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Inhaltsverzeichnis

M0081 Pfandsystem für Gambio

Handbuch

Stand: 2026-08 (Modulversion 2.23) · (c) Xycons GmbH & Co. KG - www.xycons.de

1. WAS DIESES MODUL LEISTET

Getränke, Gebinde und viele Lebensmittelverpackungen werden mit einem Pfand verkauft. Der Pfandbetrag ist kein Teil des Artikelpreises – er wird zusätzlich berechnet, muss im Shop erkennbar sein und am Ende sauber in der Bestellsumme landen.

Genau das übernimmt das Modul. Sie hinterlegen je Artikel, welches Pfand darauf entfällt. Der Shop weist den Betrag anschließend automatisch aus: an der Artikelanzeige, im Warenkorb, im Bestellvorgang und – wenn Sie möchten – auch in der Bestellbestätigung und auf der Rechnung. Im Warenkorb entsteht eine eigene Summenzeile, die alle Pfandbeträge der Bestellung zusammenfasst und der Bestellsumme zuschlägt.

Ihre Kunden sehen dadurch von Anfang an, was sie tatsächlich bezahlen, und Sie müssen kein Pfand mehr über künstliche Zusatzartikel oder Versandkosten abbilden.

2. EINSCHALTEN UND EINRICHTEN

2.1 Wo Sie das Setup finden

Die Einstellungen des Moduls finden Sie im Adminbereich Ihres Shops unter

Xycons-Module  →  Kundenkonto / Setups  →  Reiter „Pfandsystem"

Schalten Sie das Modul dort über den Modulstatus ein. Solange es ausgeschaltet ist, verhält sich Ihr Shop exakt so wie ohne das Modul: Es werden keine Pfandbeträge angezeigt und keine berechnet. Sie sehen in diesem Fall im Setup einen deutlichen roten Hinweis.

2.2 Die Summierungszeile „Pfand"

Damit die Pfandbeträge in der Bestellsumme erscheinen können, braucht der Shop eine eigene Summenzeile. Diese wird beim Einschalten des Moduls automatisch angelegt und aktiviert. Sie finden sie im Adminbereich unter

Module  →  Zusammenfassungen

Dort ist der Eintrag Pfand aufgeführt und auf „Aktiv" gesetzt. Über die dort hinterlegte Sortierreihenfolge bestimmen Sie, an welcher Stelle die Pfandsumme zwischen Warenwert, Versandkosten und Gesamtsumme steht.

Sollte die Zeile in Ihrer Summierung einmal fehlen, schalten Sie das Modul im Setup kurz aus und wieder ein. Der Eintrag wird dann neu angelegt.

2.3 Alle Einstellungen im Überblick

Einstellung Bedeutung
Modulstatus Schaltet das Modul insgesamt ein oder aus.
Steuern Legt fest, ob auf den Pfandbetrag Steuer berechnet wird oder ob er als durchlaufender Posten behandelt wird. Ausführlich in Kapitel 7.
Leergut-Rücknahme Erlaubt am Artikel auch negative Pfandbeträge, um Leergut-Rückgaben abzubilden. Ausführlich in Kapitel 4.
Rückgabemenge Begrenzt, wie viel ein Kunde je Artikel zurückgeben darf: frei, höchstens die Warenkorbmenge oder höchstens die jemals erhaltene Menge. Ausführlich in Kapitel 4.4.
Status „geliefert" (1–5) Legt fest, welche Bestellstatus als ausgeliefert gelten. Nur diese Bestellungen begründen ein Rückgaberecht. Wirkt nur bei der Rückgabemenge „jemals erhaltene Menge".
Einweg/Mehrweg Weist am Artikel eine Einweg- oder Mehrwegkennzeichnung aus. Ausführlich in Kapitel 5.
Detail-Infos Bei „Ja, anzeigen" wird jede Pfandart einzeln ausgewiesen, etwa „zzgl. 3,00 EUR Flaschenpfand" und „zzgl. 2,50 EUR Kistenpfand". Bei „Nein" erscheint stattdessen nur ein zusammengefasster Gesamtbetrag.
pro Einheit Ergänzt die Pfandangabe um den Bezug, auf den sie sich bezieht – zum Beispiel „/ Kasten" oder „/ Palette". Verwendet wird dabei die am Artikel hinterlegte Mengeneinheit.
WK-Anzeige Steuert, ob die Pfandinformation zusätzlich in der Artikelzeile des Warenkorbs und in der Bestellübersicht wiederholt wird. Die Summenzeile erscheint unabhängig davon immer.
Bestellbestätigung Ergänzt die Bestellbestätigung um eine Pfandaufstellung. Dafür ist ein Platzhalter in der Mailvorlage nötig, siehe Kapitel 8.
RG-Hinweis Druckt eine gesonderte Pfandaufstellung in den Hinweisbereich Ihrer Rechnungen, siehe Kapitel 9.

