Sie im Zweifel, was Ihr Versender erwartet: Manche Systeme wollen den blanken Zahlenwert und kommen mit einem vorangestellten Wort nicht zurecht.

Postnummern umschreiben. Die Schaltfläche, mit der Sie bestehende Adressen auf ein geändertes Zielfeld umstellen. Details in Abschnitt 5.3.

3.5 SCHUTZREGELN

Keine Packstation als Standardadresse. Die Standardadresse ist die Adresse, die der Shop überall vorschlägt – auch für die Rechnung. Steht dort eine Packstation, gehen Rechnungen und Widerrufsbelehrungen an ein Schließfach. Lassen Sie diese Sperre eingeschaltet.

Keine Packstation als Rechnungsadresse. Verhindert, dass im Bestellvorgang eine Packstationsadresse als Rechnungsadresse angelegt wird. Auch diese Sperre sollte eingeschaltet bleiben: Eine Rechnung an eine Packstation ist steuerlich angreifbar, und bei Rechnungskauf haben Sie keine belastbare Anschrift des Kunden.

3.6 STANDORTSUCHE

Standortsuche anbieten. Blendet die Suche im Adressformular ein. Voraussetzung ist ein Zugangsschlüssel (siehe unten) – ohne ihn bleibt die Suche ausgeblendet, auch wenn der Schalter auf „Eingeschaltet“ steht. Die Auswertungsseite weist Sie darauf hin.

Zugangsschlüssel DHL-Standortsuche. Wie Sie ihn bekommen, steht in Kapitel 6.

Suchumkreis in Metern. Umkreis um die eingegebene Postleitzahl, zulässig sind 500 bis 20000 Meter. In Städten reichen 2000 Meter und liefern übersichtliche Ergebnisse; auf dem Land sind 10000 Meter realistischer, weil die nächste Station schlicht weiter weg ist.

Höchstzahl Suchergebnisse. Wie viele Abholorte höchstens angezeigt werden, zulässig sind 1 bis 50. Mehr als 15 Einträge liest ohnehin niemand durch.

3.7 BILDER

Bilddatei PACKSTATION und Bilddatei POSTFILIALE. Die Sinnbilder, die im Adressbuch und im Bestellvorgang neben einer Abholadresse erscheinen. Sie machen auf einen Blick erkennbar, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Anschrift handelt. Die Dateien liegen im Verzeichnis /GXModules/Xycons/M0007/Shop/images/ Ihres Shops; hier tragen Sie nur den Dateinamen ein. Eigene Bilder legen Sie einfach daneben.

3.8 GÜLTIGE VERSANDARTEN

Bis zu zehn Versandarten, die an eine Packstation oder Postfiliale zustellen dürfen. Wählt ein Kunde mit Abholadresse eine andere Versandart, wird sie abgewiesen und er landet mit einem Hinweis wieder auf der Versandartseite.

Bitte beachten Sie: Solange hier keine einzige Versandart hinterlegt ist, wird auch keine abgewiesen – die Prüfung ist dann wirkungslos. Das ist bewusst so: Eine leere Liste würde sonst sämtliche Packstationsbestellungen unmöglich machen. Die Auswertungsseite weist Sie darauf hin, wenn die Liste leer ist.

Tragen Sie hier ausschließlich DHL-Versandarten ein. Andere Zusteller liefern nicht an Packstationen – und wenn Sie es nicht sperren, läuft die Sendung erst beim Versender auf.

4. SO ERLEBT ES IHR KUNDE

Im Adressformular – sowohl im Adressbuch des Kundenkontos als auch beim Anlegen einer Lieferadresse im Bestellvorgang – erscheint über den Adressfeldern die Auswahl Postanschrift – Packstation – Postfiliale. Welche der drei Möglichkeiten angeboten werden, hängt vom eingestellten Modus ab (Abschnitt 3.2).

