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Inhaltsverzeichnis

M0048 CLP-Gefahrenhinweise für Gambio

Handbuch

Stand: 2026-08 · (c) Xycons GmbH & Co. KG - www.xycons.de

1. WAS DAS MODUL LEISTET

Wer Gefahrstoffe verkauft - Reinigungsmittel, Lacke, Chemikalien, Batterien, Duftöle, Pflanzenschutz -, muss seine Kunden über die Gefahren informieren. Die CLP-Verordnung schreibt dafür Gefahrenhinweise, Sicherheitshinweise, Signalwörter und Piktogramme vor. Diese Angaben von Hand in jede Artikelbeschreibung zu schreiben, ist mühsam, fehleranfällig und bei jeder Textänderung erneut zu pflegen.

Das Modul nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Sie pflegen die Gefahrensätze einmal zentral und weisen sie den Artikeln anschließend nur noch über ihr Kürzel zu - etwa H315, H319, P280. Der Shop setzt daraus selbständig eine vollständige, einheitlich formatierte Anzeige zusammen: mit den passenden Piktogrammen, dem höchstwertigen Signalwort und den ausformulierten Texten in jeder Sprache Ihres Shops.

Im Einzelnen erhalten Sie:

  • eine zentrale Verwaltung für H-, EUH-, P-, R- und S-Sätze sowie eigene Hinweissätze,
  • rund 1.400 vorbereitete Basisdatensätze als Ausgangspunkt, teilweise mit englischer Übersetzung,
  • die automatische Zuordnung der neun GHS-Piktogramme und der Signalwörter zu den Sätzen,
  • einen eigenen Reiter auf der Artikelseite mit allen Angaben zum Artikel,
  • ein optionales Zwischenfenster, wenn ein solcher Artikel in den Warenkorb gelegt wird,
  • eine optionale Kenntnisnahme-Bestätigung im Bestellablauf, wahlweise mit PDF zum Herunterladen,
  • einen Gefahrendatenkopierer, der die Angaben eines Artikels auf ganze Kategorien überträgt,
  • eine Serienänderung aus der Kategorieverwaltung heraus,
  • die Erweiterung des CSV-Im- und Exports um alle Felder des Moduls.

Alle Texte sind sprachabhängig hinterlegbar. Betreiben Sie Ihren Shop mehrsprachig, zeigt jeder Besucher die Hinweise in seiner Sprache.

2. WICHTIGER HINWEIS ZU DEN MITGELIEFERTEN BASISDATEN

Bitte unbedingt beachten: Mit der Anzeige von Warnhinweisen zu Ihren Produkten kommen Sie unter Umständen einer rechtlichen Verpflichtung nach. Das Modul liefert dafür als reine Ausgangsbasis vorbereitete Satzdaten mit, teilweise einschließlich englischer Übersetzung.

Diese Basisdaten müssen von Ihnen vor jeder Verwendung geprüft und inhaltlich verifiziert werden. Fehlerhafte Inhalte, zwischenzeitliche Änderungen der offiziellen Wortlaute oder Abweichungen sind von Ihnen zu kontrollieren. Wir sind nicht verantwortlich oder haftbar, wenn Sie die vorgelieferten Satzdaten ungeprüft verwenden, sich die offiziellen Definitionen geändert haben oder Sie fehlerhafte Inhalte beziehungsweise falsche Warnhinweise veröffentlichen.

Prüfen Sie insbesondere die Inhalte auf Lücken, die mit zusätzlichen Angaben ausgefüllt werden müssen, bevor Sie die betreffenden Sätze überhaupt verwenden können und dürfen. Stellen Sie außerdem sicher, dass notwendige fremdsprachliche Übersetzungen vorgenommen werden - nicht zu allen Sätzen liegt ein fremdsprachlicher Inhalt vor. Kontrollieren Sie vor der Veröffentlichung an einem Beispielartikel, ob alle notwendigen Angaben erscheinen, korrekt sind und der gesetzlichen Anforderung standhalten.