3. PFANDBETRÄGE AM ARTIKEL HINTERLEGEN

Ist das Modul eingeschaltet, finden Sie in den Artikelstammdaten einen zusätzlichen Bereich Pfandsystem. Dort tragen Sie die Beträge ein, die auf diesen Artikel entfallen. Artikel ohne Eintrag bleiben vollkommen unberührt – bei ihnen erscheint keinerlei Pfandhinweis.

3.1 Die vier Pfandarten

Feld Gedacht für
Dosenpfand Einwegdosen und vergleichbare Gebinde
Flaschenpfand Mehrweg- und Einwegflaschen
Kisten-/Kastenpfand Kästen, Kisten und Transportbehälter
Pfand Ein allgemeiner Pfandbetrag für alles, was in keine der drei Kategorien passt

Sie können mehrere Felder gleichzeitig füllen. Bei einem Kasten Mineralwasser tragen Sie beispielsweise das Flaschenpfand aller enthaltenen Flaschen und zusätzlich das Kastenpfand ein. Im Shop erscheinen dann beide Angaben getrennt, in der Bestellsumme werden sie gemeinsam berechnet.

3.2 Die wichtigste Regel: Betrag je Verkaufseinheit

Hinterlegen Sie immer den Pfandbetrag für eine komplette Verkaufseinheit des Artikels – nicht den Betrag je Flasche oder je Dose.

Ein Beispiel: Sie verkaufen einen Kasten mit 12 Flaschen. Das Flaschenpfand beträgt 0,25 EUR je Flasche, das Kastenpfand 1,50 EUR. Dann tragen Sie ein:

Flaschenpfand:        3,00     (12 × 0,25)
Kisten-/Kastenpfand:  1,50

Bestellt ein Kunde zwei Kästen, rechnet der Shop automatisch mit der bestellten Menge weiter. Verkaufen Sie denselben Inhalt zusätzlich als Einzelflasche, legen Sie dafür einen eigenen Artikel mit 0,25 EUR Flaschenpfand an.

Tragen Sie die Beträge mit Komma oder Punkt ein – beides wird erkannt. Ein leeres Feld bedeutet „kein Pfand dieser Art".

4. LEERGUT-RÜCKNAHME

Wer Pfand berechnet, nimmt es in aller Regel auch wieder zurück. Damit Sie das nicht über Gutscheine oder nachträgliche Rechnungskorrekturen abbilden müssen, kann Ihr Kunde die Rückgabe direkt im Warenkorb angeben. Das zurückgegebene Pfand wird ihm mit derselben Bestellung gutgeschrieben.

Wichtig für Ihre Pflege: Es gibt keinen eigenen Rückgabesatz. Zurückgegeben wird immer genau der Pfandbetrag, den Sie ohnehin am Artikel hinterlegt haben. Sie geben einen Artikel lediglich für die Rückgabe frei – doppelt pflegen müssen Sie nichts, und Kauf- und Rückgabebetrag können gar nicht auseinanderlaufen.