Wählt Ihr Kunde „Packstation“, ändert sich das Formular:

  • Das Feld für die Postnummer erscheint.
  • Die Beschriftung des Straßenfeldes wechselt zu „Packstation Nr.“ – dort gehört also die Stationsnummer hinein, nicht eine Straße.
  • Das Feld für die Hausnummer verschwindet, sofern Ihr Shop Straße und Hausnummer getrennt erfasst. Eine Packstation hat keine Hausnummer.
  • Das Ankreuzfeld „als Standardadresse verwenden“ verschwindet, solange die entsprechende Schutzregel eingeschaltet ist.
  • Ist die Standortsuche eingeschaltet, erscheint zusätzlich das Suchfeld (Kapitel 6).

Beim Speichern wird geprüft, ob die Postnummer plausibel ist und ob im Straßenfeld tatsächlich eine Stationsangabe steht. Fehlt etwas, bekommt Ihr Kunde eine Meldung direkt am betroffenen Feld.

Öffnet er die Adresse später erneut, steht alles wieder so da, wie er es gespeichert hat – die Auswahl auf „Packstation“, die Stationsnummer im Straßenfeld, die Postnummer in ihrem Feld.

Im Adressbuch und auf den Bestellseiten ist eine Abholadresse zusätzlich am Sinnbild erkennbar.

5. DIE POSTNUMMER UND IHR VERSANDPROGRAMM

5.1 WARUM DIE POSTNUMMER EIN ZIELFELD BRAUCHT

Die Postnummer wird beim Kunden in einem eigenen Feld erfasst – so weit, so gut. Gambio kennt dieses Feld aber nicht: Wenn Ihr Versandprogramm die Lieferadresse einer Bestellung ausliest, sieht es nur die Felder, die der Shop von Haus aus mitbringt. Die Postnummer wäre dort nicht dabei, und die Sendung ginge ohne sie raus.

Deshalb schreibt das Modul die Postnummer zusätzlich in eines der vorhandenen Adressfelder. Von dort liest jedes Versandprogramm sie mit, ohne dass es das Modul kennen muss.



Seit dieser Version wird die Postnummer außerdem getrennt in der Bestellung selbst hinterlegt. Wenn Ihr Versandprogramm oder Ihre Schnittstelle direkt auf die Bestelldaten zugreifen kann, ist das der saubere Weg – dann können Sie das Zielfeld sogar auf „in kein weiteres Feld schreiben“ stellen und die Adressdaten bleiben völlig unberührt. Fragen Sie im Zweifel Ihren Dienstleister, ob er die Felder delivery_address_postcustomno und delivery_address_type_id auslesen kann.

5.2 WELCHES ZIELFELD PASST ZU IHNEN

Nachname. Die Postnummer wird an den Nachnamen gehängt, also etwa Mustermann/12345678. So hat das Modul es seit jeher gemacht, und deshalb ist es die Voreinstellung – in einem bestehenden Shop ändert sich damit nichts. Der Nachteil: Der Nachname ist danach kein reiner Nachname mehr. Das fällt spätestens dann auf, wenn Sie einen Serienbrief schreiben oder ein Versandprogramm den Namen auf eine feste Feldlänge kürzt.

Stadtteil. Die Postnummer steht dort für sich allein, der Nachname bleibt sauber. Dieses Feld nutzen viele Versandprogramme als Adresszusatzzeile – es ist deshalb bei DHL-Exporten oft die richtige Wahl. Beachten Sie: Das Feld „Stadtteil“ muss in Ihren Shopeinstellungen eingeschaltet sein, damit Ihre Kunden die Nummer im Adressformular sehen und prüfen können. Gespeichert und exportiert wird sie auch ohne das – sie bleibt dann nur unsichtbar.

Adresszusatzfeld. Das Feld, das der Shop für Etagenangaben und Ähnliches vorsieht. Die Alternative, wenn Ihr Versandprogramm dieses Feld ausliest. Auch hier gilt: eingeschaltet sein sollte es, damit Ihre Kunden die Nummer sehen.

In kein weiteres Feld schreiben. Sinnvoll, wenn Ihr Versandprogramm die Postnummer direkt aus der Bestellung lesen kann (siehe Abschnitt 5.1). Die Adressdaten bleiben dann völlig unangetastet. Prüfen Sie das vorher an einer Testbestellung ab – wenn es nicht funktioniert, gehen Postnummern verloren.

