M0051 Sperrgutzuschlag für Gambio
Handbuch
1. Was das Modul leistet
Sperrige Ware kostet im Versand mehr als ein Paket in Standardmaßen. Das Modul erhebt für solche Artikel einen zusätzlichen Betrag, den Sperrgutzuschlag. Sie kennzeichnen die betroffenen Artikel – alles Weitere erledigt der Shop selbst.
- Bis zu zehn Zuschlagsregeln, jeweils für eine Gruppe von Lieferländern, einen Betrag und wahlweise bestimmte Versandarten.
- Kennzeichnung im Artikel, in Serie über die Kategorie, auf Variantenebene und über den CSV-Import/-Export.
- Der Zuschlag wird wahlweise einmalig je Bestellung oder je Sperrgutartikel berechnet.
- Hinweise für den Kunden in der Kategorielistung, auf der Produktseite und bei der Auswahl der Versandart; in der Bestellung erscheint der Zuschlag als eigene Summenzeile.
- Ein Prüfbericht auf der Setupseite meldet, wenn die Einrichtung noch nicht vollständig ist.
2. Wo Sie das Modul im Backend finden
Das Setup öffnen Sie im Gambio-Adminbereich über Xycons-Module → Kundenkonto / Setups. Dort wählen Sie oben den Reiter Sperrgutzuschlag. Alle Einstellungen des Moduls liegen auf dieser einen Seite. Nach jeder Änderung speichern Sie die Seite – die neuen Werte greifen sofort.
3. Das Setup
Richten Sie das Modul in dieser Reihenfolge ein: erst den Modulstatus, dann die Zuschlagsregeln, danach die Anzeige und die Art der Berechnung.
3.1 Grundeinstellungen
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus - Sperrgutzuschlag | Schaltet das Modul ein oder aus. Ausgeschaltet bedeutet: kein Zuschlag, keine Hinweise im Shop, keine zusätzlichen Felder im Adminbereich – der Shop verhält sich wie ohne das Modul. (Standard: Ausgeschaltet) |
| Ihre Version | Die eingespielte Modulversion. Reine Anzeige. |
| Lizenzstufe | Die Ausbaustufe, für die Ihre Lizenz gilt. Reine Anzeige. |
| Ihre Lizenz: | Art und Laufzeit Ihrer Lizenz. Reine Anzeige. |
3.2 Die Zuschlagsregeln „Zuschlag -1-“ bis „Zuschlag -10-“
Zehn gleichartige Felder nehmen je eine Regel auf. Eine Regel beantwortet drei Fragen: Für welche Lieferländer?, Welcher Betrag? und Für welche Versandarten?
LÄNDER;BETRAG;VERSANDMODULE
| Feldteil | Inhalt |
|---|---|
| LÄNDER | Ein oder mehrere zweistellige Länder-ISO-Codes, durch Komma getrennt, z. B. DE oder DE,AT,CH. Maßgeblich ist das Lieferland der Bestellung. |
| BETRAG | Der Zuschlag mit Punkt statt Komma, z. B. 9.95. Der Betrag ist ein Nettobetrag; die Steuer richtet sich nach der Steuerklasse der Summenzeile (Kapitel 4). |
| VERSANDMODULE | Ein oder mehrere Versandmodule, durch Komma getrennt, z. B. dp,dhl. Den passenden Namen finden Sie im Adminbereich unter Module → Versandarten in der Spalte Modulname. Bleibt dieser Teil leer, gilt die Regel für alle Versandarten außer der Selbstabholung. |
Beispiele:
DE;9.95;dp Zuschlag 9,95 bei Lieferung nach Deutschland über das Modul „dp“ AT,CH;19.95 Zuschlag 19,95 nach Österreich und in die Schweiz, alle Versandarten DE,AT,CH;9.95;dp,dhl
Unter jedem Feld begleitet Sie eine Eingabehilfe: Sie zeigt an, in welchem Feldteil Sie sich gerade befinden, und meldet Schreibfehler, bevor Sie speichern. Ein leeres Feld ist immer erlaubt – es bedeutet schlicht, dass diese Regel nicht benutzt wird.
