M0052 Inselzuschlag für Gambio
Handbuch
1. Was das Modul leistet
Lieferungen auf Inseln und in abgelegene Gebiete kosten Sie als Versender mehr, als die normale Versandpreisliste hergibt. Sylt, Föhr, Helgoland, Hiddensee, die Halligen oder auch Inseln im Chiemsee werden von den Paketdiensten mit einem Aufschlag berechnet – und diesen Aufschlag zahlen Sie, wenn Sie ihn nicht weitergeben.
Das Modul gibt genau diesen Aufschlag an den Kunden weiter, automatisch und ohne dass Sie bei jeder Bestellung nachrechnen müssen:
- Sie legen Zuschlagszonen an – so viele, wie Sie brauchen. Jede Zone besteht aus Land, Versandart und Postleitzahlen und trägt einen Namen Ihrer Wahl.
- Liefert der Kunde in eine dieser Postleitzahlen, wird der Zuschlag der Bestellung automatisch hinzugerechnet – unter dem Namen der Zone, der damit auch auf Rechnung und Lieferschein steht.
- Der Kunde sieht den Zuschlag bereits im Warenkorb und bei der Auswahl der Versandart, nicht erst auf der Rechnung.
- Der Betrag kann ein fester Betrag, ein Prozentsatz vom Warenwert oder eine Gewichtsstaffel sein – mit Mindestbetrag, Höchstbetrag und einer Grenze, ab der der Zuschlag entfällt.
- Auf Wunsch wird der Zuschlag je Paket berechnet – bei schweren Sendungen, die der Shop auf mehrere Pakete aufteilt, entspricht das der Abrechnung Ihres Paketdienstes.
- Auf Wunsch greift der Zuschlag auch dann, wenn die Bestellung eigentlich versandkostenfrei wäre.
- Ein Prüfwerkzeug beantwortet in einem Klick, warum eine bestimmte Postleitzahl einen Zuschlag auslöst – oder eben nicht.
- Eine Auswertung zeigt Ihnen, wie viel Sie tatsächlich weitergegeben haben, aufgeschlüsselt nach Monat, Zone, Versandart, Land und Postleitzahl.
- Bei Selbstabholung wird nie ein Zuschlag berechnet.
2. Wo Sie das Modul im Shop finden
Sie arbeiten an drei Stellen im Backend, und Sie brauchen sie in dieser Reihenfolge:
| Stelle | Wozu |
|---|---|
| Menü „Xycons-Module“ ► „Kundenkonto / Setups“, TAB „Inselzuschlag“ | Das Setup: Modul ein- und ausschalten und die wenigen übergreifenden Einstellungen (Kapitel 3). |
| Menü „Xycons-Module“ ► „Inselzuschlag - Zonen“ | Die eigentliche Arbeitsfläche: Zuschlagszonen anlegen und pflegen, Postleitzahlen prüfen, Auswertung ansehen (Kapitel 4, 6 und 9). |
| „Einstellungen“ ► „Zusammenfassung“ | Einmalig: die Summenzeile „Inselzuschlag“ kontrollieren (Kapitel 7). |
3. Das Setup
Das Setup ist bewusst kurz gehalten: Es entscheidet nur, ob das Modul arbeitet und wie es sich in zwei übergreifenden Fragen verhält. Die Zuschläge selbst pflegen Sie in der Zonenverwaltung.
