M0070 Bestellzuschlag für Gambio
Handbuch
1. Was das Modul leistet
Das Modul erhebt einen Zuschlag auf Bestellungen, sobald bestimmte Produkte im Warenkorb liegen. Typische Anwendungsfälle sind Kühlverpackungen für temperaturempfindliche Ware, Gefahrgutzuschläge, Sperrgutaufschläge oder Verpackungspauschalen.
Sie kennzeichnen dazu diejenigen Produkte, die einen Zuschlag auslösen sollen. Legt ein Kunde ein solches Produkt in den Warenkorb, ergänzt das Modul den Zuschlag automatisch – wahlweise als zusätzliche Position im Warenkorb oder als eigene Zeile in der Bestellsumme. Nimmt der Kunde das auslösende Produkt wieder heraus, verschwindet auch der Zuschlag wieder.
Die wichtigsten Eigenschaften im Überblick:
- Zuschlag wahlweise als Produkt oder als Bestellsummenzeile
- Höhe und Steuersatz des Zuschlags werden über ein ganz normales Produkt gepflegt
- Flexible Mengenregeln: pauschal je Warenkorb, je Stück, je angefangener Menge oder nach Gewicht
- Deckelung ab einem bestimmten Bestellwert
- Zuschlag kann bei Selbstabholung automatisch entfallen
- Zwei zusätzliche, unabhängige Zuschläge für Sonderfälle
- Einzelne Kundengruppen lassen sich vollständig vom Zuschlag befreien
- Auswertung über Höhe, Verlauf und die häufigsten Auslöser
- Alternativ ein prozentualer Zuschlag auf den Warenwert
- Kennzeichnung einzeln, kategorieweise oder per CSV
- Funktioniert in der Desktop- und in der Mobilansicht
2. Das Zuschlagsprodukt anlegen
Grundlage jedes Zuschlags ist ein ganz gewöhnliches Produkt in Ihrem Sortiment – das sogenannte Zuschlagsprodukt. Aus ihm entnimmt das Modul den Preis, die Bezeichnung und die steuerliche Behandlung des Zuschlags. Dieses Produkt wird auch dann benötigt, wenn Sie den Zuschlag später als Bestellsummenzeile ausweisen lassen.
Legen Sie das Produkt so an, wie der Zuschlag beim Kunden erscheinen soll:
- Artikel-Nr. – ein eindeutiger Wert, zum Beispiel KUEHLBOX. Genau diesen Wert tragen Sie später im Setup ein.
- Name – die Bezeichnung, die der Kunde im Warenkorb liest, etwa „Kühlverpackung".
- Preis – die Höhe des Zuschlags.
- Steuersatz – bestimmt die steuerliche Behandlung des Zuschlags.
- Status – setzen Sie ihn auf „Inaktiv", siehe den folgenden Hinweis.
Damit taucht es nirgends im Shop auf – weder in Artikellisten noch in der Suche, der Live-Suche, „Kunden kauften auch", der Sitemap oder den Artikelexporten. Der Zuschlag funktioniert trotzdem uneingeschränkt: Wird er als Bestellsummenzeile erhoben, liest das Modul ohnehin nur Preis und Steuersatz aus dem Produkt; wird er als Produkt erhoben, bleibt er als Position im Warenkorb und erscheint wie gewohnt auf Rechnung und Lieferschein.
Am schnellsten erledigen Sie das über die Schaltfläche im Setup, siehe Kapitel 3.10. Ein neu angelegtes Zuschlagsprodukt können Sie auch direkt auf „Inaktiv" stellen.
3. Das Setup
Das Setup erreichen Sie über das Menü „Xycons-Module" ► „Kundenkonto / Setups" und dort über den TAB „Bestellzuschlag".
Abbildung 1: Das Setup mit allen Einstellungen im Überblick.