3.3 Anzeige im Shop
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Hinweis Produktseite | Zeigt auf der Produktdetailseite unter dem Preis den Hinweis, dass es sich um ein Sperrgut handelt. (Standard: Ja, Hinweis zeigen – empfohlen, weil der Kunde den Zuschlag dann früh sieht) |
| Hinweis Kategorie | Zeigt denselben Hinweis in der Kategorielistung und in Suchergebnissen. (Standard: Ja, Hinweis zeigen) |
3.4 Berechnung
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Zuschlag pro Sperrgut? | Einmalig zur Bestellung: Der Zuschlag fällt genau einmal an, gleichgültig wie viele Sperrgutartikel im Warenkorb liegen. Pro Sperrgutprodukt: Der Zuschlag wird mit der Menge der Sperrgutartikel multipliziert. Liegen ein Gartenhaus und zwei Sonnenschirme im Warenkorb, wird der Zuschlag dreimal berechnet – sofern nicht die Sonderregel aus Kapitel 5.2 greift. (Standard: Einmalig zur Bestellung) |
3.5 Der Prüfbericht auf der Setupseite
Oberhalb der Einstellungen erscheint bei jedem Aufruf der Setupseite ein kurzer Bericht zur Einrichtung. Grün heißt: alles beisammen. Gelb listet die offenen Punkte auf, zum Beispiel:
- die Summenzeile ist nicht installiert oder ausgeschaltet,
- für die Summenzeile ist keine Steuerklasse hinterlegt,
- eine Regel enthält einen Betrag mit Komma statt Punkt,
- ein Ländercode ist im Shop gar nicht als aktives Land eingerichtet,
- ein angegebenes Versandmodul gibt es in diesem Shop nicht,
- es ist noch kein einziger Artikel als Sperrgut gekennzeichnet.
Rot erscheint, solange das Modul ausgeschaltet ist.
4. Die Zusammenfassung im Shop einrichten
Der Zuschlag erscheint in der Bestellung als eigene Summenzeile. Diese Zeile ist ein Gambio-Modul und wird beim Einrichten des Moduls automatisch angelegt. Sie finden sie im Adminbereich unter Module → Zusammenfassung unter dem Namen Sperrgutzuschlag.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Sperrgutzuschlag anzeigen | Hauptschalter der Summenzeile. Steht er auf false, wird kein Zuschlag berechnet – auch dann nicht, wenn im Modulsetup alles eingerichtet ist. Der Prüfbericht weist Sie darauf hin. |
| Sortierreihenfolge | Bestimmt die Position der Zeile in der Bestellübersicht. Der Vorgabewert 32 setzt den Zuschlag hinter die Versandkosten und vor die Steuer- und Gesamtzeilen. |
| Steuerklasse | Die Steuerklasse, mit der der Zuschlag besteuert wird – in aller Regel dieselbe wie bei den Versandkosten. Ohne Steuerklasse bleibt der Zuschlag unversteuert, was in einem Shop mit Bruttopreisen fast nie gewollt ist. |
5. Artikel als Sperrgut kennzeichnen
Der Zuschlag wird nur dann berechnet, wenn im Warenkorb mindestens ein gekennzeichneter Artikel liegt. Für die Kennzeichnung gibt es vier Wege.
5.1 Kennzeichnung im Artikel
Öffnen Sie den Artikel im Adminbereich unter Artikel / Kategorien. Im Bereich Kennzeichen: Artikel ist Sperrgut setzen Sie das Häkchen bei Dieser Artikel ist ein Sperrgut und speichern den Artikel.
5.2 Sonderregel: Artikel zählt immer als EIN Sperrgut
Das zweite Häkchen – Ergänzende Sonderregel, wenn markiert als Sperrgut: Dieser Artikel zählt immer als EIN Sperrgut (egal wie viele bestellt werden) – ist nur dann von Bedeutung, wenn im Setup Pro Sperrgutprodukt eingestellt ist. Es sorgt dafür, dass dieser eine Artikel den Zuschlag genau einmal auslöst, auch wenn der Kunde fünf Stück bestellt.
Das ist überall dort richtig, wo mehrere Stück gemeinsam auf einer Palette gehen: Der Spediteur berechnet die Sendung, nicht das einzelne Stück.
5.3 Serienänderung über die Kategorie
Ganze Sortimente kennzeichnen Sie in einem Zug. Öffnen Sie die Kategorie zum Bearbeiten (Artikel / Kategorien, dann das Stiftsymbol an der Kategorie). Im Bereich Sperrgutzuschlag wählen Sie, ob nur die Artikel dieser Kategorie oder auch die aller Unterkategorien geändert werden sollen, und ob die Kennzeichnung gesetzt oder entfernt wird. Die Änderung wird beim Speichern der Kategorie ausgeführt.