4.1 Die Funktion einschalten

Die Rücknahme ist im Auslieferungszustand ausgeschaltet. Sie aktivieren sie im Setup über die Option Leergut-Rücknahme. Damit die Gutschriften in der Bestellsumme erscheinen können, wird beim Einschalten automatisch eine zweite Summenzeile angelegt: Leergut-Rückgabe. Sie finden sie – wie die Pfandzeile – unter Module → Zusammenfassungen und können ihre Position dort frei bestimmen.

Schalten Sie die Option später wieder aus, verschwindet der Rückgabebereich aus dem Warenkorb und es werden keine Gutschriften mehr berechnet. Ihre Freigaben an den Artikeln bleiben gespeichert und wirken nach dem Wiedereinschalten unverändert weiter.

4.2 Artikel für die Rückgabe freigeben

Ist die Funktion eingeschaltet, finden Sie in den Artikelstammdaten im Bereich Pfandsystem zusätzlich das Kennzeichen Leergut-Rückgabe möglich. Haken Sie es bei allen Artikeln an, die Ihre Kunden zurückgeben können – typischerweise Kästen, Mehrwegflaschen und Transportbehälter.

Mehr ist nicht zu tun. Der Rückgabewert ergibt sich automatisch aus den Pfandbeträgen, die Sie oben am selben Artikel hinterlegt haben.

Auch dieses Kennzeichen lässt sich per CSV pflegen – über die zusätzliche Spalte p_deposit_returnable (1 = rückgabefähig, 0 = nicht rückgabefähig). Siehe Kapitel 10.

4.3 So sieht es für Ihren Kunden aus

Auf der Warenkorbseite erscheint unterhalb der Artikel ein Bereich Leergut zurückgeben. Darin stehen alle von Ihnen freigegebenen Artikel mit ihrem Pfandbetrag und je ein Mengenfeld:

Leergut zurückgeben

Wasserkasten 12 × 0,7 l      zzgl. 9,00 EUR     Menge [ 2 ]
Bierkasten 20 × 0,5 l        zzgl. 8,50 EUR     Menge [   ]
Mehrwegflasche 1,0 l         zzgl. 0,50 EUR     Menge [ 6 ]

                                    [ Rückgabe übernehmen ]

Ihr Kunde trägt die Anzahl ein und bestätigt. In der Bestellsumme erscheint daraufhin eine eigene Zeile:

Warenwert                                    41,94 EUR
Dosenpfand, Flaschenpfand, Kisten-/Kastenpfand:   27,00 EUR
Leergut-Rückgabe:                           -21,00 EUR
zzgl. Versandkosten                           5,90 EUR
Summe                                        53,84 EUR

Pfand und Rückgabe stehen bewusst getrennt und werden nicht miteinander verrechnet. So bleibt für Sie und Ihren Kunden jederzeit erkennbar, was berechnet und was gutgeschrieben wurde.

4.4 Wie viel darf zurückgegeben werden?

Im Setup legen Sie über die Option Rückgabemenge fest, wie großzügig die Rücknahme sein soll. Zurückgegebene Mengen werden dabei in jedem Fall protokolliert – auch bei freier Rückgabe. Sie können die Beschränkung also jederzeit später einschalten und haben dann bereits eine belastbare Historie.

Einstellung Wirkung
Frei, ohne Begrenzung Der Kunde gibt an, was er zurückbringt. Voreinstellung – passend, wenn Sie das Leergut ohnehin bei der Übergabe zählen.
Höchstens die Menge im aktuellen Warenkorb Es kann nur so viel zurückgegeben werden, wie gerade bestellt wird. Wer zwei Kästen kauft, gibt höchstens zwei zurück. Artikel, die nicht im Warenkorb liegen, erscheinen gar nicht erst im Rückgabebereich.
Höchstens die jemals erhaltene Menge Maßgeblich ist, was der Kunde bei Ihnen bereits bestellt hat – abzüglich dessen, was er schon zurückgegeben hat. Wer über die Zeit zehn Kästen gekauft und vier zurückgegeben hat, kann noch sechs zurückgeben.