Die Haftung für die Nutzung der Inhalte liegt beim Shopinhaber im Rahmen seiner Produktverantwortung.

3. WO SIE DAS MODUL FINDEN

Die Einstellungen erreichen Sie im Shop-Administrationsbereich über das Menü "Xycons-Module" und dort unter "Kundenkonto / Setups". Auf dieser Seite wählen Sie den Reiter mit dem Modultitel Gefahrensätze.

Im Modul-Center von Gambio finden Sie das Modul nicht - Xycons-Module werden über den eigenen Menüpunkt verwaltet.

Zwei weitere Menüpunkte entstehen unter "Xycons-Module":

  • Gefahrensätze - die Verwaltung der Sätze selbst (Kapitel 6),
  • Gefahrendatenkopierer - die Übertragung der Angaben auf viele Artikel (Kapitel 9).

4. DAS SETUP: JEDE EINSTELLUNG IM EINZELNEN

Zu jeder Einstellung finden Sie im Setup zusätzlich das gewohnte Informationssymbol mit einer Kurzbeschreibung. Hier die vollständige Übersicht.

4.1 Modulstatus und Lizenz

  • Modulstatus - Gefahrensätze
    Schaltet das Modul insgesamt ein oder aus. Solange es ausgeschaltet ist, erscheint im Setup ein rot hinterlegter Hinweis, und sämtliche Funktionen bleiben wirkungslos: kein Reiter auf der Artikelseite, kein Zwischenfenster, keine Bestätigung im Bestellablauf. Voreingestellt ist Ausgeschaltet.
  • Ihr Lizenzschlüssel und Ihre Lizenz
    Hier tragen Sie den Ihnen zugesandten Lizenzschlüssel ein. Das Feld zur Lizenzart wird vom Modul selbst gefüllt und ist nicht änderbar.

4.2 Die Anzeige auf der Artikelseite

  • Symbolgröße
    Die Kantenlänge der angezeigten Gefahrenpiktogramme in Bildpunkten. Empfohlen wird der Wert 40. Der Wert gilt sowohl für die offiziellen GHS-Piktogramme als auch für eigene Grafiken, die Sie einzelnen Sätzen zugeordnet haben.
  • Warnziffern unterdrücken
    Legt fest, ob vor jedem Hinweistext dessen Kürzel steht. Bei Nein, nicht unterdrücken erscheint zum Beispiel "H315 - Verursacht Hautreizungen.". Bei Ja, unterdrücken entfällt das Kürzel und wird durch ein kleines Pfeilzeichen ersetzt - die Anzeige wirkt dann ruhiger und richtet sich stärker an Endkunden. Voreingestellt ist Ja, unterdrücken.
  • Direktanzeige
    Wird der Reiter mit den Hinweisen beim Aufruf der Artikelseite sofort aufgeklappt? Bei Ja muss der Besucher nicht erst darauf klicken. Sinnvoll, wenn die Hinweise für Ihr Sortiment eine zentrale Rolle spielen. Voreingestellt ist Nein.
  • TAB hinter Rezensionen
    Bestimmt die Position des Reiters. Bei Ja rückt er hinter die Kundenrezensionen, sofern diese in Ihrem Design ebenfalls als Reiter erscheinen. Bei Nein bleibt die Standardposition erhalten. Voreingestellt ist Nein.
  • Popup-Content
    Ermöglicht einen eigenen einleitenden Text über den Warnhinweisen - etwa einen allgemeinen Sicherheitshinweis oder einen Verweis auf Ihr Sicherheitsdatenblatt. Legen Sie dazu im Content-Manager unter "Elemente" > "Sonstige" einen Inhalt an. Bleiben Sie anschließend mit der Maus über der Zeile stehen, um die Nummer des Inhalts abzulesen, und tragen Sie diese Nummer hier ein. Das Warnzeichen, das der Content-Manager bei solchen Einträgen zeigt, können Sie ignorieren: Die Verwendung durch das Modul ist sichergestellt, ein Einbau ins Design ist nicht nötig.

