M0065 Produktbegrenzer für Gambio
Handbuch
1. Was das Modul leistet
Nicht jeder Artikel soll in beliebiger Menge verkauft werden. Bei knapper Ware, bei Aktionsartikeln, bei Produkten mit Mengenbeschränkung aus rechtlichen Gründen oder schlicht bei Lockangeboten, die nicht palettenweise abfließen sollen, brauchen Sie eine Obergrenze – und zwar eine, die auch wirklich hält.
Genau das leistet das Modul. Es ergänzt Ihren Shop um zwei Grenzwerte je Artikel:
- Menge pro Bestellung – wie viele Einheiten eines Artikels in einem einzelnen Einkauf gekauft werden dürfen.
- Menge pro Kundenkonto – wie viele Einheiten ein Kundenkonto insgesamt kaufen darf, über alle bisherigen Bestellungen hinweg.
Beide Grenzen werden nicht nur angezeigt, sondern an jeder Stelle geprüft, an der eine Menge entstehen kann: beim Legen in den Warenkorb, beim Ändern der Menge im Warenkorb, beim Direktkauf aus der Artikelliste heraus und noch einmal abschließend, bevor die Bestellung ausgelöst wird. Wer die Grenze überschreitet, kommt nicht durch die Kasse.
Ob dabei jede Variante eines Artikels für sich zählt oder alle Varianten gemeinsam gegen eine Grenze laufen, entscheiden Sie im Setup.
2. Wo Sie das Modul im Backend finden
Das Setup erreichen Sie über das Menü „Xycons-Module“ ► „Kundenkonto / Setups“ und dort über den TAB „Produktbegrenzer“.
Die eigentlichen Grenzwerte hinterlegen Sie nicht im Setup, sondern dort, wo sie hingehören: direkt am Artikel in der Artikelverwaltung (Kapitel 4) beziehungsweise gesammelt über die Kategorieverwaltung (Kapitel 5).
3. Das Setup
Im Setup legen Sie fest, ob das Modul arbeitet, nach welcher Zählweise es die Mengen bewertet und was Ihre Kundschaft davon zu sehen bekommt. Nehmen Sie sich die paar Minuten dafür, bevor Sie die ersten Grenzwerte vergeben – besonders die Zählweise entscheidet darüber, was ein hinterlegter Wert überhaupt bedeutet.
3.1 Grundeinstellungen
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus | Schaltet das Modul insgesamt ein oder aus. Solange es ausgeschaltet ist, verhält sich Ihr Shop, als wäre das Modul nicht vorhanden: Es wird nichts geprüft und nichts angezeigt. Bereits hinterlegte Grenzwerte bleiben dabei erhalten und wirken sofort wieder, sobald Sie das Modul erneut einschalten. (Standard: Ausgeschaltet) |
| Ihr Lizenzschlüssel | Hier tragen Sie den Lizenzschlüssel ein, den Sie von uns erhalten haben. |
| Ihre Lizenz: | Zeigt an, welche Lizenz aktuell erkannt wurde. Das Feld ist eine reine Anzeige und lässt sich nicht bearbeiten. |
3.2 Zählweise
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Variantengültigkeit (Vorgabe) | Die wichtigste Entscheidung im Setup. Sie legt fest, worauf sich ein hinterlegter Grenzwert bezieht, wenn ein Artikel Varianten hat.