Bei beiden Beschränkungen zeigt der Rückgabebereich die zulässige Höchstmenge direkt an der Zeile an („max. 3"). Die Grenze wird zusätzlich beim Absenden geprüft – eine höhere Angabe wird automatisch auf das Zulässige gekürzt.

Für nicht angemeldete Kunden lässt sich keine Historie ermitteln. Für sie gilt bei der Einstellung „jemals erhaltene Menge" automatisch die Warenkorbmenge, weil nur die überprüfbar ist.

Bei der Einstellung „jemals erhaltene Menge" entscheiden Sie zusätzlich, welche Bestellungen überhaupt zählen. Dafür stehen im Setup fünf Auswahlfelder Status „geliefert" bereit. Tragen Sie dort die Bestellstatus ein, die in Ihrem Shop bedeuten, dass die Ware beim Kunden angekommen ist – bei den meisten Shops ist das „Versendet", oft zusätzlich ein eigener Status wie „Abgeholt" oder „Zugestellt".

Nur Bestellungen in diesen Status begründen ein Rückgaberecht. Eine stornierte oder noch offene Bestellung bleibt damit außen vor. Die Felder 2 bis 5 sind optional; lassen Sie sie auf „./." stehen, wenn Sie nur einen Status brauchen.

Lassen Sie alle fünf Felder leer, zählt jede Bestellung des Kunden – unabhängig vom Status. Das ist die großzügigste Variante und kann sinnvoll sein, wenn Sie ohnehin bei der Übergabe zählen.

4.5 Was in der Bestellung ankommt

Die Rückgabe erreicht Sie an drei Stellen:

  • Als eigene Summenzeile Leergut-Rückgabe in der Bestellung – und damit automatisch auch in der Bestellbestätigung, auf der Rechnung und auf allen weiteren Belegen.
  • Als Klartextauflistung in der Bestellanmerkung, also genau dort, wo Sie beim Kommissionieren ohnehin hinsehen: „Leergut-Rückgabe: 2 x Wasserkasten 12 × 0,7 l; 6 x Mehrwegflasche 1,0 l".
  • Als Betrag in der Steuerausweisung, sofern Sie mit Steuer auf das Pfand arbeiten – Belastung und Gutschrift heben sich dort sauber gegeneinander auf.

Die Angaben Ihres Kunden haben dieselbe Lebensdauer wie sein Warenkorb: Nach dem Bestellabschluss werden sie geleert, eine versehentliche zweite Gutschrift in der Folgebestellung ist damit ausgeschlossen.

4.6 Der Sonderweg: eigener Rückgabeartikel

Neben dem Warenkorbbereich gibt es einen zweiten Weg, den Sie nur brauchen, wenn Sie eine Rückgabe abbilden möchten, die von den hinterlegten Pfandsätzen abweicht – etwa eine pauschale Palettenrückgabe.

Legen Sie dafür einen eigenen Artikel an, geben Sie ihm den Preis 0,00 EUR und hinterlegen Sie im Bereich Pfandsystem den Rückgabebetrag mit einem Minuszeichen davor, zum Beispiel -1,50 beim Kisten-/Kastenpfand. Der Artikel verhält sich dann wie jeder andere: Ihr Kunde legt ihn in den Warenkorb, und der Betrag wird gutgeschrieben.

Für den Normalfall brauchen Sie diesen Weg nicht – er bedeutet doppelte Artikelpflege. Nutzen Sie ihn nur für Sonderfälle.

4.7 Was Sie beachten sollten

Übersteigen die Rückgaben die berechneten Pfandbeträge, mindert die Gutschrift die Gesamtsumme der Bestellung. Bei einer reinen Rückgabe ohne Warenbestellung kann so rechnerisch eine Summe von null oder darunter entstehen, mit der Ihre Zahlungsarten nicht umgehen können.

In der Praxis bewährt sich ein hinterlegter Mindestbestellwert, der eine reine Rückgabebestellung von vornherein ausschließt. Sie finden diese Einstellung im Adminbereich bei den Kundengruppen.