Ganz oben steht ein Einrichtungsbericht: Er nennt die Zahl der eingerichteten Zonen und führt Sie mit einem Klick in die Zonenverwaltung. Ist noch keine Zone vorhanden oder das Modul ausgeschaltet, weist er Sie deutlich darauf hin.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus - Inselzuschlag | Schaltet das Modul ein oder aus. Ist es ausgeschaltet, wird kein Zuschlag berechnet, kein Hinweis angezeigt und keine Zeile in der Bestellsumme gebildet – der Shop verhält sich, als wäre das Modul nicht vorhanden. Ihre Zonen bleiben dabei erhalten. (Standard: ausgeschaltet) |
| Ihre Version | Zeigt die installierte Modulversion an. Reines Anzeigefeld, hilfreich bei Rückfragen an unseren Support. |
| Lizenzstufe / Ihre Lizenz: | Anzeigefelder zu Ihrer Lizenz und deren Laufzeit. Sie müssen hier nichts eintragen. |
| Inselzuschlag bei Versandkostenfrei | Legt fest, ob der Zuschlag auch dann erhoben wird, wenn die Bestellung die Grenze für versandkostenfreie Lieferung erreicht hat. Ja ist die kaufmännisch übliche Einstellung: Der Versand ist frei, der Inselaufschlag des Paketdienstes wird aber trotzdem weitergegeben. Bei Nein entfällt der Zuschlag bei versandkostenfreien Bestellungen vollständig. (Standard: Nein) |
| pro Paket | Die Vorgabe für alle Zonen, die nichts Eigenes festlegen. Ja, pro Paket: Der Betrag wird mit der Zahl der Pakete multipliziert, die der Shop aus Gewicht und maximalem Paketgewicht errechnet – so rechnen die Paketdienste ab. Nein, ein Zuschlag je Bestellung: Der Betrag fällt genau einmal an. (Standard: Ja, pro Paket) |
| Hinweis auf der Warenkorbseite | Blendet auf der Warenkorbseite einen Hinweis ein, sobald die Lieferanschrift bekannt ist und ein Zuschlag zu erwarten ist (Kapitel 8.1). (Standard: Ja) |
4. Die Zuschlagszonen
Eine Zone beschreibt, wohin geliefert wird und was das kostet. Sie erreichen die Verwaltung über das Menü „Xycons-Module“ ► „Inselzuschlag - Zonen“. Die drei Reiter am Kopf der Seite führen zu den Zonen, zum Prüfwerkzeug und zur Auswertung.
4.1 Die Übersicht
Die Liste zeigt jede Zone mit ihrer Reihenfolge, dem Namen, den Ländern, den Versandarten, der Zahl der hinterlegten Postleitzahlen, einer Kurzfassung der Berechnung und dem Status. Inaktive Zonen sind blass dargestellt.
Über „Neue Zone“ legen Sie eine weitere an; die Zahl der Zonen ist nicht begrenzt. „Bearbeiten“ öffnet die Maske, „Löschen“ fragt in der Liste selbst noch einmal nach, bevor tatsächlich gelöscht wird.
4.2 Eine Zone anlegen und bearbeiten
Die Maske ist in drei Abschnitte geteilt. Zu jedem Feld steht die Erklärung direkt darunter; hier die Bedeutung im Überblick:
| Feld | Was Sie eintragen |
|---|---|
| Name der Zone | Ihre Bezeichnung, zum Beispiel „Nordfriesische Inseln und Halligen“. Dieser Name erscheint als Bezeichnung der Summenzeile in der Bestellung, in der Bestellbestätigung, in der Bestellverwaltung und auf den Belegen. Bleibt das Feld leer, gilt die allgemeine Bezeichnung der Zusammenfassung. |
| Reihenfolge | Bestimmt, in welcher Reihenfolge die Zonen geprüft werden (Kapitel 4.4). Lassen Sie Lücken – 10, 20, 30 –, dann können Sie später etwas dazwischenschieben, ohne alles umzunummerieren. |
| Status | Nur aktive Zonen werden im Bestellvorgang ausgewertet. So lässt sich eine Zone vorbereiten oder saisonal ruhen lassen, ohne sie zu löschen. |
| Länder | Ein oder mehrere zweistellige ISO-Ländercodes, kommagetrennt: DE oder DE,AT,CH. |
| Versandarten | Die Modulnamen der Versandarten, kommagetrennt, zum Beispiel dp,zonese. Die Namen finden Sie unter „Einstellungen“ ► „Versandarten“ in der Spalte „Modulname“. Bleibt das Feld leer, gilt die Zone für alle Versandarten außer der Selbstabholung. |
| Postleitzahlen | Kommagetrennt oder je Zeile eine. Einzelwerte (25980) und Bereiche (25992-25999) lassen sich frei mischen. Postleitzahlen mit führender Null tragen Sie genau so ein, wie sie geschrieben werden. |
| Postleitzahlen aus Datei | Der Import der Liste Ihres Paketdienstes – siehe Kapitel 4.3. |
| Berechnungsart und die folgenden Felder | Wie viel berechnet wird – ausführlich in Kapitel 5. |
Mit „Zone speichern“ übernehmen Sie die Eingaben. Beträge dürfen Sie mit Dezimalpunkt oder Dezimalkomma schreiben, Ländercodes klein oder groß – das Modul räumt das beim Speichern auf.