3.1 Grundeinstellungen
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus - Bestellzuschlag | Schaltet das Modul insgesamt ein oder aus. Im ausgeschalteten Zustand werden alle Anzeigen und Berechnungen unterdrückt; bereits eingefügte Zuschläge werden aus bestehenden Warenkörben entfernt. (Standard: Ausgeschaltet) |
| Ihr Lizenzschlüssel | Der zu Ihrem Shop gehörende Schlüssel. Ohne gültigen Schlüssel arbeitet das Modul nicht. (Standard: leer) |
| Ihre Lizenz | Zeigt die erkannte Lizenzart an. Dieses Feld ist nur eine Anzeige. |
3.2 Der Hauptzuschlag
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Zuschlagstyp | Den Zuschlag als Produkt hinzufügen – das Zuschlagsprodukt wird als eigene Position in den Warenkorb gelegt; die Menge steuert das Modul. Den Zuschlag als Bestellsummenzeile hinzufügen – der Warenkorb bleibt unverändert, der Betrag erscheint stattdessen als zusätzliche Zeile in der Bestellsumme. Dafür muss die Summenzeile eingeschaltet sein, siehe Kapitel 6. (Standard: Den Zuschlag als Produkt hinzufügen) |
| Artikel-Nr | Die Artikelnummer des in Kapitel 2 angelegten Zuschlagsprodukts. Sie muss exakt mit der Artikelnummer des Produkts übereinstimmen und wird für beide Zuschlagstypen benötigt. (Standard: KUEHLBOX) |
3.3 Die Mengenanpassung
Über die Einstellung Mengenanpassung legen Sie fest, wie oft der Zuschlag erhoben wird. Als „auslösende Menge" zählt dabei die Summe aller Stückzahlen der gekennzeichneten Produkte im Warenkorb. (Standard: Pro Warenkorb nur einmal)
| Regel | Wirkung |
|---|---|
| Jede Mengeneinheit löst den Zuschlag aus | Der Zuschlag wird mit der auslösenden Menge multipliziert. Drei gekennzeichnete Produkte mit je 2 Stück ergeben 6 Zuschläge. |
| Pro Warenkorb nur einmal | Der Zuschlag wird genau einmal berechnet, sobald mindestens ein gekennzeichnetes Produkt im Warenkorb liegt. |
| Min./Max. je Zuschlagseinheit | Eine Zuschlagseinheit deckt eine bestimmte Menge beziehungsweise ein bestimmtes Gewicht ab. Maßgeblich sind die Felder „Obergrenze Artikelmenge" und „Obergrenze Gewicht". Bei einer Obergrenze von 10 Stück lösen 1 bis 10 Stück einen Zuschlag aus, 11 bis 20 Stück zwei Zuschläge und so weiter. |
| Ab Untergrenze pro Produkt | Erst ab der eingetragenen Untergrenze wird der Zuschlag erhoben, dann jedoch je Stück oberhalb dieser Grenze. Bei einer Untergrenze von 3 löst das 4. Stück den ersten Zuschlag aus. |
| Je komplettes Vielfaches | Jedes voll erreichte Vielfache der Untergrenze löst einen Zuschlag aus. Bei Untergrenze 10 ergeben 25 Stück zwei Zuschläge. |
| Je angefangenes Vielfaches | Wie zuvor, es wird jedoch aufgerundet. Bei Untergrenze 10 ergeben 25 Stück drei Zuschläge. |
| Je angefangenes Vielfaches pro Produkt-Nr. | Gezählt werden nicht die Stückzahlen, sondern die Anzahl verschiedener gekennzeichneter Produkte im Warenkorb. |
3.4 Grenzwerte
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Untergrenze Artikelmenge pro Zuschlagseinheit | Wird von den Regeln „Ab Untergrenze", „Je komplettes Vielfaches", „Je angefangenes Vielfaches" und „pro Produkt-Nr." ausgewertet. Bei den übrigen Regeln bleibt der Wert wirkungslos. (Standard: 1) |
| Obergrenze Artikelmenge pro Zuschlagseinheit | Kapazität einer Zuschlagseinheit in Stück. Wird von der Regel „Min./Max. je Zuschlagseinheit" ausgewertet. (Standard: 999 – also praktisch keine Begrenzung) |
| Obergrenze Gewicht in kg pro Zuschlagseinheit | Kapazität einer Zuschlagseinheit in Kilogramm. Das Modul addiert die Gewichte der gekennzeichneten Produkte einschließlich der Gewichte aus Varianten und Eigenschaften. Wird ebenfalls von der Regel „Min./Max. je Zuschlagseinheit" ausgewertet. Ergeben Mengen- und Gewichtsrechnung unterschiedliche Werte, gilt der höhere. (Standard: 999) |