Denken Sie außerdem daran, die Rücknahme mit Ihrem Versandprozess abzustimmen: Der Kunde kündigt die Rückgabe nur an – das Leergut wechselt erst bei der Übergabe der Lieferung tatsächlich den Besitzer. Den entsprechenden Hinweistext im Rückgabebereich können Sie über die Modultexte an Ihre Abläufe anpassen (siehe Kapitel 11).

Ob auf den gutgeschriebenen Betrag Steuer entfällt, richtet sich nach derselben Einstellung wie bei den Pfandbelastungen – siehe Kapitel 7.

5. EINWEG- UND MEHRWEGKENNZEICHNUNG

In Deutschland müssen Getränkeverpackungen im Handel als Einweg oder Mehrweg gekennzeichnet sein – auch im Fernabsatz, also direkt am Angebot. Das Modul bringt diese Kennzeichnung mit, hält sie aber bewusst getrennt vom Pfand: Sie schalten sie nur ein, wenn sie für Ihren Shop gilt.

Betreiben Sie Ihren Shop außerhalb des Geltungsbereichs, lassen Sie die Funktion einfach ausgeschaltet – dann erscheint nirgends ein Hinweis. Das ist die Voreinstellung.

5.1 Einschalten und am Artikel hinterlegen

Sie aktivieren die Kennzeichnung im Setup über die Option Einweg/Mehrweg. Danach finden Sie in den Artikelstammdaten im Bereich Pfandsystem ein zusätzliches Auswahlfeld Verpackungsart mit drei Möglichkeiten:

Auswahl Wirkung
keine Angabe Es erscheint kein Hinweis. Richtig für alles, was keine Getränkeverpackung ist.
Einweg Am Artikel erscheint der Hinweis EINWEG.
Mehrweg Am Artikel erscheint der Hinweis MEHRWEG.

Die Kennzeichnung wird unabhängig vom Pfandbetrag ausgewiesen. Sie können sie also auch bei einer pfandfreien Getränkeverpackung setzen – und umgekehrt einen Pfandartikel ohne Kennzeichnung lassen.

5.2 Wie und wo der Hinweis erscheint

Der Hinweis steht in einer eigenen, fett hervorgehobenen Zeile – überall dort, wo auch die Pfandinformation erscheint: in der Kategorieliste, auf der Artikeldetailseite, im Warenkorb und im Bestellvorgang. Damit steht er unmittelbar beim Angebot und nicht irgendwo in der Artikelbeschreibung.

zzgl. 0,25 EUR Dosenpfand / Dose
EINWEG
Die Wörter selbst sind Modultexte. Möchten Sie statt „EINWEG" lieber „Einwegverpackung" schreiben oder den Hinweis für einen fremdsprachigen Shop anpassen, ändern Sie ihn über die Shopfunktion „Texte ändern" – siehe Kapitel 11.
Ob und in welcher Form die Kennzeichnung für Ihr Sortiment vorgeschrieben ist, hängt von Ihren Produkten und Ihrem Absatzgebiet ab. Das Modul stellt die Anzeige bereit; die inhaltlich richtige Einstufung Ihrer Artikel und die Prüfung, was für Sie gilt, bleibt bei Ihnen.

5.3 Massenpflege

Auch die Verpackungsart lässt sich per CSV pflegen – über die Spalte p_deposit_packaging mit den Werten single (Einweg), multi (Mehrweg) oder leer. Siehe Kapitel 10.

6. WO DER PFANDBETRAG IM SHOP ERSCHEINT

Sobald an einem Artikel ein Pfand hinterlegt ist, weist der Shop es an allen Stellen aus, an denen Ihr Kunde den Preis sieht:

  • In der Kategorie- und Suchliste unterhalb der Preisangabe, damit der Kunde schon beim Stöbern die Zusatzkosten kennt.
  • Auf der Artikeldetailseite direkt im Preisblock, zusammen mit den übrigen Preisangaben.
  • Im Warenkorb als eigene Summenzeile mit dem Gesamtpfand der Bestellung. Ist die WK-Anzeige eingeschaltet, zusätzlich in jeder Artikelzeile.
  • Im Bestellvorgang bis zur letzten Bestätigungsseite, inklusive der Detailansicht einzelner Artikel.
  • Auf der Druckansicht der Bestellung als abschließende Pfandaufstellung.