4.3 Postleitzahlen aus einer Datei übernehmen
Die Postleitzahllisten der Paketdienste sind lang; abtippen wäre Mühsal. Legen Sie die Datei stattdessen über „Postleitzahlen aus Datei“ ein und speichern Sie die Zone. Das Modul akzeptiert alles, was in der Praxis vorkommt:
- eine Postleitzahl je Zeile,
- eine kommagetrennte Liste,
- eine CSV-Datei mit Semikolon oder Tabulator – dann gilt die erste Spalte.
Bereiche im Format 25992-25999 bleiben erhalten, Anführungszeichen und eine Kopfzeile („PLZ“, „Postcode“) werden erkannt und übergangen, Doppelte fallen weg. Sie wählen dabei, ob die vorhandene Liste ersetzt oder die neuen Postleitzahlen angehängt werden sollen. Nach dem Speichern meldet die Seite, wie viele Einträge übernommen wurden.
4.4 Welche Zone gewinnt?
Die Zonen werden in der Reihenfolge ihrer Nummer geprüft. Die erste passende Zone gewinnt, die folgenden werden nicht mehr betrachtet. Zuschläge summieren sich also nicht auf.
Daraus folgt die einzige Regel, die Sie sich merken müssen: Je spezieller eine Zone ist, desto weiter oben sollte sie stehen. Wenn Sie für einen bestimmten Paketdienst einen abweichenden Betrag verlangen, bekommt diese Zone die kleinere Nummer und die allgemeine Zone (ohne Angabe einer Versandart) die größere.
5. Die Berechnungsarten
Jede Zone rechnet auf ihre eigene Weise. Sie wählen die Art im Feld „Berechnungsart“; die Felder darunter gelten je nach Wahl.
5.1 Fester Betrag
Der Klassiker: Sie tragen unter „Betrag / Prozentsatz“ den Nettobetrag ein, zum Beispiel 19.90. Ob dieser Betrag je Paket oder einmal je Bestellung anfällt, entscheidet das Feld „Je Paket berechnen“: Es übernimmt wahlweise die Vorgabe aus dem Setup oder legt für diese eine Zone etwas anderes fest.
Werden mehrere Pakete berechnet, sieht der Kunde das nachvollziehbar aufgeschlüsselt: „2 Pakete, Zuschlag jeweils 19,90 EUR“.
5.2 Prozent vom Warenwert
Hier tragen Sie unter „Betrag / Prozentsatz“ den Prozentsatz ein, zum Beispiel 3.5 für 3,5 %. Grundlage ist der Warenwert des Warenkorbs, so wie er dem Kunden angezeigt wird.
Sinnvoll ist das überall dort, wo der Aufwand mit dem Warenwert wächst – etwa weil der Transportversicherungswert steigt. Kombinieren Sie den Prozentsatz mit einem Mindestbetrag, damit kleine Bestellungen nicht unter Ihre eigenen Kosten fallen, und mit einem Höchstbetrag, damit große Bestellungen nicht unangenehm auffallen.
Ein Prozentsatz bezieht sich immer auf die gesamte Bestellung; die Vervielfachung nach Paketen gibt es hier nicht.
5.3 Gewichtsstaffel
Die Paketdienste staffeln ihre Inselzuschläge oft nach Gewicht. Genau das bilden Sie im Feld „Gewichtsstaffel“ ab. Aufbau: Gewicht:Betrag, mehrere Stufen kommagetrennt.
5:9.90,20:14.90,31.5:24.90
Gelesen wird das als: bis 5 kg 9,90 EUR, bis 20 kg 14,90 EUR, bis 31,5 kg 24,90 EUR. Ist die Sendung schwerer als die höchste Stufe, gilt deren Betrag. Maßgeblich ist das Gesamtgewicht der Sendung; auch hier gibt es keine Vervielfachung nach Paketen. Die Reihenfolge Ihrer Eingabe spielt keine Rolle – das Modul sortiert die Stufen selbst.