| Obergrenze Bestellwert | Ab diesem Bestellwert entfällt der Zuschlag vollständig. Tragen Sie einen Nettowert ein oder lassen Sie das Feld leer, wenn Sie keine Deckelung wünschen. In die Berechnung fließt der Warenwert ohne die Zuschläge selbst ein. (Standard: leer – keine Deckelung) |
3.5 Selbstabholung
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Zuschlag auch bei Selbstabholung? | Legt fest, ob der Zuschlag auch dann berechnet wird, wenn der Kunde die Versandart „Selbstabholung" wählt. Bei „Nein" wird ein bereits eingefügter Zuschlag automatisch wieder entfernt. (Standard: Nein, kein Zuschlag bei Selbstabholung) |
| Hinweis bei Selbstabholung? | Blendet im Warenkorb einen Hinweis ein, dass der Zuschlag bei Selbstabholung entfällt. (Standard: Nein, keinen Hinweis anzeigen) |
3.6 Sonderfälle im Warenkorb
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Unmarkierte Produkte | Bei „Ja" wird der Zuschlag nur erhoben, wenn neben den gekennzeichneten Produkten mindestens ein weiteres, nicht gekennzeichnetes Produkt im Warenkorb liegt. Damit lassen sich zum Beispiel Mischbestellungen von reinen Sortimentsbestellungen unterscheiden. (Standard: Nein) |
| GIFT-Artikel ignorieren | Gutscheine (Artikelnummern beginnend mit GIFT_) zählen dann nicht als „unmarkiertes Produkt" im Sinne der vorigen Einstellung. (Standard: Nein) |
| GRATIS-Artikel ignorieren | Gratisartikel (Artikelnummern beginnend mit GRATIS_) zählen dann ebenfalls nicht als „unmarkiertes Produkt". (Standard: Nein) |
| Suchfilter | Entfernt die Zuschlagsprodukte aus der Live-Suche, aus den Suchergebnislisten und aus „Kunden kauften auch". Diese Einstellung wird nur noch gebraucht, wenn Sie einen Zuschlagsartikel bewusst auf „Aktiv" lassen möchten. Steht er auf „Inaktiv" (Kapitel 3.10), ist er ohnehin überall unsichtbar. (Standard: Nein) |
3.7 Die beiden Zusatzzuschläge
Neben dem Hauptzuschlag stehen zwei weitere, voneinander unabhängige Zuschläge zur Verfügung. Sie eignen sich für Fälle, in denen ein zweiter oder dritter Aufschlag mit eigenem Betrag und eigenem Steuersatz nötig ist – etwa ein Gefahrgutzuschlag zusätzlich zur Kühlverpackung.
Jeder Zusatzzuschlag hat zwei eigene Einstellungen:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Zusatzzuschlag [1] Zusatzzuschlag [2] |
Die Artikelnummer des Produkts, aus dem Preis, Bezeichnung und Steuersatz dieses Zusatzzuschlags stammen – aufgebaut wie in Kapitel 2 beschrieben. Bleibt das Feld leer, wird der Zusatzzuschlag nicht erhoben. (Standard: leer) |
| Zuschlagstyp Zusatzzuschlag [1] Zuschlagstyp Zusatzzuschlag [2] |
Wie der Zusatzzuschlag erhoben wird: als Produkt, als Bestellsummenzeile oder gar nicht. (Standard: Den Zusatzzuschlag nicht benutzen) |
Für Zusatzzuschläge gilt eine bewusst einfache Regel: Sobald mindestens ein entsprechend gekennzeichnetes Produkt im Warenkorb liegt, wird der Zusatzzuschlag genau einmal erhoben. Mengenregeln, Grenzwerte und die Bestellwertdeckelung gelten für die Zusatzzuschläge nicht.
3.8 Prozentualer Zuschlag
Statt eines festen Betrags aus dem Zuschlagsprodukt können Sie einen Prozentsatz erheben, der auf den Warenwert der Bestellung gerechnet wird. Tragen Sie dazu im Feld Prozentualer Zuschlag den gewünschten Prozentsatz ein; ein leeres Feld oder eine Null schaltet die Funktion ab. (Standard: leer – kein prozentualer Zuschlag)
3.9 Alle Produkte markieren
Die Einstellung Alle Produkte markieren bietet die Schaltfläche „Alle Produkte als Zuschlagsauslöser markieren". Sie kennzeichnet in einem Zug sämtliche aktiven Produkte Ihres Shops als Auslöser des Hauptzuschlags. Das ist praktisch, wenn der Zuschlag grundsätzlich für das ganze Sortiment gilt und Sie anschließend nur einzelne Ausnahmen wieder herausnehmen möchten.