4.3 Das Zwischenfenster beim Warenkorb

  • WK-Bestätigung
    Bei Ja, Zwischenfenster anzeigen erscheint ein Hinweisfenster mit den Gefahrenhinweisen, sobald ein betroffener Artikel in den Warenkorb gelegt wird - sowohl von der Artikelseite als auch aus der Artikelübersicht heraus. Der Kunde bestätigt mit "Gelesen und verstanden", danach wird der Artikel in den Warenkorb übernommen. Voreingestellt ist Nein.

4.4 Die Bestätigung im Bestellablauf

  • Gesamtbestätigung
    Bei Ja, Bestätigung einholen muss der Kunde im Bestellablauf ausdrücklich bestätigen, die Hinweise zur Kenntnis genommen zu haben, bevor er die Bestellung abschließen kann. Fehlt das Häkchen, führt der Shop ihn mit einer Meldung auf die Zahlungsseite zurück. Die Abfrage erscheint nur, wenn sich tatsächlich ein Artikel mit Hinweisen im Warenkorb befindet. Voreingestellt ist Nein.
  • Hinweise wiederholen
    Ergänzt die Bestätigung um die vollständigen Hinweise aller betroffenen Artikel des Warenkorbs, jeweils mit Artikelnummer und Artikelname. Der Kunde muss die Angaben dann nicht auf den einzelnen Artikelseiten zusammensuchen. Wirkt nur zusammen mit der Gesamtbestätigung. Voreingestellt ist Nein.
  • Hinweise als PDF
    Blendet neben der Bestätigung einen Verweis ein, über den der Kunde alle Hinweise seiner Bestellung als PDF-Datei herunterladen kann. Wirkt ebenfalls nur zusammen mit der Gesamtbestätigung. Voreingestellt ist Nein.

4.5 Arbeitserleichterung und Diagnose

  • Produktkopie
    Legt fest, ob beim Kopieren eines Artikels im Administrationsbereich auch dessen Gefahrenangaben mitkopiert werden. Bei Ja übernimmt die Kopie sämtliche Zuweisungen, Platzhalter und Zusatzangaben - bei Artikelfamilien mit gleichem Gefahrenprofil eine erhebliche Erleichterung. Voreingestellt ist Ja.
  • Debug-Modus
    Nur für die Fehlersuche gedacht und ausschließlich auf unsere Anforderung hin einzuschalten. In eingeschaltetem Zustand baut das Modul die Anzeige bei jedem Seitenaufruf neu auf, statt auf den Zwischenspeicher zurückzugreifen. Das ist bei der Diagnose hilfreich, belastet aber den Shop spürbar. Lassen Sie diese Einstellung im laufenden Betrieb auf Inaktiv.

5. IN FÜNF SCHRITTEN EINGERICHTET

  • Schritt 1: Lizenzschlüssel eintragen und den Modulstatus auf Eingeschaltet setzen.
  • Schritt 2: Entscheiden, ob Sie mit den mitgelieferten Basisdaten starten (Kapitel 7) oder Ihre Sätze selbst anlegen (Kapitel 6). Beachten Sie in jedem Fall zuvor den rot hinterlegten Hinweis in Kapitel 2.
  • Schritt 3: Die benötigten Sätze durchsehen, Lücken schließen, fehlende Übersetzungen ergänzen.
  • Schritt 4: Einem Beispielartikel die Kürzel zuweisen (Kapitel 8) und das Ergebnis im Shop kontrollieren.
  • Schritt 5: Erst wenn die Anzeige stimmt, die weiteren Optionen zuschalten - Zwischenfenster, Gesamtbestätigung, PDF - und die übrigen Artikel versorgen, gegebenenfalls mit dem Gefahrendatenkopierer aus Kapitel 9.

6. DIE GEFAHRENSÄTZE VERWALTEN

Die Verwaltung erreichen Sie über "Xycons-Module" > "Gefahrensätze".

