M0076 WebGains-Tracking für Gambio
Handbuch
1. Was dieses Modul leistet
Wenn Sie als Händler bei Webgains ein Partnerprogramm betreiben, werben andere Webseiten – Gutscheinportale, Blogs, Preisvergleiche – für Ihren Shop und erhalten dafür eine Provision, sobald aus einem vermittelten Besuch eine Bestellung wird. Damit das funktioniert, muss Ihr Shop zwei Dinge tun: Er muss erkennen, dass ein Besucher über einen Werbepartner gekommen ist, und er muss nach einer Bestellung melden, was gekauft wurde.
Genau das übernimmt unser Modul. Es fügt Ihrem Shop beide Bausteine hinzu, die Webgains dafür vorsieht: einen Baustein auf allen Shopseiten, der den vermittelten Besuch festhält, und einen Baustein auf der Bestellbestätigungsseite, der den Kaufabschluss meldet. Beides geschieht unsichtbar im Hintergrund. Ihre Kunden bemerken davon nichts, am Erscheinungsbild Ihres Shops ändert sich nichts.
Übermittelt werden der Netto-Warenwert der Bestellung, die Bestellnummer, die bestellten Artikel mit Bezeichnung, Artikelnummer und Preis, die Währung und Sprache der Bestellung sowie ein eingelöster Gutscheincode, falls einer verwendet wurde. Aus diesen Angaben errechnet Webgains die Provision Ihres Werbepartners.
2. Was Sie dafür brauchen
Vor der Einrichtung benötigen Sie ein aktives Händlerkonto bei Webgains und daraus zwei Angaben, die Sie in Ihrem Webgains-Konto finden:
- Die Programm-ID. Sie bezeichnet Ihr Partnerprogramm im Webgains-System und ist für Ihren Shop fest.
- Die Event-ID, bei Webgains auch Provisionsart genannt. Sie legt fest, nach welchem Modell eine vermittelte Bestellung vergütet wird. Haben Sie mehrere Provisionsarten angelegt, tragen Sie diejenige ein, die für reguläre Bestellungen in Ihrem Shop gelten soll.
Beide Werte sind reine Zahlen. Ohne sie kann das Modul keine gültige Meldung erzeugen und bleibt stumm – es weist Sie im Setup mit einem deutlichen Hinweis darauf hin, solange eine der beiden Angaben fehlt.
3. Das Setup
3.1 Wo Sie das Setup finden
Das Setup erreichen Sie über das Menü „Xycons-Module“ ► „Kundenkonto / Setups“ und dort über den TAB „WebGains“.
3.2 Die Einstellungen im Einzelnen
Der obere Teil der Seite zeigt Ihnen den Zustand des Moduls: ob es eingeschaltet ist, welche Version installiert ist und welche Lizenz erkannt wurde.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus - WebGains | Der Hauptschalter. Steht er auf „Ausgeschaltet“, unternimmt das Modul nichts – weder auf den Shopseiten noch nach einer Bestellung. (Standard: Ausgeschaltet) |
| Ihre Version | Die installierte Modulversion. Reine Anzeige. |
| Lizenzstufe | Die erkannte Ausbaustufe. Reine Anzeige. |
| Ihre Lizenz: | Welcher Lizenztyp für Ihren Shop erkannt wurde, etwa eine unbegrenzt gültige Voll-Lizenz. Reine Anzeige. |
Der untere Teil enthält die Werte, die Sie selbst hinterlegen.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Event-ID (Provisionsart) | Die Nummer der Provisionsart aus Ihrem Webgains-Konto. Sie finden sie dort unter Programmeinstellungen / Provisionsarten. (Standard: leer) |
| Programm-ID | Die Nummer, unter der Ihr Partnerprogramm bei Webgains geführt wird. (Standard: leer) |
| Consent-Tool | Die Zweck-Nummer (Purpose-ID) aus dem Cookie-Hinweis Ihres Shops, an die die Übermittlung gebunden werden soll. Bleibt das Feld leer, läuft die Übermittlung immer. Mehr dazu im nächsten Kapitel. (Standard: leer) |
| Debug-Modus | Schreibt die erzeugten Meldungen zusätzlich in ein Protokoll. Nur zur Fehlersuche gedacht, im laufenden Betrieb auf „Nein“ belassen. (Standard: Nein) |
4. So arbeitet das Modul im Alltag
Ist das Modul eingeschaltet und sind Programm-ID und Event-ID hinterlegt, arbeitet es ohne weiteres Zutun.
Auf jeder Seite Ihres Shops läuft ein kleiner Baustein mit, der erkennt, ob der Besucher über einen Werbepartner gekommen ist, und diese Information für die Dauer des Besuchs festhält. Das ist nötig, weil zwischen dem ersten Klick und der Bestellung Stunden oder Tage liegen können.
Schließt der Besucher später eine Bestellung ab, ergänzt das Modul die Bestellbestätigungsseite um die Meldung an Webgains. Dort werden Bestellwert, Bestellnummer und die gekauften Artikel übergeben. Hat der Kunde einen Gutschein eingelöst, geht der verwendete Code mit – viele Händler vergüten Gutscheinportale anders als andere Werbepartner, und erst diese Angabe macht das möglich.
Die Artikelangaben stammen dabei aus der Bestellung selbst, nicht aus Ihrem laufenden Artikelstamm. Das hat einen handfesten Vorteil: Benennen Sie einen Artikel später um, ändern den Preis oder nehmen ihn ganz aus dem Sortiment, bleibt die einmal gemeldete Bestellung trotzdem richtig. Bei Artikeln mit Varianten wird außerdem die Artikelnummer der tatsächlich gekauften Ausführung übergeben.