Welches Feld ist das richtige? Das hängt davon ab, wie Ihr Versandprogramm die Adresse ausliest – eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Machen Sie eine Testbestellung an eine Packstation und schauen Sie nach, wo die Nummer ankommt. Die Auswertungsseite weist Sie darauf hin, wenn das gewählte Feld in Ihrem Shop nicht eingeschaltet ist.

5.3 DIE UMSTELLUNG BESTEHENDER ADRESSEN

Wenn Sie das Zielfeld ändern, gilt die neue Einstellung zunächst nur für Adressen, die danach gespeichert werden. Die bereits vorhandenen Adressen tragen die Postnummer weiterhin an der alten Stelle.

Dafür gibt es im Setup die Schaltfläche „Postnummern umschreiben“. Sie geht alle vorhandenen Packstations- und Postfilialadressen durch, entfernt die Nummer an der alten Stelle und schreibt sie an die neue. Dabei wird zugleich aufgeräumt, falls bei einem Kunden noch eine Packstation als Standardadresse hinterlegt ist.

Führen Sie diesen Vorgang nach jeder Änderung des Zielfeldes genau einmal aus. Er ist wiederholbar – die Postnummer wird immer aus dem eigenen Feld gelesen, nie aus dem Zielfeld – und kann deshalb nicht doppelt anhängen. Am Ende meldet er Ihnen, wie viele Adressen geprüft und wie viele geändert wurden.

Wie bei jedem Vorgang, der Kundendaten anfasst: Legen Sie vorher eine Datensicherung an. Das dauert zwei Minuten und ist die billigste Versicherung, die Sie bekommen können.

6. DIE STANDORTSUCHE EINRICHTEN

Die Standortsuche nimmt Ihrem Kunden das Abtippen der Stationsnummer ab. Er gibt seine Postleitzahl ein, sieht die Packstationen und Postfilialen in seiner Nähe und übernimmt die gewünschte mit einem Klick – Stationsnummer, Postleitzahl und Ort werden dabei gleich mitgesetzt.

Gesucht wird nach Postleitzahl, wahlweise zusätzlich nach Ort und Straße. Die Angabe einer Straße lohnt sich: Die Suche misst dann ab dieser Anschrift statt ab der Ortsmitte, und der gewünschte Abholort steht meist an erster Stelle.

Damit Ihr Kunde nicht seine eigene Postleitzahl abtippen muss, sind die drei Felder beim Öffnen bereits mit seiner Standardadresse vorbelegt – ein Abholort liegt schließlich fast immer in der Nähe der Wohnanschrift. Jedes Feld lässt sich überschreiben. Bestellt jemand ohne Kundenkonto, bleiben die Felder leer.

Die Suche fragt bei DHL nach, und dafür braucht es einen Zugangsschlüssel. Sie haben zwei Möglichkeiten.

Den Schlüssel Ihrer Shopsoftware mitbenutzen. Ihre Shopsoftware bringt für ihre eigene Standortsuche bereits einen Schlüssel mit. Stellen Sie „Herkunft des Zugangsschlüssels“ auf „Schlüssel des Shops mitbenutzen“, und die Suche läuft sofort – ohne Anmeldung bei DHL. Behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass Sie damit von Ihrer Shopsoftware abhängen: Liefert eine künftige Version den Schlüssel nicht mehr mit, bleibt die Suche aus. Probieren Sie sie nach einem Shopupdate deshalb einmal aus. Die Auswertungsseite weist Sie auf diese Abhängigkeit hin.

Einen eigenen Schlüssel verwenden – die unabhängige Lösung und deshalb die Voreinstellung. DHL vergibt ihn kostenfrei:

  • Rufen Sie developer.dhl.com auf und legen Sie dort ein Konto an.
  • Wählen Sie das Produkt „Location Finder“ und legen Sie eine Anwendung dafür an.
  • Den angezeigten Schlüssel tragen Sie im Setup unter „Zugangsschlüssel DHL-Standortsuche“ ein. Ein hier eingetragener Schlüssel wird immer bevorzugt – auch wenn die Herkunft auf „Schlüssel des Shops“ steht.
  • Stellen Sie „Standortsuche anbieten“ auf „Eingeschaltet“.