3.10 Zuschlagsartikel im Shop verbergen
Ein Zuschlagsartikel ist kein Angebot – er hat im Katalog nichts verloren. Die Einstellung Zuschlagsartikel im Shop verbergen bietet dafür die Schaltfläche „Zuschlagsartikel jetzt verbergen": sie setzt alle eingerichteten Zuschlagsartikel in einem Zug auf den Status „Inaktiv".
Damit verschwinden sie aus Artikellisten, aus der Suche und der Live-Suche, aus „Kunden kauften auch", aus der Sitemap und aus den Artikelexporten – also überall, ohne dass Sie irgendwo eine Ausnahme pflegen müssten. Liegt ein solcher Artikel noch in gespeicherten Warenkörben Ihrer Kunden, wird er dort ebenfalls entfernt; sonst würde der Shop ihn dem Kunden beim nächsten Besuch als „nicht mehr verfügbar" melden.
Auf die Zuschlagsberechnung wirkt sich das nicht aus. Auch beim Zuschlagstyp „als Produkt" bleibt der Artikel eine ganz normale Warenkorbposition mit Menge, Preis und Steuersatz und erscheint auf Rechnung und Lieferschein wie bisher – er ist lediglich im Katalog nicht mehr auffindbar.
3.11 Verweise im Setup
Am Ende des Setups finden Sie zwei Verweise, die Sie direkt zu den beiden Bereichen führen, die außerhalb des Setups liegen:
| Verweis | Führt zu |
|---|---|
| Kundengruppen | Die Kundengruppenverwaltung des Shops. Dort legen Sie je Gruppe fest, ob überhaupt ein Bestellzuschlag erhoben wird (Kapitel 5). |
| Auswertung | Die Auswertung über die erhobenen Zuschläge (Kapitel 8). |
4. Produkte als Zuschlagsauslöser kennzeichnen
Ein Zuschlag entsteht nur durch Produkte, die Sie ausdrücklich dafür kennzeichnen. Solange kein gekennzeichnetes Produkt im Warenkorb liegt, passiert nichts.
4.1 Einzelnes Produkt
Öffnen Sie das Produkt im Adminbereich. Im oberen Bereich der Produktbearbeitung finden Sie den Abschnitt Bestell-Zuschläge mit den Auswahlfeldern:
- Bestellhauptzuschlag auslösen?
- Bestellzusatzzuschlag [1] auslösen? (nur sichtbar, wenn Zusatzzuschlag 1 eingeschaltet ist)
- Bestellzusatzzuschlag [2] auslösen? (nur sichtbar, wenn Zusatzzuschlag 2 eingeschaltet ist)
Setzen Sie die gewünschten Häkchen und speichern Sie das Produkt.
Abbildung 2: Die Kennzeichnung in der Produktbearbeitung. Die Felder für die Zusatzzuschläge erscheinen nur, wenn diese im Setup eingeschaltet sind.
4.2 Ganze Kategorien in einem Zug
Beim Bearbeiten einer Kategorie finden Sie im unteren Bereich den Abschnitt Bestellzuschlag. Dort können Sie die Kennzeichnung für alle Produkte der Kategorie setzen oder entfernen – getrennt für den Hauptzuschlag und für beide Zusatzzuschläge.
Über die beiden Auswahlknöpfe legen Sie zusätzlich fest, ob nur die Produkte dieser Kategorie oder auch die Produkte aller Unterkategorien einbezogen werden. Solange „Daten nicht verändern" ausgewählt ist, bleibt die jeweilige Kennzeichnung unangetastet.
Abbildung 3: Die Serienänderung am Fuß der Kategoriebearbeitung – getrennt für Hauptzuschlag und beide Zusatzzuschläge.