5.4 Kennzeichnung auf Variantenebene
Häufig ist nicht der ganze Artikel sperrig, sondern nur eine Ausführung – das Regal in 200 cm Breite, nicht das in 80 cm. Öffnen Sie dazu den Artikel und wechseln Sie auf den Reiter Varianten. Die Liste zeigt die zusätzliche Spalte Sperrgut?.
In der einzelnen Variante setzen Sie das Kennzeichen im Feld Sperrgut? auf SPERRGUT und speichern.
In der Kategorielistung und auf der Produktseite erscheint bei solchen Artikeln der Hinweis „Dieser Artikel ist ggf. ein SPERRGUT!“, weil erst die Wahl der Variante entscheidet.
5.5 Kennzeichnung über den CSV-Im- und Export
Die Kennzeichnung lässt sich auch über die Artikel-CSV pflegen. Ergänzen Sie dazu im Adminbereich unter Artikel / Kategorien → Import/Export Ihre CSV-Konfiguration um eine Spalte:
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Spaltenname | p_bulky_surcharge |
| Spalteninhalt | {p_bulky_surcharge} |
Speichern Sie die Konfiguration. Beim Export enthält die Spalte je Artikel den Wert 1 (Artikel ist Sperrgut) oder 0 (Artikel ist kein Sperrgut). Beim Import wird die Spalte ausgewertet, wenn sie einen dieser beiden Werte enthält; eine leere Spalte lässt die vorhandene Kennzeichnung unangetastet.
6. So wirkt der Zuschlag im Shop
6.1 Kategorielistung und Produktseite
Ist im Setup der jeweilige Hinweis eingeschaltet, erscheint unter dem Preis der Vermerk, dass es sich um ein Sperrgut handelt. Der Kunde weiß damit schon vor dem Warenkorb, dass Zusatzkosten auf ihn zukommen.
6.2 Auswahl der Versandart
Bei der Wahl der Versandart nennt der Shop den Zuschlag mit Betrag – und zwar genau bei den Versandarten, für die er nach Ihren Regeln anfällt. Wird er mehrfach berechnet, steht darunter, mit welchem Einzelbetrag und wie vielen Sperrgütern gerechnet wurde.
Bei der Selbstabholung wird nie ein Zuschlag berechnet und auch keiner angezeigt.
6.3 Bestellübersicht, Bestellung und Belege
In der Bestellübersicht steht der Zuschlag als eigene Zeile zwischen den Versandkosten und den Steuer- und Gesamtzeilen. Von dort wandert er unverändert in die Bestellung und damit auch in Bestellbestätigung, Rechnung und Lieferschein.
7. Besondere Hinweise
Versandkostenfreie Lieferung
Nutzen Sie eine versandkostenfreie Lieferung ab einem bestimmten Warenwert, dann würde diese die Versandkosten ausnullen – und ein Sperrgutzuschlag liefe ins Leere, wenn Sie ihn an ein anderes Versandmodul gebunden haben. Damit der Zuschlag auch dann erhoben wird, nehmen Sie die versandkostenfreie Versandart in die Regel mit auf:
DE;9.95;dp,zonese,freeamount
Lassen Sie den Feldteil für die Versandmodule leer, ist dieser Fall bereits abgedeckt: Die Regel gilt dann für alle Versandarten außer der Selbstabholung.
Steuer
Der im Setup hinterlegte Betrag ist ein Nettobetrag. Ob und mit welchem Satz Steuer aufgeschlagen wird, entscheidet die Steuerklasse der Summenzeile (Kapitel 4) zusammen mit der Kundengruppe des Bestellers. In einem Shop mit Bruttopreisen zeigen Produktseite und Versandauswahl den Zuschlag deshalb als Bruttobetrag an.
Vor dem Livegang testen
Legen Sie nach dem Einrichten einen gekennzeichneten Artikel in den Warenkorb und gehen Sie den Bestellvorgang bis zur Bestellübersicht durch – einmal für jedes Lieferland und jede Versandart, für die Sie eine Regel angelegt haben. So sehen Sie unmittelbar, ob Ihre Regeln greifen.