6.1 Die Satzarten

Die Sätze sind nach Art getrennt; die Art wählen Sie über die Reiter im oberen Bereich:

  • H-Sätze - Gefahrenhinweise,
  • EUH-Sätze - ergänzende Etikettenelemente und Informationen zu bestimmten Gefahrstoffen,
  • P-Sätze - Sicherheitshinweise,
  • R-Sätze - Risikohinweise (aus der älteren Kennzeichnung),
  • S-Sätze - Sicherheitshinweise der älteren Gefahrstoffkennzeichnung,
  • Andere - eigene Hinweissätze, die in keine der obigen Kategorien fallen.

Die Satzart ergibt sich aus dem ersten Buchstaben des Kürzels. Ein Satz im Reiter "P-Sätze" muss also mit einem P beginnen; das Modul weist Sie beim Speichern darauf hin, wenn das nicht zusammenpasst.

6.2 Einen Satz anlegen oder ändern

Über ERSTELLEN legen Sie einen neuen Satz an, über das Stiftsymbol ändern Sie einen bestehenden. Das Kopiersymbol daneben legt einen neuen Satz auf Grundlage des bestehenden an - praktisch beim Aufbau von Varianten.

Ein Satz besteht aus:

  • dem Kürzel - eindeutig und mit dem richtigen Anfangsbuchstaben. Verwenden Sie darin keine Leerzeichen und kein Pluszeichen: Leerzeichen wandelt das Modul beim Speichern in Unterstriche um, das Pluszeichen ist für Kombinationen reserviert und wird zu einem Bindestrich.
  • dem Gefahrentext je Sprache - den amtlichen Wortlaut. Die Sprachen erreichen Sie über die Flaggenreiter unterhalb der Kopfangaben.
  • dem Piktogramm und dem Signalwort (siehe 6.3),
  • optional einem eigenen Bild, das zusätzlich zum Piktogramm vor dem Text erscheint.

Ein Kürzel darf nur einmal vergeben werden. Versuchen Sie, ein bereits vorhandenes anzulegen, weist das Modul Sie darauf hin.

6.3 Piktogramm und Signalwort

Jedem Satz ordnen Sie eines der neun offiziellen GHS-Piktogramme zu sowie ein Signalwort: Kein Signalwort, Achtung! oder Gefahr!. In den mitgelieferten Basisdaten sind diese Zuordnungen bereits gesetzt.

Aus allen Sätzen eines Artikels ermittelt das Modul das höchstwertige Signalwort und zeigt nur dieses an. Die Rangfolge lautet absteigend: Gefahr!, Achtung!, kein Signalwort. Die Piktogramme werden dagegen gesammelt und alle gemeinsam angezeigt, jedes jedoch nur einmal.

Die CLP-Verordnung ist bei der Produkteinordnung sehr flexibel. Es kann daher vorkommen, dass für einen Satz üblicherweise "Achtung!" vorgesehen ist, Ihr konkretes Produkt aber "Gefahr!" erfordert. Für diesen Fall können Sie das Signalwort im Artikel selbst übersteuern (siehe Kapitel 8).

6.4 Kombinationen mit dem Pluszeichen

Mehrere Sätze lassen sich zu einer Einheit verbinden, indem Sie ihre Kürzel bei der Zuweisung zum Artikel mit einem Pluszeichen verketten:

P332+P337+P338

Das Modul setzt die Texte der beteiligten Sätze in dieser Reihenfolge zu einem zusammenhängenden Hinweis zusammen. Sie müssen solche Kombinationen also nicht als eigene Sätze anlegen.

Offizielle Kombinationen aus den Basisdaten sind dagegen mit einem Schrägstrich verbunden - etwa P302/P352 - und als fertige Einheit hinterlegt. Diese verwenden Sie unverändert.

6.5 Varianten mit dem Punkt

Viele amtliche Sätze enthalten Lücken, die je nach Produkt unterschiedlich zu füllen sind. Beispiel:

H341   Kann vermutlich genetische Defekte verursachen [Expositionsweg
       angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem
       anderen Expositionsweg besteht].

Benötigen Sie mehrere Ausprägungen desselben Satzes, hängen Sie an das Kürzel einen durch einen Punkt abgetrennten Zusatz an:

H341.1   Kann vermutlich genetische Defekte verursachen wenn eingeatmet.
H341.2   Kann vermutlich genetische Defekte verursachen wenn verschluckt.