Diese Einstellung wirkt nur auf die Menge pro Bestellung. Die Menge pro Kundenkonto zählt immer den Artikel als Ganzes – über alle seine Varianten hinweg. Das ist auch der einzig sinnvolle Weg, denn sonst ließe sich ein Kontingent durch das Verteilen auf mehrere Varianten beliebig vervielfachen. Was Sie hier wählen, ist die Vorgabe für Ihr gesamtes Sortiment. Weil selten eine Regel auf alle Artikel passt, kann jeder einzelne Artikel davon abweichen – siehe Kapitel 4. |
| Nicht mitzählende Bestellstatus | Für die Grenze pro Kundenkonto zählt das Modul zusammen, was ein Konto in der Vergangenheit bereits gekauft hat. Bestellungen in den hier angekreuzten Status werden dabei übergangen. Sie sehen eine Liste aller Bestellstatus Ihres Shops und kreuzen jeden an, der bedeutet, dass der Kauf nie zustande kam – also nicht nur „storniert“, sondern auch selbst angelegte Status wie „nicht geliefert“ oder „kein Auftrag“. Ohne diese Ausnahmen würde eine rückabgewickelte Bestellung das Kontingent Ihrer Kundschaft dauerhaft aufbrauchen. Kreuzen Sie nichts an, wenn ausnahmslos alle Bestellungen mitzählen sollen. (Standard: der Status mit der Nummer 99) |
3.3 Anzeige im Shop
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Limitierung anzeigen: Kategorie | Blendet den Hinweis auf die Höchstmenge in den Artikellisten einer Kategorie und in den Suchergebnissen ein. (Standard: Nein, in Kategorien nicht anzeigen) |
| Limitierung anzeigen: Artikeldetailseite | Blendet den Hinweis auf der Detailseite eines Artikels ein, unter dem Preis. (Standard: Nein, auf der Detailseite nicht anzeigen) |
| Limitierung anzeigen: Warenkorb | Blendet den Hinweis im Warenkorb und in der Bestellübersicht auf dem Weg zur Kasse ein. Der Hinweis auf eine tatsächlich überschrittene Menge erscheint unabhängig von dieser Einstellung immer – sonst wüsste Ihre Kundschaft nicht, warum es nicht weitergeht. (Standard: Nein, im Warenkorb nicht anzeigen) |
| Shopmaximalwert | Ihr Shop hat unabhängig von diesem Modul eine allgemeine Höchstmenge je Artikel. Diese Einstellung entscheidet, ob dieser allgemeine Wert bei Artikeln ohne eigene Grenze mit angezeigt wird. Steht sie auf „Nein“, erscheint ein Hinweis nur bei Artikeln, für die Sie tatsächlich eine eigene Grenze hinterlegt haben – das ist in den allermeisten Shops die richtige Wahl, weil sonst an jedem einzelnen Artikel ein Hinweis klebt. Die Einstellung wirkt nur, wenn „Limitierung anzeigen“ eingeschaltet ist. (Standard: Nein) |
4. Grenzwerte am einzelnen Artikel
Die Grenzwerte hinterlegen Sie in der Artikelverwaltung. Öffnen Sie den gewünschten Artikel zum Bearbeiten; im Bereich „Produktbezogene Sonder-Regeln“ finden Sie zwei Eingabefelder.
4.1 Die beiden Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Max. käufliche Menge pro Bestellung: | Die Höchstmenge, die in einem einzelnen Einkauf gekauft werden darf. Diese Grenze gilt für jeden Einkauf neu und auch für nicht angemeldete Besucher. |
| Max. käufliche Menge pro Kundenkonto: | Die Höchstmenge, die ein Kundenkonto insgesamt kaufen darf. Das Modul rechnet dabei alle früheren Bestellungen dieses Kontos mit – abzüglich der Bestellungen in den Status, die Sie im Setup ausgenommen haben. Wer die Menge einmal ausgeschöpft hat, kommt nicht erneut an den Artikel. |
| Variantengültigkeit für diesen Artikel: | Legt für genau diesen Artikel fest, ob seine Varianten getrennt oder gemeinsam gegen die Menge pro Bestellung laufen. Zur Auswahl stehen „Vorgabe aus dem Setup verwenden“, „Varianten gelten separat“ und „Artikel zählt als Einheit“. Solange die Vorgabe eingestellt bleibt, folgt der Artikel Ihrer Setup-Einstellung; ändern Sie diese später, ziehen alle Artikel mit der Vorgabe automatisch mit. (Standard: Vorgabe aus dem Setup verwenden) |
4.2 Wie die beiden Grenzen zusammenwirken
Sie können beide Felder unabhängig voneinander füllen. Gesetzt sind dann beide Grenzen gleichzeitig aktiv, und es gilt jeweils die strengere.
Achten Sie dabei auf die Zählweise: Die Menge pro Bestellung folgt Ihrer Einstellung zur Variantengültigkeit, die Menge pro Kundenkonto gilt dagegen immer für den Artikel mit allen seinen Varianten zusammen. Steht die Variantengültigkeit auf „Varianten gelten separat“ und Sie tragen 2 pro Bestellung und 5 pro Kundenkonto ein, darf Ihre Kundschaft also je Variante 2 Stück in den Warenkorb legen – aber über alle Varianten hinweg trotzdem nie mehr als 5 Stück kaufen.
Ein weiteres Beispiel: Sie tragen bei einem Aktionsartikel 2 pro Bestellung und 4 pro Kundenkonto ein. Ihre Kundschaft kann den Artikel dann in zwei Einkäufen zu je 2 Stück beziehen – danach ist Schluss, auch wenn Monate vergehen. Tragen Sie dagegen nur 2 pro Bestellung ein und lassen das Kontofeld auf 0, kann derselbe Kunde beliebig oft je 2 Stück nachbestellen.
5. Grenzwerte für eine ganze Kategorie setzen
Wenn eine Aktion nicht einen Artikel betrifft, sondern ein ganzes Sortiment, wäre das Feld-für-Feld-Pflegen mühsam. Dafür gibt es die Serienänderung über die Kategorie.