Der Schlüssel bleibt auf Ihrem Server und wird nie an den Browser Ihres Kunden weitergegeben – die Anfrage stellt Ihr Shop, nicht der Besucher.

Ist die Suche einmal nicht erreichbar, bekommt Ihr Kunde einen kurzen Hinweis und kann den Abholort wie bisher von Hand eintragen. Der Bestellvorgang bricht also nie an der Suche ab.

7. DIE AUSWERTUNG

In der einzelnen Bestellung sehen Sie den Abholort direkt bei der Lieferanschrift: Unter der Adresse stehen der Abholort (Packstation oder Postfiliale) und die Postnummer des Kunden. So erkennen Sie beim Bearbeiten einer Bestellung auf einen Blick, worum es sich handelt, ohne die Adresse deuten zu müssen. Diese Anzeige lässt sich im Setup abschalten („Abholort in der Bestellung anzeigen“). Bei Bestellungen aus der Zeit vor dieser Modulversion erscheint sie nicht, weil der Abholort dort noch nicht mitgespeichert wurde.

Unter „Xycons-Module“ → „Station & Filiale Auswertung“ sehen Sie, welche Rolle Abholorte in Ihrem Shop tatsächlich spielen. Angezeigt werden die Zahl der Bestellungen an Packstationen und Postfilialen, ihr Anteil an allen Bestellungen, der zugehörige Warenwert, der Verlauf nach Monaten und die häufigsten Orte. Sie können zwischen 12 Monaten, 24 Monaten und dem Gesamtzeitraum umschalten.

Das ist mehr als eine nette Zahl: Wenn ein spürbarer Teil Ihrer Bestellungen an Abholorte geht, ist das ein Argument dafür, diesen Weg im Shop deutlich sichtbar zu machen – und ein Hinweis darauf, wie viele Bestellungen Sie ohne diese Möglichkeit gar nicht bekämen.

Ein Hinweis zur Datengrundlage: Gezählt werden Bestellungen, die seit der Umstellung auf die getrennte Erfassung eingegangen sind. Ältere Bestellungen erscheinen in der Auswertung als gewöhnliche Postanschrift, weil der Adresstyp bei ihnen nicht mitgespeichert wurde. Die Auswertung wird also mit jedem Monat aussagekräftiger.

Oberhalb der Zahlen erscheinen bei Bedarf Hinweise zur Einrichtung – etwa wenn keine Versandart hinterlegt ist, wenn das gewählte Zielfeld im Shop gar nicht eingeschaltet ist oder wenn die Standortsuche ohne Zugangsschlüssel läuft. Diese Hinweise sind der schnellste Weg, eine unvollständige Einrichtung zu bemerken, bevor Ihre Kunden darüber stolpern.

8. EMPFEHLUNGEN FÜR DEN PRAXISEINSATZ

  • Machen Sie eine Testbestellung, bevor Sie scharf schalten. Legen Sie eine Packstationsadresse an, bestellen Sie damit und schauen Sie sich an, was in Ihrem Versandprogramm ankommt. Erst dann wissen Sie sicher, ob das gewählte Zielfeld passt.
  • Tragen Sie Ihre DHL-Versandarten ein. Eine leere Liste bedeutet: keine Prüfung. Das ist der häufigste Einrichtungsfehler bei diesem Modul.
  • Lassen Sie die beiden Schutzregeln eingeschaltet. Sie kosten nichts und ersparen Ihnen Rechnungen an Schließfächer.
  • Richten Sie die Standortsuche ein. Der Zugangsschlüssel ist kostenfrei, die Einrichtung dauert zehn Minuten, und sie beseitigt die häufigste Fehlerquelle im Bestellvorgang.
  • Weisen Sie auf die Möglichkeit hin. Viele Kunden wissen nicht, dass Ihr Shop an Packstationen liefert. Ein Satz auf der Versandseite genügt.
  • Schauen Sie nach ein paar Wochen in die Auswertung. Sie zeigt Ihnen, ob sich der Aufwand gelohnt hat.