4.3 Über den CSV-Import/-Export
Das Modul erweitert den Artikel-Import und -Export um die Kennzeichnungen. Ergänzen Sie Ihre CSV-Konfiguration um eine Spalte:
| Spaltenname | Spalteninhalt | Bedeutung |
|---|---|---|
| p_trigger_surcharge | {p_trigger_surcharge} | Hauptzuschlag |
| p_trigger_surchargeZ1 | {p_trigger_surchargeZ1} | Zusatzzuschlag [1] |
| p_trigger_surchargeZ2 | {p_trigger_surchargeZ2} | Zusatzzuschlag [2] |
Speichern Sie die geänderte Konfiguration. Beim Export enthalten die Spalten den Wert 1 für „gekennzeichnet" und 0 für „nicht gekennzeichnet". Sie können die Werte in der CSV bearbeiten und über den regulären Import wieder einspielen.
5. Kundengruppen vom Zuschlag befreien
Nicht jeder Kunde soll den Zuschlag zahlen. Händler, Wiederverkäufer oder Großabnehmer holen ihre Ware oft in großen Mengen ab oder haben eigene Konditionen – für sie ist ein Verpackungs- oder Kühlzuschlag meist unpassend.
Sie steuern das je Kundengruppe. Öffnen Sie im Adminbereich die Kundengruppenverwaltung (Kunden → Kundengruppen). In der Zeile jeder Gruppe finden Sie rechts den Schalter Bestellzuschlag:
- Eingeschaltet – für Kunden dieser Gruppe wird der Zuschlag ganz normal nach Ihren Regeln berechnet.
- Ausgeschaltet – Kunden dieser Gruppe zahlen keinen Zuschlag. Weder der Hauptzuschlag noch die beiden Zusatzzuschläge werden erhoben, unabhängig davon, was im Warenkorb liegt.
Die Umstellung wirkt sofort und wird beim Klick gespeichert – es gibt keine gesonderte Schaltfläche zum Speichern. Wechselt ein Kunde die Gruppe oder meldet er sich an, rechnet der Shop den Warenkorb beim nächsten Aufruf neu und entfernt einen bereits eingefügten Zuschlag wieder.
Abbildung 4: Der Schalter „Bestellzuschlag" in der Kundengruppenverwaltung – je Gruppe einzeln.
6. Die Bestellsummenzeile einschalten
Wenn Sie den Zuschlag als Zeile in der Bestellsumme ausweisen möchten – und ebenso beim prozentualen Zuschlag – muss die zugehörige Summenzeile im Shop eingeschaltet sein. Sie finden sie im Adminbereich unter Module → Zusammenfassung unter dem Namen Bestellzuschlag für Artikel.
Über die Sortierreihenfolge steuern Sie, an welcher Stelle der Zuschlag zwischen Zwischensumme, Versandkosten und Endsumme erscheint.
7. So wirkt der Zuschlag im Shop
Legt ein Kunde ein gekennzeichnetes Produkt in den Warenkorb, prüft das Modul bei jedem Aufruf des Warenkorbs und der Kasse den Inhalt neu und passt den Zuschlag an:
- Als Produkt: Das Zuschlagsprodukt erscheint als eigene Warenkorbzeile mit der berechneten Menge. Menge und Löschsymbol dieser Zeile sind gesperrt – der Zuschlag wird ausschließlich vom Modul gesteuert.
- Als Bestellsummenzeile: Der Warenkorb bleibt unverändert, der Betrag erscheint in der Summierung als eigene Zeile.
Abbildung 5: Zuschlagstyp „Bestellsummenzeile" – der Warenkorb bleibt unverändert, der Betrag erscheint in der Summierung.
Abbildung 6: Zuschlagstyp „als Produkt" – der Zuschlag steht als eigene Zeile im Warenkorb. Menge und Löschsymbol sind gesperrt.
Ändert der Kunde Mengen oder entfernt er Produkte, wird der Zuschlag sofort neu berechnet. Fällt das letzte auslösende Produkt weg, verschwindet auch der Zuschlag. Das Gleiche gilt, wenn der Kunde auf Selbstabholung wechselt oder der Bestellwert die eingestellte Obergrenze überschreitet.
8. Die Auswertung
Die Auswertung erreichen Sie über das Menü „Xycons-Module" und dort über den Eintrag „Bestellzuschlag Auswertung". Aus dem Setup führt außerdem der Verweis „Auswertung" direkt dorthin.
Die Seite beantwortet zwei Fragen: Wie viel bringt der Zuschlag? und Welche Produkte lösen ihn aus? Über die Schaltflächen am Kopf der Seite wählen Sie den Zeitraum – die letzten 12 Monate, die letzten 24 Monate oder die gesamte Shophistorie.