Eine Anzeige für Ihre Kunden gibt es nicht. Die Übermittlung geschieht ausschließlich im Hintergrund.
5. Die Zustimmung Ihrer Besucher
Die Übermittlung an Webgains setzt Techniken ein, für die in vielen Ländern die Zustimmung des Besuchers erforderlich ist. Ihr Shop bringt dafür einen Cookie-Hinweis mit, in dem einzelne Verwendungszwecke festgelegt sind. Jeder dieser Zwecke trägt eine Nummer, die sogenannte Purpose-ID.
Tragen Sie diese Nummer im Feld Consent-Tool ein, wird die Übermittlung an die Zustimmung zu genau diesem Zweck gebunden: Sie läuft erst, wenn der Besucher zugestimmt hat – und zwar auf allen Shopseiten ebenso wie auf der Bestellbestätigungsseite.
Unabhängig davon erwartet Webgains, dass der Dienst in Ihrem Cookie-Hinweis als Anbieter aufgeführt ist. Prüfen Sie bitte, ob das bei Ihnen der Fall ist; Ihr Webgains-Ansprechpartner nennt Ihnen die dafür nötigen Angaben.
6. Prüfen, ob die Übermittlung läuft
Da das Modul bewusst nichts anzeigt, lässt sich seine Arbeit nicht am Bildschirm ablesen. Es gibt aber zwei einfache Wege, sich zu vergewissern.
6.1 Der Blick in den Seitenquelltext
Lösen Sie in Ihrem Shop eine Testbestellung aus. Auf der Bestellbestätigungsseite – der Seite mit dem Dank für die Bestellung – öffnen Sie im Browser die Quelltextansicht und suchen nach webgains. Finden Sie einen Abschnitt in dieser Art, arbeitet das Modul:
<!-- Webgains Conversion -->
var wgProgramID = 12345;
var wgEventID = 4455;
var wgOrderReference = "10";
var wgOrderValue = "100.84";
var wgLang = "de_DE";
var wgCurrency = "EUR";
...
Die Bestellnummer und der Betrag müssen zu Ihrer Testbestellung passen. Denken Sie daran, dass der Betrag der Warenwert ohne Mehrwertsteuer und ohne Versandkosten ist – er ist also kleiner als die Summe auf der Rechnung.
Denselben Blick können Sie auf einer beliebigen Shopseite tun: Dort finden Sie den Baustein, der den vermittelten Besuch festhält.
6.2 Das Protokoll für den Zweifelsfall
Bleibt eine Frage offen, stellen Sie den Debug-Modus vorübergehend auf „Ja“. Das Modul hält dann zu jedem Bestellabschluss fest, was es erzeugt hat; die Aufzeichnung finden Sie in den Protokolldateien Ihres Shops. So lässt sich auch nachträglich klären, ob zu einer bestimmten Bestellung eine Meldung erzeugt wurde.
7. Häufige Stolpersteine
Im Webgains-Konto erscheinen keine Umsätze. Prüfen Sie der Reihe nach: Ist der Modulstatus eingeschaltet? Sind Programm-ID und Event-ID hinterlegt und stimmen sie mit Ihrem Webgains-Konto überein? Ist bei gesetzter Zweck-Nummer die Zustimmung tatsächlich erteilt worden? Erscheint der Abschnitt im Quelltext der Bestellbestätigungsseite?
Der gemeldete Betrag ist niedriger als die Rechnungssumme. Das ist richtig so. Webgains erwartet den reinen Warenwert ohne Mehrwertsteuer und ohne Versandkosten, nicht den Rechnungsbetrag.
Nach einem Shopupdate passiert nichts mehr. Leeren Sie den Seiten-Cache Ihres Shops und prüfen Sie, ob Modul und Modulumgebung auf dem für Ihre Shopversion freigegebenen Stand sind. Mehr dazu im übernächsten Kapitel.
Ein Werbepartner meldet eine Bestellung, die Sie storniert haben. Stornierungen und Teilerstattungen pflegen Sie in Ihrem Webgains-Konto; der Shop meldet den Kaufabschluss, nicht dessen spätere Entwicklung.
Der Setup-Bereich zeigt einen roten Warnhinweis. Dann fehlt die Programm-ID oder die Event-ID. Tragen Sie den fehlenden Wert nach und speichern Sie erneut.
8. Modultexte ändern
Modultexte können Sie – wie bei allen Modulen von uns – über die Shopfunktion „Texte ändern“ im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen. Das betrifft bei diesem Modul die Beschriftungen und Hilfetexte im Setup, etwa die Erläuterung zur Event-ID oder den Hinweis zum Consent-Tool.
9. Shopupdate und Modulpflege
Planen Sie ein Update Ihres Shops, prüfen Sie bitte vorher auf unserer Internetseite, ob das Modul für die neue Shopversion freigegeben ist.
Aktualisieren Sie beim Shopupdate immer auch das Modul und die Modulumgebung auf den jeweils neuesten Stand – nicht nur den Shop selbst. Ein älterer Modulstand passt sich einer neuen Shopversion nicht von allein an; Sie hätten danach ein Modul, das nicht mehr arbeitet, und würden die Ursache an der falschen Stelle suchen.
Lassen Sie die Aktualisierung Ihres Shops durch uns durchführen, bringen wir vorhandene Module und die Modulumgebung automatisch mit auf den passenden Stand.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