8. Modultexte ändern
Alle Texte, die das Modul im Shop anzeigt, stammen aus den Textphrasen des Shops und lassen sich ohne Programmierkenntnisse anpassen. Sie finden sie im Adminbereich unter Toolbox → Texte ändern im Bereich M0051. Dort ändern Sie beispielsweise:
| Wo | Text |
|---|---|
| Produktseite / Listung | „Dieser Artikel ist ein SPERRGUT!“ |
| Produktseite / Listung | „Dieser Artikel ist ggf. ein SPERRGUT!“ (bei Varianten) |
| Versandauswahl | „Für Ihre Bestellung fällt ein Sperrgutzuschlag an:“ |
| Versandauswahl | „pro Sperrgutartikel, %s Sperrgüter“ – das %s bleibt stehen, dort setzt der Shop die Anzahl ein. |
Die Beschriftung der Summenzeile in der Bestellung („Sperrgutzuschlag“) ändern Sie ebenfalls dort, im Bereich ot_bulkysurcharge.
9. Eigenes CSS
Die Hinweise im Shop bringen ein eigenes Stylesheet mit. Wenn Sie Schriftgröße, Farbe oder Position ändern möchten, hinterlegen Sie Ihre Anpassungen bitte nicht in der Datei des Moduls, sondern über Eigenes CSS hinzufügen im Templatemanager Ihres Designs. Das Stylesheet des Moduls wird bei einem Modulupdate überschrieben, Ihr eigenes CSS bleibt erhalten.
Diese Klassen sprechen die Anzeigen an:
| Klasse | Anzeige |
|---|---|
| .m0051-bulky-note-details-page | Hinweis auf der Produktdetailseite |
| .m0051-bulky-note-category-page | Hinweis in der Kategorielistung |
| .m0052-extra-charge-shipping-page | Hinweis bei der Auswahl der Versandart |
10. Shopupdate und Modulpflege
Diese Modulfassung ist freigegeben für die Shopversionen 4.6.x.x, 4.8.x.x und 5.0.x.x (Modulversion 4.13, Modulumgebung ab 5.00.37).
Planen Sie ein Servicepack oder ein Masterupdate Ihres Shops, prüfen Sie bitte vorher, ob die Modulumgebung und alle eingesetzten Module zur neuen Shopversion freigegeben sind, und halten Sie die passenden Aktualisierungen bereit. Führen wir das Shopupdate für Sie durch, aktualisieren wir die Xycons-Module und die Modulumgebung immer mit, sofern sie für die Zielversion vorliegen.
Nach dem Einspielen einer neuen Modulfassung öffnen Sie einmal die Setupseite des Moduls: Dabei werden notwendige Anpassungen automatisch nachgezogen. Leeren Sie anschließend den Textcache und den Seitencache des Shops.
11. Wenn einmal etwas nicht rechnet
| Beobachtung | Das sollten Sie prüfen |
|---|---|
| Es wird gar kein Zuschlag berechnet | Steht der Modulstatus auf „Eingeschaltet“? Ist die Summenzeile Sperrgutzuschlag unter Module → Zusammenfassung aktiv? Ist mindestens ein Artikel im Warenkorb gekennzeichnet? Der Prüfbericht auf der Setupseite beantwortet diese Fragen in einem Blick. |
| Zuschlag nur für manche Lieferländer | Steht das Lieferland als ISO-Code in einer Regel? Ländercodes werden zweistellig geschrieben (DE, AT, CH). |
| Zuschlag nur bei manchen Versandarten | Stimmt der Modulname im dritten Feldteil? Er steht unter Module → Versandarten in der Spalte „Modulname“. Bei Selbstabholung fällt nie ein Zuschlag an. |
| Der Betrag ist zu hoch oder zu niedrig | Prüfen Sie die Einstellung Zuschlag pro Sperrgut? und die Sonderregel im Artikel (Kapitel 5.2). Bei „Pro Sperrgutprodukt“ wird mit der bestellten Menge multipliziert. |
| Der Zuschlag wird ohne Steuer ausgewiesen | Hinterlegen Sie in der Summenzeile eine Steuerklasse (Kapitel 4). |
| Hinweise erscheinen nicht im Shop | Sind „Hinweis Produktseite“ bzw. „Hinweis Kategorie“ eingeschaltet? Leeren Sie danach den Seitencache des Shops. |
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