Der Aufbau der Anzeige folgt immer demselben Muster: das Wort „zzgl.", der Betrag, die Pfandart und – falls eingeschaltet – der Bezug zur Einheit. Zum Beispiel:

zzgl. 3,00 EUR Flaschenpfand / Kasten
zzgl. 1,50 EUR Kisten-/Kastenpfand / Kasten

Haben Sie die Detail-Infos ausgeschaltet, steht dort stattdessen eine einzelne Zeile mit dem Gesamtbetrag.

7. STEUERN, NETTO- UND BRUTTOPREISE

Wie ein Pfandbetrag steuerlich zu behandeln ist, hängt von Ihrem Geschäftsmodell und Ihrer steuerlichen Beratung ab. Das Modul bietet Ihnen deshalb beide gängigen Wege an; Sie wählen ihn im Setup unter Steuern.

7.1 Die durchlaufende Regelung

Mit der Einstellung „Steuer ignorieren (durchlaufende Regelung)" wird auf den Pfandbetrag keine Steuer berechnet. Der Betrag, den Sie am Artikel hinterlegen, ist genau der Betrag, der berechnet und angezeigt wird. Dies ist die Voreinstellung.

7.2 Pfand mit dem Steuersatz des Artikels

Mit der Einstellung „Steuer gleich dem Produktsteuersatz benutzen" unterliegt der Pfandbetrag demselben Steuersatz wie der Artikel selbst. Der von Ihnen hinterlegte Betrag gilt dabei als Nettobetrag; die Steuer kommt hinzu und erscheint in der Steuerausweisung der Bestellung.

Hinterlegen Sie also 3,00 EUR und arbeiten mit 19 % Steuer, dann werden im Bruttoshop 3,57 EUR ausgewiesen und berechnet.

7.3 B2B-Shops und Nettokundengruppen

Ob ein Pfandbetrag brutto oder netto angezeigt wird, entscheidet dieselbe Regel, die auch für Ihre Artikelpreise gilt: die Einstellung der Kundengruppe.

  • Kundengruppen, die Preise inklusive Steuer sehen (typisch für Endkundenshops), sehen auch den Pfandbetrag inklusive Steuer.
  • Kundengruppen, die Preise ohne Steuer sehen (typisch für Händler- und B2B-Shops), sehen auch den Pfandbetrag netto – ergänzt um den Hinweis „(zzgl. MwSt.)". Die Steuer wird wie gewohnt gesammelt in der Summierung ausgewiesen.

Die Anzeige am Artikel und die Berechnung im Warenkorb sagen damit immer dasselbe. Ein Nettoshop zeigt bei 3,00 EUR hinterlegtem Pfand also auch 3,00 EUR am Artikel und rechnet die Steuer erst in der Summierung dazu.

Sie müssen dafür nichts einstellen. Maßgeblich ist die Einstellung „Preise inkl. Steuer anzeigen" Ihrer jeweiligen Kundengruppe im Adminbereich unter Kunden → Kundengruppen.

8. PFANDINFORMATION IN DER BESTELLBESTÄTIGUNG

Auf Wunsch erhält Ihr Kunde die Pfandaufstellung auch in der Bestellbestätigung. Schalten Sie dazu im Setup die Option Bestellbestätigung ein und ergänzen Sie anschließend Ihre Mailvorlage um den Platzhalter für den Pfandblock. Ohne diesen Platzhalter weiß die Vorlage nicht, an welcher Stelle die Information stehen soll.