5.4 Mindestbetrag, Höchstbetrag und Wegfallgrenze
| Feld | Wirkung |
|---|---|
| Mindestbetrag | Untergrenze des Zuschlags. Vor allem bei Prozentsätzen sinnvoll. 0 bedeutet: keine Untergrenze. |
| Höchstbetrag | Obergrenze je Bestellung – unabhängig von Paketzahl, Prozentsatz oder Gewicht. Damit deckeln Sie auch eine Paketvervielfachung. 0 bedeutet: keine Obergrenze. |
| Wegfall ab Bestellwert | Ab diesem Warenwert entfällt der Zuschlag vollständig. Das eignet sich als Kaufanreiz: „Ab 500 EUR liefern wir auch auf die Inseln ohne Aufschlag.“ 0 bedeutet: der Zuschlag entfällt nie. |
Alle drei Felder gelten für jede Berechnungsart und lassen sich frei kombinieren.
6. Postleitzahl prüfen
Der Reiter „Postleitzahl prüfen“ beantwortet die Frage, die im Alltag am häufigsten aufkommt: Warum bekommt dieser Kunde einen Zuschlag – oder warum bekommt er keinen?
Sie geben Land, Postleitzahl und wahlweise eine Versandart ein. Warenwert, Gewicht und Paketzahl brauchen Sie nur, wenn Zonen mit Prozentsatz, Gewichtsstaffel oder Wegfallgrenze im Spiel sind. Nach dem Klick auf „Prüfen“ sehen Sie:
- ob überhaupt ein Zuschlag berechnet wird – die zutreffende Zone ist grün hervorgehoben,
- welcher Betrag herauskäme,
- und für jede andere Zone den Grund, warum sie nicht greift: falsches Land, falsche Versandart, Postleitzahl nicht in der Liste, Zone inaktiv, Selbstabholung, Warenwert über der Wegfallgrenze – oder der aufschlussreichste Fall: „Würde passen, aber eine weiter oben stehende Zone greift zuerst.“
Über „Bearbeiten“ springen Sie direkt in die betreffende Zone und korrigieren, was zu korrigieren ist.
7. Die Zusammenfassung „Inselzuschlag“
Damit der Zuschlag in der Bestellsumme erscheinen kann, braucht der Shop eine eigene Summenzeile – im Gambio heißen diese Zeilen „Zusammenfassungen“. Die passende Zeile bringt das Modul mit und richtet sie beim ersten Einsatz selbst ein. Sie finden sie unter „Einstellungen“ ► „Zusammenfassung“ unter dem Namen „Inselzuschlag“.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Sortierreihenfolge | Bestimmt, an welcher Stelle der Zuschlag in der Bestellsumme steht. Voreingestellt ist 33 – das setzt ihn direkt hinter die Versandkosten (30) und vor die Summenzeilen. |
| Steuerklasse | Die Steuerklasse, die für den Zuschlag gilt, wenn die Bestellung versandkostenfrei ist. Siehe Kapitel 10. |
Die Bezeichnung dieser Zeile gilt für alle Zonen, die keinen eigenen Namen tragen. Sobald eine Zone benannt ist, gewinnt ihr Name.
8. So erlebt der Kunde den Zuschlag
8.1 Im Warenkorb
Sobald die Lieferanschrift bekannt ist – bei angemeldeten Kunden also praktisch immer –, weist der Warenkorb auf den Zuschlag hin und erklärt ihn. Steht die Versandart bereits fest, nennt der Hinweis den genauen Betrag; ist sie noch offen, nennt er den niedrigsten in Frage kommenden Betrag.
Sie schalten diesen Hinweis im Setup ein und aus. Ist keine Lieferanschrift bekannt oder trifft keine Zone zu, erscheint nichts.
8.2 Auf der Versandartenseite
Bei der Auswahl der Versandart prüft der Shop für jede angebotene Versandart einzeln, ob ein Zuschlag greift, und schreibt ihn direkt darunter – bei Berechnung je Paket zusätzlich mit der Paketzahl und dem Betrag je Paket.
Wählt der Kunde eine Versandart, für die keine Zone hinterlegt ist, erscheint dort auch kein Hinweis. Er kann also unmittelbar vergleichen, welche Versandart für seine Insel-Adresse günstiger ist.