Öffnen Sie in der Kategorieverwaltung die gewünschte Kategorie zum Bearbeiten. Unten finden Sie den Abschnitt des Moduls mit der Zeile „Alle Produkte hinsichtlich des Produktbegrenzers modifizieren“ und diesen Auswahlmöglichkeiten:
- in dieser Kategorie – es werden nur die Artikel geändert, die dieser Kategorie unmittelbar zugeordnet sind.
- in dieser Kategorie und allen Unterkategorien – die Änderung greift auf den gesamten Kategoriebaum unterhalb der geöffneten Kategorie durch.
Darunter wählen Sie, was geschehen soll:
- Daten nicht verändern – die Voreinstellung. Sie können die Kategorie bearbeiten und speichern, ohne dass an den Grenzwerten etwas passiert.
- Alle Werte entfernen – setzt beide Grenzwerte bei allen betroffenen Artikeln auf 0, hebt die Begrenzung dort also auf.
- Folgende Einstellung setzen: – blendet die Eingabefelder ein und schreibt die dort eingetragenen Werte auf alle betroffenen Artikel. Neben den beiden Höchstmengen können Sie hier auch die Variantengültigkeit für das ganze Sortiment auf einmal festlegen.
Die Änderung wird mit dem Speichern der Kategorie ausgeführt.
6. Was Ihre Kundschaft im Shop erlebt
6.1 Auf der Artikelseite und in Listen
Für jeden der drei Anzeigeorte entscheiden Sie im Setup einzeln, ob bei einem begrenzten Artikel ein kurzer Hinweistext erscheint: in den Artikellisten einer Kategorie, auf der Artikeldetailseite unter dem Preis und im Warenkorb samt Bestellübersicht. So können Sie den Hinweis zum Beispiel dort zeigen, wo die Kaufentscheidung fällt, und die Listen ruhig halten. Der Text nennt die Höchstmenge und unterscheidet dabei, ob die Grenze für den Artikel insgesamt oder für die einzelne Variante gilt; das richtet sich nach Ihrer Einstellung bei der Variantengültigkeit.
Artikel ohne eigene Begrenzung bleiben unauffällig: Dort erscheint kein Hinweis, solange Sie den Shopmaximalwert nicht ausdrücklich mit anzeigen lassen.
6.2 Beim Legen in den Warenkorb
Versucht jemand, mehr als die erlaubte Menge zu bestellen, meldet der Shop das unmittelbar am Mengenfeld zurück – noch bevor der Artikel im Warenkorb landet. Dabei zählt das Modul mit, was bereits im Warenkorb liegt: Wer schon 3 von 5 erlaubten Stück im Korb hat und weitere 4 anfordert, bekommt den Hinweis, obwohl er einzeln betrachtet unter der Grenze liegt.
Beim Direktkauf aus der Artikelliste heraus, wo es kein Mengenfeld zum Rückmelden gibt, greift das Modul stiller ein: Die Menge wird auf das noch Zulässige gekürzt. Ist das Kontingent bereits vollständig ausgeschöpft, wird nichts in den Warenkorb gelegt und Ihre Kundschaft landet im Warenkorb mit einem erklärenden Hinweisfenster.
6.3 Auf dem Weg zur Kasse
Vor dem Versandschritt und noch einmal unmittelbar vor der Bestellbestätigung prüft das Modul den gesamten Warenkorb. Findet es dabei eine überschrittene Grenze, wird der Bestellvorgang angehalten und Ihre Kundschaft in den Warenkorb zurückgeführt. Dort erscheint ein Hinweisfenster mit der Bitte, die Mengen anzupassen oder überzählige Artikel zu entfernen.
Damit dabei niemand raten muss, welche Position gemeint ist, benennt das Modul den Verursacher: Jede betroffene Zeile im Warenkorb wird rot hervorgehoben und bekommt darunter die konkrete Begründung – also welche Grenze gilt, wie viel bereits gekauft wurde und wie viel gerade im Warenkorb liegt. Bei einem gut gefüllten Warenkorb mit mehreren Varianten ist das der entscheidende Unterschied zwischen „irgendetwas stimmt nicht“ und einer Korrektur in Sekunden. Reißt eine Zeile beide Grenzen gleichzeitig, werden beide Gründe genannt.
Dass diese Prüfung an zwei Stellen erfolgt, ist Absicht: Schnellkassen-Wege wie PayPal Express überspringen den regulären Versandschritt. Ohne die zweite Prüfung ließe sich die Begrenzung auf diesem Weg umgehen.