Damit werden beide Kürzel eindeutig und getrennt pflegbar. Vor der Anzeige im Shop entfernt das Modul die Erweiterung wieder - aus "H341.1" wird also wieder "H341", weil das dem amtlichen Kürzel entspricht, während der von Ihnen formulierte Variantentext erscheint.

Bei offiziellen Kombinationen gehen Sie genauso vor:

P302/P352     BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser/[...]/waschen.
P302/P352.1   BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen.
P302/P352.2   BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel destilliertem Wasser waschen.

Hängen Sie die Variantenerweiterung immer an das Ende des Kürzels an.

6.6 Lückentexte mit Platzhaltern

Wenn Sie für eine Lücke keine feste Variante anlegen wollen, weil der einzusetzende Text je Artikel verschieden ist, verwenden Sie einen Platzhalter. Im Gefahrentext schreiben Sie dazu:

[@H351@]

Der Name zwischen [@ und @] muss eindeutig sein. Es empfiehlt sich, dafür das Kürzel des Satzes zu verwenden - so bleibt der Zusammenhang erkennbar. Den Inhalt für diesen Platzhalter geben Sie später artikel- und sprachbezogen im Artikel selbst an (siehe 8.2). Das Modul ersetzt den Platzhalter vor der Anzeige durch Ihren Text.

Ein Platzhalter, für den im Artikel kein Wert hinterlegt ist, wird ersatzlos entfernt. Der Kunde sieht also nie eine unausgefüllte Lücke.

7. DIE MITGELIEFERTEN BASISDATEN EINSPIELEN

Beachten Sie vor diesem Schritt unbedingt den rot hinterlegten Hinweis in Kapitel 2.

Das Einspielen starten Sie durch Aufruf folgender Adresse in Ihrem Browser:

{Ihre-Shop-Adresse}/create_records_m0048.php

Sie müssen dafür im Administrationsbereich Ihres Shops angemeldet sein. Ohne Anmeldung verweigert das Werkzeug die Ausführung. Anschließend erscheint eine Sicherheitsabfrage, die Ihnen anzeigt, wie viele Datensätze derzeit vorhanden sind. Erst nach Ihrer ausdrücklichen Bestätigung beginnt der Vorgang.

Achtung: Der Vorgang löscht alle derzeit im Shop vorhandenen Gefahrensätze des Moduls und ersetzt sie durch die mitgelieferten Basisdaten. Eigene Anpassungen an den Sätzen gehen dabei verloren. Erstellen Sie vorher eine Datensicherung.

Die Texte werden nur für die Sprachen eingespielt, die in Ihrem Shop tatsächlich angelegt sind. Sprachen, für die Basisdaten vorliegen, die es in Ihrem Shop aber nicht gibt, werden übersprungen und am Ende benannt.

Die eingespielten Daten sind von Ihnen vollständig zu kontrollieren, vor der Verwendung zu prüfen und gegebenenfalls als Varianten an Ihre Anforderungen anzupassen.

Wenn Sie die vorbereiteten Sätze nicht nutzen möchten, können Sie die genannte Datei aus dem Hauptverzeichnis Ihres Shops löschen.

8. DIE ZUWEISUNG ZUM ARTIKEL

In den Stammdaten jedes Artikels entsteht durch das Modul der Bereich "Gefahrensätze". Je nach den in Ihrem Shop aktiven Sprachen erscheinen dort mehrere sprachabhängige Eingabefelder.