8.3 Beim Bestellabschluss und danach
Auf der Bestätigungsseite steht der Zuschlag als eigene Zeile in der Bestellsumme – unter dem Namen der Zone, die gegriffen hat.
Da es sich um eine reguläre Summenzeile handelt, wandert der Zuschlag von dort automatisch weiter: in die Bestellbestätigung per E-Mail, in die Bestellübersicht im Kundenkonto, in die Bestellverwaltung im Adminbereich und auf Rechnung und Lieferschein.
9. Die Auswertung
Der Reiter „Auswertung“ zeigt, was der Zuschlag tatsächlich bewirkt hat – wahlweise für die letzten 12 oder 24 Monate oder für den gesamten Zeitraum.
Sie sehen die Summe aller berechneten Zuschläge, die Zahl der betroffenen Bestellungen, deren Anteil an allen Bestellungen und den Durchschnitt je Bestellung, dazu den Verlauf nach Monaten und vier Aufstellungen: nach Zone, nach Versandart, nach Land und die häufigsten Postleitzahlen.
Das ist mehr als eine nette Zahlenspielerei. Die Aufstellung nach Postleitzahl zeigt Ihnen, wohin Sie tatsächlich regelmäßig liefern – eine belastbare Grundlage, wenn Sie mit Ihrem Paketdienst über Konditionen sprechen. Und die Aufstellung nach Zone verrät, ob eine Zone in der Praxis überhaupt jemals greift.
10. Steuer und Preisanzeige
Alle Beträge, die Sie in einer Zone hinterlegen, sind Nettobeträge. Welche Steuer darauf gerechnet wird, richtet sich danach, wie die Sendung verschickt wird:
- Bei einer normalen Versandart gilt die Steuerklasse, die für diese Versandart eingestellt ist. Der Inselzuschlag wird damit steuerlich genauso behandelt wie die Versandkosten selbst – das ist die Regel, die das Finanzamt erwartet, weil der Zuschlag eine Nebenleistung zum Versand ist.
- Bei versandkostenfreier Lieferung gibt es keine Versandart mit eigener Steuerklasse. Dann gilt die Steuerklasse, die Sie bei der Zusammenfassung „Inselzuschlag“ eingestellt haben (Kapitel 7).
Für Kundengruppen, die Preise ohne Steuer sehen (typischerweise Händler), wird der Zuschlag netto ausgewiesen und die Steuer je nach Ihrer Kundengruppen-Einstellung getrennt hinzugerechnet – genau wie bei allen anderen Summenzeilen des Shops.
11. Beispiele aus der Praxis
Nordfriesische Inseln, ein Betrag für alle Versandarten
| Name | Nordfriesische Inseln und Halligen |
| Reihenfolge | 10 |
| Länder | DE |
| Versandarten | leer – gilt für alle außer Selbstabholung |
| Postleitzahlen | 25845,25849,25859,25929-25933,25980,25992-25999,27498-27499 |
| Berechnung | Fester Betrag 19.90, je Paket |
Ein Paketdienst ist teurer als der andere
Legen Sie zwei Zonen mit derselben Postleitzahlliste an. Die Zone mit der kleineren Nummer bekommt im Feld „Versandarten“ den teuren Dienst eingetragen und den höheren Betrag; die Zone mit der größeren Nummer lässt das Feld leer und trägt den normalen Betrag. Ergebnis: Beim teuren Dienst greift Zone 1, bei allen anderen Zone 2.
Sperrgut auf die Insel – Staffel nach Gewicht
| Name | Ostfriesische Inseln (Gewichtsstaffel) |
| Postleitzahlen | 26465,26474,26486,26548,26571,26579,26757 |
| Berechnung | Gewichtsstaffel 5:9.90,20:14.90,31.5:24.90 |
Eine 18 kg schwere Sendung kostet damit 14,90 EUR Zuschlag, eine 40 kg schwere 24,90 EUR.
Prozentual, gedeckelt, mit Kaufanreiz
| Name | Chiemsee-Inseln |
| Postleitzahlen | 83209,83256 |
| Berechnung | 3,5 % vom Warenwert |
| Mindestbetrag | 9.90 |
| Höchstbetrag | 39.00 |
| Wegfall ab | 500.00 |
Bei 100 EUR Warenwert werden 9,90 EUR berechnet (Mindestbetrag), bei 300 EUR 10,50 EUR, bei 2.000 EUR 39,00 EUR (Höchstbetrag) – und ab 500 EUR Warenwert gar nichts mehr. Achten Sie darauf, dass sich Höchstbetrag und Wegfallgrenze nicht widersprechen: Greift der Wegfall früher, kommt der Höchstbetrag nie zum Zug.