7. Das Erscheinungsbild anpassen
Die Hinweistexte im Shop bringen ein eigenes, bewusst zurückhaltendes Aussehen mit. Möchten Sie Farbe, Position oder Abstände an Ihr Design anpassen, gehört diese Anpassung in Ihr Theme – und zwar unter „Eigenes CSS hinzufügen“ im StyleEdit Ihres verwendeten Designs.
8. Modultexte ändern
Modultexte können Sie – wie bei allen Modulen von uns – über die Shopfunktion „Texte ändern“ im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen.
Das betrifft alle Texte, die Ihre Kundschaft zu sehen bekommt: den Hinweis auf die Höchstmenge am Artikel, den Hinweis auf die Menge pro Kundenkonto sowie Überschrift, Text und Schaltfläche des Hinweisfensters im Warenkorb. Wenn Ihnen unsere Formulierung zu technisch oder zu streng klingt, formulieren Sie sie dort einfach in Ihrem eigenen Ton – das ist ausdrücklich vorgesehen und übersteht auch jedes Modulupdate.
Die Hinweistexte zu den Höchstmengen enthalten eine Stelle, an der die jeweilige Zahl eingesetzt wird. Achten Sie beim Umformulieren darauf, diese Stelle im Text zu belassen, damit die Menge weiterhin genannt wird.
9. Shopupdate und Modulpflege
Planen Sie ein Servicepack oder ein Masterupdate Ihres Shops, prüfen Sie vorher auf unseren Seiten, ob das Modul für die neue Shopversion freigegeben ist. Ein Modul passt sich nicht von allein an eine neue Shopversion an.
Aktualisieren Sie beim Shopupdate immer auch das Modul selbst und die Modulumgebung auf die jeweils neueste verfügbare Version – nicht nur den Shop. Wer allein den Shop aktualisiert, hat anschließend erfahrungsgemäß ein Modul, das nicht mehr sauber arbeitet, und sucht die Ursache an der falschen Stelle.
Lassen Sie die Aktualisierung Ihres Shops durch uns durchführen, bringen wir vorhandene Module und die Modulumgebung immer mit auf den passenden Stand.
10. Häufige Stolpersteine
Die Grenze pro Kundenkonto greift bei Gastbestellungen nicht. Sie setzt ein Kundenkonto voraus, denn nur darüber lassen sich frühere Bestellungen zuordnen. Wer als Gast bestellt, wird ausschließlich an der Grenze pro Bestellung gemessen. Ist Ihnen die kontobezogene Grenze wichtig, schalten Sie die Gastbestellung für Ihren Shop ab.
Ein hinterlegter Wert wirkt nicht. Prüfen Sie zuerst den Modulstatus im Setup – ist das Modul ausgeschaltet, wird nichts geprüft. Der zweithäufigste Fall ist eine 0 im Feld: Sie schaltet die Begrenzung für diesen Artikel ab.
Die Grenze wirkt anders als gedacht, wenn der Artikel Varianten hat. Sehen Sie zuerst in den Artikelstamm: Steht dort eine eigene Variantengültigkeit, gilt diese und nicht Ihre Setup-Vorgabe. Bei „Varianten gelten separat“ bekommt jede Variante die volle Menge zugestanden – bei fünf Farben und einer Grenze von 2 sind das in Summe 10 Stück.
Ein Kunde wird trotz Storno blockiert. Dann fehlt der betreffende Status in der Liste der nicht mitzählenden Bestellstatus. Gerade selbst angelegte Status wie „nicht geliefert“ werden gern übersehen, weil sie neben dem eigentlichen Storno stehen.
Ein Kunde kommt gar nicht mehr an den Artikel heran. Dann ist sein Kontingent aufgebraucht. Prüfen Sie, ob eine stornierte Bestellung mitgerechnet wird: Läuft der Storno in Ihrem Shop über einen anderen Status als den im Setup gewählten, zählt diese Bestellung mit. Passen Sie in diesem Fall die Einstellung „Nicht mitzählender Bestellstatus“ an.
Nach einer Serienänderung sind einzeln gepflegte Werte weg. Die Serienänderung überschreibt jeden betroffenen Artikel. Vergeben Sie deshalb erst die Serienwerte für die Kategorie und pflegen Sie einzelne Ausnahmen danach.
Der Hinweis erscheint an jedem Artikel. Dann steht der Shopmaximalwert auf „Ja“. Setzen Sie ihn auf „Nein“, damit nur noch tatsächlich begrenzte Artikel einen Hinweis tragen.
Der Hinweis erscheint an einer Stelle nicht. Die Anzeige ist für Kategorie, Detailseite und Warenkorb getrennt schaltbar. Prüfen Sie im Setup den Schalter für genau den Ort, an dem Ihnen der Hinweis fehlt.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