Abbildung 7: Die Auswertung mit Kennzahlen, Monatsverlauf, Kundengruppen und den häufigsten Auslösern.
8.1 Die Kennzahlen
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| Erhobene Zuschläge | Die Summe aller im Zeitraum berechneten Zuschläge – Hauptzuschlag und Zusatzzuschläge zusammen, unabhängig davon, ob sie als Produkt oder als Summenzeile erhoben wurden. |
| Bestellungen mit Zuschlag | Wie viele Bestellungen im Zeitraum überhaupt einen Zuschlag getragen haben. |
| Anteil an allen Bestellungen | Der Anteil dieser Bestellungen an allen Bestellungen des Zeitraums. Ein sehr hoher Wert ist ein Hinweis darauf, dass Sie den Zuschlag womöglich gleich in die Preise oder die Versandkosten einrechnen könnten; ein sehr niedriger, dass sich die Pflege der Markierungen kaum lohnt. |
| Zuschlag je Bestellung | Der Durchschnittsbetrag über alle Bestellungen mit Zuschlag. |
| Zuschlagseinheiten | Wie viele Zuschlagsartikel insgesamt berechnet wurden. Liegt diese Zahl deutlich über der Zahl der Bestellungen, greifen Ihre Mengenregeln. |
Darunter zeigt die Seite die Aufteilung danach, ob der Zuschlag als Produkt oder als Bestellsummenzeile berechnet wurde. Beide Werte erscheinen gleichzeitig, wenn Sie im Laufe der Zeit umgestellt haben oder Haupt- und Zusatzzuschläge unterschiedlich eingerichtet sind.
Der Verlauf nach Monaten macht Saisonverläufe sichtbar – bei Kühlverpackungen etwa den Anstieg über die Sommermonate. Die Aufstellung nach Kundengruppen zeigt, wo der Zuschlag tatsächlich anfällt; sie ist die passende Grundlage für die Entscheidung, welche Gruppe Sie nach Kapitel 5 befreien möchten.
Die Liste Häufigste Auslöser nennt die Produkte, die in den zuschlagsbehafteten Bestellungen am häufigsten vorkamen – mit der Zahl der Bestellungen und der verkauften Menge. Ein Klick auf den Produktnamen führt direkt in die Produktbearbeitung. Die Liste ist der schnellste Weg zu der Frage, ob die Markierung noch zu Ihrem Sortiment passt: Steht ein Produkt weit oben, das eigentlich gar keinen Zuschlag verursacht, nehmen Sie die Markierung dort heraus.
8.2 Was die Zahlen nicht zeigen
Die Auswertung wird aus Ihren Bestellungen abgeleitet. Sie ist damit sofort und rückwirkend vollständig, hat aber zwei Grenzen, die Sie kennen sollten:
- Die Beträge erscheinen so, wie sie dem Kunden berechnet wurden – bei Kundengruppen mit Bruttopreisanzeige einschließlich Steuer, bei Nettogruppen ohne. Für einen Vergleich zwischen einer Endkunden- und einer Händlergruppe ist das zu beachten.
- Ändern Sie die Artikel-Nr. eines Zuschlagsartikels, lassen sich ältere Bestellungen mit der bisherigen Nummer nicht mehr zuordnen. Sie verschwinden dann aus der Auswertung. Behalten Sie die Artikel-Nr. also bei und ändern Sie stattdessen Preis und Bezeichnung des Produkts.
- Bei den häufigsten Auslösern werden diejenigen Produkte gezählt, die heute markiert sind. Nehmen Sie eine Markierung heraus, verschwindet das Produkt auch rückwirkend aus dieser Liste.
9. Modultexte ändern
Sämtliche vom Modul angezeigten Texte lassen sich an Ihre Wortwahl anpassen. Sie finden sie im Adminbereich unter Toolbox → Texte ändern. Suchen Sie dort nach dem gewünschten Text oder nach dem Bereich des Moduls und passen Sie die Formulierung an – für jede im Shop eingerichtete Sprache getrennt.
Die Bezeichnung des Zuschlags selbst pflegen Sie dagegen nicht über „Texte ändern", sondern direkt im Zuschlagsprodukt: Sein Produktname ist die Bezeichnung, die der Kunde im Warenkorb und auf der Rechnung liest.