9. HÄUFIGE STOLPERSTEINE

„Die Postnummer steht im falschen Feld beim Versender.“ Stellen Sie das Zielfeld um (Abschnitt 3.4) und führen Sie danach „Postnummern umschreiben“ aus (Abschnitt 5.3). Das ist genau der Fall, für den es diese Einstellung gibt.

„Nach dem Umstellen auf Adresszusatz fehlt die Postnummer.“ Das Feld „Adresszusatz“ ist in Ihren Shopeinstellungen nicht eingeschaltet. Aktivieren Sie es in den Kundenkonto-Einstellungen und führen Sie das Umschreiben erneut aus.

„Kunden bestellen mit einer Versandart, die nicht an Packstationen liefert.“ Es ist keine gültige Versandart hinterlegt (Abschnitt 3.8). Solange die Liste leer ist, wird nichts geprüft.

„Die Standortsuche erscheint nicht.“ Entweder fehlt der Zugangsschlüssel, oder der Schalter steht auf „Ausgeschaltet“. Die Auswertungsseite sagt Ihnen, welches von beidem es ist.

„Ein Kunde bekommt seine Rechnung an die Packstation.“ Bei ihm ist eine Packstation als Standardadresse hinterlegt – ein Altbestand aus der Zeit vor der Schutzregel. Der Vorgang „Postnummern umschreiben“ räumt solche Fälle mit auf.

„Ein Kunde kann seine Packstationsadresse nicht speichern.“ Prüfen Sie die Meldung am Feld: Meist steht im Straßenfeld keine Stationsnummer (erwartet wird Packstation 123), oder die Postnummer liegt außerhalb der eingestellten Länge (Abschnitt 3.3).

„Die Auswertung zeigt viel weniger Bestellungen, als ich erwartet habe.“ Bestellungen aus der Zeit vor dieser Modulversion tragen keinen Adresstyp und werden deshalb nicht mitgezählt (Kapitel 7).

10. SHOP-UPDATES, TEXTE ANPASSEN UND MODULPFLEGE

10.1 SHOP-UPDATE UND VERSIONSPFLEGE

Bevor Sie ein Service Pack oder ein Master-Update Ihres Shops einspielen oder beauftragen: Prüfen Sie vorher, ob dieses Modul und die Modulumgebung für die neue Shopversion freigegeben sind. Fragen Sie im Zweifel bei uns nach – das kostet eine kurze Mail und erspart Ihnen einen Shop, der nach dem Update in Teilen nicht mehr funktioniert.

Installieren Sie bei einem Shopupdate immer die neueste Modulversion und die neueste Version der Modulumgebung mit. Beide gehören zusammen: Die Module setzen Funktionen der Umgebung voraus, und eine zu alte Umgebung kann ein aktuelles Modul nicht bedienen. Spielen Sie deshalb stets zuerst die Modulumgebung ein und danach die Module.

Führen wir die Aktualisierung Ihres Shops durch, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung immer mit, sofern sie für die Ziel-Shopversion verfügbar sind.

10.2 MODULTEXTE ANPASSEN

Sämtliche Texte, die dieses Modul ausgibt – die Beschriftungen der Adressauswahl, die Bezeichnung der Postnummer, die Fehlermeldungen im Formular, die Texte der Standortsuche – sind Modultexte und lassen sich über die Shopfunktion „Texte ändern“ im Admin an Ihre Formulierungen anpassen. Sie brauchen dafür keine Datei zu bearbeiten.

Das ist besonders bei den Feldbeschriftungen nützlich: Wenn Ihre Kundschaft mit „Postnummer“ nichts anfangen kann, nennen Sie das Feld eben „Ihre DHL-Kundennummer“. Ihre Änderungen bleiben bei einem Modulupdate erhalten.

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Stand: 2026-08-29 19:37:02