Sie bearbeiten die Vorlage im Adminbereich unter Inhalte → E-Mail-Vorlagen, dort die Vorlage der Bestellbestätigung. Fügen Sie an der gewünschten Stelle im Quelltext ein:

HTML-Vorlage:

{if $DEPOSIT_INFO != ''}
        <p style="display: block;">
                <span style="font-size:12px; font-family: verdana,geneva,sans-serif;">{$DEPOSIT_INFO}</span>
        </p>
{/if}

TEXT-Vorlage:

{if $DEPOSIT_INFO != ''}
        {$DEPOSIT_INFO}
{/if}

Speichern Sie anschließend und leeren Sie den Cache für E-Mail-Vorlagen und danach den Seiten-Cache.

Enthält eine Bestellung keinen Pfandartikel, bleibt der Platzhalter leer – in der Mail steht dann auch keine leere Überschrift.

9. PFANDINFORMATION AUF DER RECHNUNG

Mit der Option RG-Hinweis drucken Sie eine gesonderte Pfandaufstellung in den Hinweisbereich Ihrer Rechnungs-PDFs. Aufgeführt werden dort alle Artikel der Bestellung, auf die ein Pfand entfällt, jeweils mit Artikelnummer und den zugehörigen Beträgen.

Diese Aufstellung ist bewusst vom Positionsteil der Rechnung getrennt: Die Pfandsumme selbst steht als eigene Summenzeile bei den Summen, der Hinweisblock erläutert lediglich, wie sie zustande kommt.

Der Hinweisbereich muss in Ihren PDF-Einstellungen aktiv sein, damit der Block gedruckt wird. Sie finden diese Einstellung im Adminbereich bei den Einstellungen zu den Bestell-PDFs.

10. PFANDBETRÄGE PER CSV PFLEGEN

Wenn Sie viele Artikel zu pflegen haben, lohnt sich der Weg über den Artikel-Import und -Export. Das Modul erweitert die CSV-Funktion um vier zusätzliche Spalten.

Legen Sie dazu im Adminbereich unter Artikel-Im-/Export in Ihrem Exportprofil vier neue Spalten an:

Spaltenname Spalteninhalt Bedeutung
p_deposit_can {p_deposit_can} Dosenpfand
p_deposit_bottle {p_deposit_bottle} Flaschenpfand
p_deposit_carton {p_deposit_carton} Kisten-/Kastenpfand
p_deposit_deposit {p_deposit_deposit} Allgemeines Pfand
p_deposit_returnable {p_deposit_returnable} Leergut-Rückgabe möglich (1 = ja, 0 = nein)
p_deposit_packaging {p_deposit_packaging} Verpackungsart: single (Einweg), multi (Mehrweg) oder leer

Speichern Sie das Profil. Beim Export enthält Ihre CSV-Datei nun die hinterlegten Pfandbeträge. Sie können sie dort bequem in der Tabellenkalkulation bearbeiten und die Datei anschließend über den gewohnten Weg wieder importieren.

Eine leer gelassene Zelle lässt den bisherigen Wert unverändert. Um ein Pfand zu entfernen, tragen Sie ausdrücklich eine 0 ein.
Steht in einer Zelle der Text „ModuleOrFunctionNotActive", stammt die Datei aus einem Export, bei dem das Modul ausgeschaltet war. Solche Zellen werden beim Import übersprungen – schalten Sie das Modul ein und exportieren Sie neu.

11. MODULTEXTE ÄNDERN

Sämtliche Texte, die das Modul im Shop und im Adminbereich anzeigt, lassen sich an Ihre Wortwahl anpassen – von der Bezeichnung „Flaschenpfand" über das einleitende „zzgl." bis zum Text der Pfandaufstellung in der Bestellbestätigung.

Sie ändern die Texte über die Shopfunktion „Texte ändern" im Adminbereich. Suchen Sie dort nach dem gewünschten Text oder nach dem Bereich des Moduls und passen Sie ihn an. Ihre Änderungen bleiben bei einem Modulupdate erhalten.

Alle Texte liegen in Deutsch und Englisch vor. Betreiben Sie einen mehrsprachigen Shop, pflegen Sie die Texte je Sprache getrennt.