10. Eigenes CSS
Die vom Modul mitgelieferten Formatierungen liegen in folgender Datei:
\GXModules\Xycons\M0070\Shop\Themes\All\Css\M0070.css
Bitte nehmen Sie eigene Anpassungen nicht in dieser Datei vor, sondern über „Eigenes CSS hinzufügen" im Templatemanager Ihres Designs. Die obige Datei wird bei Updates des Moduls überschrieben.
11. Shopupdate und Modulpflege
Planen Sie ein Service Pack oder ein Master-Update Ihres Shops, achten Sie bitte darauf, dass sowohl die Modulumgebung als auch alle eingesetzten Module zur künftigen Shopversion freigegeben sind. Stellen Sie vor Beginn der Aktualisierung sicher, dass entsprechende Updates vorliegen.
Setzen Sie dabei immer die neueste verfügbare Modulversion zusammen mit der neuesten verfügbaren Version der Modulumgebung ein – beide Bestandteile gehören zusammen und werden gemeinsam gepflegt.
Lassen Sie die Aktualisierung Ihres Shops durch uns durchführen, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung stets mit, sofern sie für die Ziel-Shopversion verfügbar sind.
12. Wenn etwas nicht wie erwartet läuft
| Beobachtung | Prüfen Sie |
|---|---|
| Es wird überhaupt kein Zuschlag berechnet | Steht der Modulstatus auf „Eingeschaltet"? Ist ein gültiger Lizenzschlüssel hinterlegt? Ist mindestens ein Produkt als Auslöser gekennzeichnet und liegt es im Warenkorb? |
| Der Zuschlag erscheint nicht in der Bestellsumme | Ist der Zuschlagstyp auf „Bestellsummenzeile" gestellt und die Summenzeile unter „Module → Zusammenfassung" eingeschaltet? (Kapitel 5) |
| Der Zuschlag ist 0,00 € | Hat das im Setup eingetragene Zuschlagsprodukt einen Preis? Stimmt die eingetragene Artikel-Nr. exakt mit der des Produkts überein? |
| Der Zuschlag fällt beim Zuschlagstyp „als Produkt" aus dem Warenkorb | Leeren Sie einmal den Shop-Cache. Die Warenkorberweiterung des Moduls, die den verborgenen Zuschlagsartikel als Position zulässt, wird sonst nach einem Update unter Umständen noch nicht geladen. |
| Das Zuschlagsprodukt taucht im Shop auf | Die Schaltfläche „Zuschlagsartikel jetzt verbergen" im Setup benutzen (Kapitel 3.10) – unabhängig vom Zuschlagstyp. |
| Ein alter Zuschlag klebt im Warenkorb | Setzen Sie das nicht mehr verwendete Zuschlagsprodukt auf den Status „Inaktiv". |
| Der Zuschlag wird zu oft oder zu selten berechnet | Prüfen Sie die gewählte Mengenanpassung sowie die Unter- und Obergrenzen (Kapitel 3.3 und 3.4). |
| Der prozentuale Zuschlag greift nicht | Er setzt den Zuschlagstyp „Bestellsummenzeile", eine eingeschaltete Summenzeile und eine gültige Artikel-Nr. voraus – aus dem Zuschlagsprodukt stammt der Steuersatz (Kapitel 3.8). |
| Trotz Zuschlagstyp „Bestellsummenzeile" erscheint ein Produkt im Warenkorb | Der Zuschlagstyp gilt nur für den Hauptzuschlag. Die beiden Zusatzzuschläge haben je einen eigenen Zuschlagstyp; steht einer davon auf „als Produkt", erscheint sein Zuschlagsartikel als Warenkorbposition (Kapitel 3.7). |
| Die Kennzeichnung für einen Zusatzzuschlag fehlt im Produkt | Der betreffende Zusatzzuschlag steht im Setup noch auf „nicht benutzen" (Kapitel 3.7). |
| Ein bestimmter Kunde zahlt keinen Zuschlag | Prüfen Sie, ob seine Kundengruppe in der Kundengruppenverwaltung vom Zuschlag befreit ist (Kapitel 5). |
| Die Auswertung ist leer, obwohl Zuschläge berechnet wurden | Wählen Sie einen größeren Zeitraum. Wurde die Artikel-Nr. des Zuschlagsartikels zwischenzeitlich geändert, lassen sich ältere Bestellungen nicht mehr zuordnen (Kapitel 8.2). |
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls.