12. Modultexte ändern
Modultexte können Sie – wie bei allen Modulen von uns – über die Shopfunktion „Texte ändern“ im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen.
Das betrifft vor allem die Texte, die Ihre Kunden zu sehen bekommen: den Hinweissatz auf der Versandartenseite, den abweichenden Hinweissatz für versandkostenfreie Bestellungen, die Formulierung der Paketangabe in der Klammer und die beiden Fassungen des Warenkorbhinweises. Die Bezeichnung der Summenzeile ändern Sie einfacher über den Namen der jeweiligen Zone.
13. Darstellung anpassen
Der Hinweis auf der Versandartenseite ist absichtlich hervorgehoben, damit er nicht übersehen wird. Möchten Sie Schriftgröße, Farbe oder Abstand anpassen, tragen Sie Ihre Anweisungen bitte über „Eigenes CSS hinzufügen“ im Templatemanager Ihres Designs ein. Dafür stehen zwei Klassen bereit: m0052-extra-charge-shipping-page für den Hinweis bei der Versandart und m0052-cart-notice für den Hinweis im Warenkorb.
14. Shopupdate und Modulpflege
Bitte prüfen Sie vor einem geplanten Shopupdate auf unserer Internetseite, ob das Modul für die neue Shopversion freigegeben ist. Das gilt für Servicepacks ebenso wie für große Versionssprünge.
Installieren Sie beim Shopupdate immer auch die neuesten Versionen des Moduls und der Modulumgebung. Ein älterer Modulstand passt sich nicht von selbst an eine neue Shopversion an; wer nur den Shop aktualisiert, sucht den Fehler hinterher an der falschen Stelle.
Wenn Sie die Aktualisierung Ihres Shops durch uns durchführen lassen, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung immer mit, sofern sie für die Ziel-Shopversion verfügbar sind.
15. Wenn der Zuschlag nicht erscheint
Der schnellste Weg zur Antwort ist das Prüfwerkzeug aus Kapitel 6: Land und Postleitzahl eingeben, und die Seite nennt Ihnen den Grund. Die folgende Tabelle deckt die Fälle ab, die dort nicht sichtbar werden.
| Beobachtung | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Weder Hinweis noch Summenzeile, egal welche Adresse | Das Modul steht im Setup auf „Ausgeschaltet“. |
| Der Hinweis erscheint bei der Versandart, aber die Summenzeile fehlt | Die Zusammenfassung „Inselzuschlag“ ist nicht aktiv (Kapitel 7). |
| Es wird ein anderer Betrag berechnet als erwartet | Eine Zone mit kleinerer Nummer enthält dieselbe Postleitzahl und gewinnt (Kapitel 4.4). |
| Kein Zuschlag bei versandkostenfreier Bestellung | „Inselzuschlag bei Versandkostenfrei“ steht auf „Nein“. |
| Der Zuschlag fällt nur einmal an, obwohl mehrere Pakete verschickt werden | „Je Paket berechnen“ steht in der Zone auf „Nein“, oder die Artikelgewichte bzw. das maximale Paketgewicht sind nicht gepflegt, sodass der Shop nur ein Paket errechnet. Bei Prozentsatz und Gewichtsstaffel ist ein einmaliger Betrag zudem so vorgesehen. |
| Die Gewichtsstaffel greift immer mit der untersten Stufe | Die Artikel haben kein Gewicht hinterlegt. |
| Kein Hinweis im Warenkorb | Die Einstellung ist ausgeschaltet, es ist keine Lieferanschrift bekannt (nicht angemeldeter Besucher), oder es trifft keine Zone zu. |
| Bei Selbstabholung erscheint ein Zuschlag | Das kann nicht vorkommen – die Selbstabholung ist grundsätzlich ausgenommen. |
| Änderungen wirken nicht sofort | Leeren Sie den Shop-Cache und laden Sie den Bestellvorgang neu. |
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