12. SHOPUPDATE UND MODULPFLEGE

Bevor Sie Ihren Shop auf eine neue Version aktualisieren, prüfen Sie bitte, ob das Modul für die neue Shopversion bereits freigegeben ist. Ist es das nicht, verschieben Sie das Shopupdate, bis die Freigabe vorliegt.

Installieren Sie bei einem Shopupdate immer die jeweils neueste Version des Moduls und die neueste Version der Modulumgebung. Beide arbeiten eng zusammen; eine veraltete Modulumgebung ist eine der häufigsten Ursachen für Fehlfunktionen nach einem Shopupdate.

Führen wir das Shopupdate für Sie durch, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung selbstverständlich mit, sofern für die Zielversion Aktualisierungen verfügbar sind.

13. HÄUFIGE FRAGEN UND STOLPERSTEINE

Am Artikel steht kein Pfand, obwohl ich einen Betrag eingetragen habe

Prüfen Sie zuerst, ob das Modul im Setup eingeschaltet ist. Kontrollieren Sie anschließend, ob der Betrag wirklich am richtigen Artikel gespeichert wurde – bei Artikeln mit Varianten gilt der Eintrag immer für den Hauptartikel. Leeren Sie danach den Seiten-Cache Ihres Shops.

Der Pfandbetrag am Artikel weicht von der Bestellsumme ab

Die Anzeige am Artikel bezieht sich immer auf eine Verkaufseinheit, die Summenzeile auf die gesamte bestellte Menge. Zwei Kästen mit je 4,50 EUR Pfand ergeben in der Summe 9,00 EUR – das ist so richtig.

Im B2B-Shop wurde am Artikel ein höherer Betrag angezeigt als berechnet

Das war das Verhalten älterer Modulversionen: Die Artikelanzeige rechnete die Steuer auch dann auf, wenn die Kundengruppe Nettopreise sieht. Ab der aktuellen Version folgt die Anzeige der Kundengruppe, siehe Kapitel 7.3. Aktualisieren Sie das Modul und leeren Sie anschließend den Seiten-Cache.

In der Bestellsumme fehlt die Pfandzeile

Kontrollieren Sie unter Module → Zusammenfassungen, ob der Eintrag „Pfand" vorhanden und aktiv ist. Beachten Sie außerdem: Enthält der Warenkorb keinen einzigen Pfandartikel, wird die Zeile bewusst gar nicht erst angezeigt.

In der Bestellbestätigung fehlt die Pfandaufstellung

In der Mailvorlage fehlt der Platzhalter aus Kapitel 8, oder der Cache für E-Mail-Vorlagen wurde nach der Änderung nicht geleert.

Der Rückgabebereich erscheint nicht im Warenkorb

Dafür gibt es zwei Gründe: Entweder ist die Leergut-Rücknahme im Setup ausgeschaltet, oder es ist noch kein einziger Artikel als rückgabefähig gekennzeichnet. Ist keiner freigegeben, bleibt der Bereich bewusst unsichtbar. Auf den zweiten Fall weist Sie das Setup mit einem gelben Hinweis hin. Nach der Freigabe den Seiten-Cache leeren.

Ich habe einen negativen Betrag eingetragen, er wirkt aber nicht

Die Leergut-Rücknahme ist im Setup ausgeschaltet. Solange das so ist, bleiben negative Beträge gespeichert, aber wirkungslos. Schalten Sie die Option ein und leeren Sie den Seiten-Cache.

Der Kunde hat Leergut angegeben, ich sehe es in der Bestellung nicht

Prüfen Sie unter Module → Zusammenfassungen, ob die Zeile „Leergut-Rückgabe" vorhanden und aktiv ist. Die Klartextauflistung finden Sie zusätzlich in der Bestellanmerkung der Bestellung.

Ich möchte für einen Zeitraum kein Pfand berechnen

Schalten Sie das Modul im Setup aus. Ihre hinterlegten Beträge bleiben dabei vollständig erhalten und stehen nach dem Wiedereinschalten unverändert zur Verfügung.

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Stand: 2026-08-26 16:47:05