8.1 Die Felder im Einzelnen

  • Gefahrensatz/-sätze
    Die Kürzel der für diesen Artikel geltenden Sätze, durch Komma getrennt. Einzelne Sätze lassen sich mit dem Pluszeichen zu Einheiten kombinieren (siehe 6.4). Beispiel: H315,H319,P280,P302+P352. Dieses Feld entscheidet darüber, ob der Artikel im Shop überhaupt Hinweise erhält.
  • Signalwort
    Übersteuert die automatische Ermittlung. Steht hier ein Wert, wird dieser verwendet - unabhängig davon, welche Signalwörter die zugewiesenen Sätze mitbringen. Keine Übersteuerung belässt es bei der automatischen Ermittlung.
  • Benutzte Platzhalter (je Sprache)
    Die Werte für die in den Sätzen verwendeten Platzhalter (siehe 8.2).
  • Stoffbezeichnung (je Sprache)
    Die Bezeichnung des Stoffes oder Gemisches. Erscheint im Shop als eigener Abschnitt oberhalb der Hinweise.
  • Kennung / Chemische Charakterisierung
    Die chemische Kennung des Produkts.
  • Gebindegröße(n)
    Die für diesen Artikel relevanten Gebindegrößen.
  • Angaben zum Lieferanten
    Informationen zum Hersteller oder Lieferanten, etwa eine Kontaktadresse.
  • Ergänzende Informationen (je Sprache)
    Weitere Angaben, die im Anschluss an die Hinweise erscheinen sollen.

Alle Felder außer den Gefahrensätzen sind freiwillig; leer gelassene Felder erzeugen im Shop keine leeren Abschnitte.

8.2 Platzhalter im Artikel befüllen

Für jede aktive Sprache steht ein Feld "Benutzte Platzhalter" bereit. Tragen Sie die Werte nach folgendem Schema ein und trennen Sie mehrere Angaben durch ein Semikolon:

@NAME=WERT

Ein Beispiel für die deutsche Sprache:

@H351=wenn länger eingeatmet;@H370=bei Kontamination mit der Haut

Das Modul sucht daraufhin im Satz H351 nach dem Platzhalter [@H351@] und setzt dort "wenn länger eingeatmet" ein; entsprechend im Satz H370. Ein abschließendes Semikolon oder eine leere Angabe zwischen zwei Semikola schadet nicht.

9. DER GEFAHRENDATENKOPIERER

Haben Sie viele Artikel mit identischem Gefahrenprofil, ersparen Sie sich mit diesem Werkzeug die Einzelpflege. Sie erreichen es über "Xycons-Module" > "Gefahrendatenkopierer".

9.1 So gehen Sie vor

  • Ursprungsprodukt wählen. Zur Auswahl stehen ausschließlich Artikel, bei denen bereits Gefahrensätze hinterlegt sind. Über das Suchfeld schränken Sie die Liste nach Produkt-ID, Artikelnummer oder Artikelname ein.
  • Angaben prüfen. Nach dem Laden zeigt die Seite sämtliche zu übertragenden Felder und zusätzlich eine Vorschau, wie die Hinweise im Shop aussehen werden.
  • Zielkategorien auswählen. Der Kategoriebaum zeigt je Kategorie, wie viele aktive Artikel unmittelbar darin liegen und wie viele einschließlich der Unterkategorien. Über die Schaltflächen an jedem Ast wählen Sie eine Kategorie einzeln oder mitsamt allen Unterkategorien aus. Inaktive Kategorien lassen sich ein- und ausblenden.
  • Betroffene Produkte ermitteln. Das Modul zeigt Ihnen die vollständige Trefferliste, bevor irgendetwas geschrieben wird. Prüfen Sie diese Liste sorgfältig.
  • Kopiervorgang starten. Es folgen ein Hinweis auf die empfohlene Datensicherung und eine abschließende Sicherheitsabfrage mit der Anzahl der betroffenen Artikel. Der Vorgang läuft anschließend blockweise ab, ein Fortschrittsbalken zeigt den Stand - auch mehrere tausend Artikel laufen so ohne Zeitüberschreitung durch.

9.2 Was dabei überschrieben wird

Übertragen werden alle Felder des Moduls: die Gefahrensätze, das übersteuernde Signalwort, Lieferantenangaben, Kennung, Gebindegrößen sowie die sprachabhängigen Platzhalter, Stoffbezeichnungen und ergänzenden Informationen.

Achtung: Vorhandene Gefahrenangaben in den Zielartikeln werden dabei unwiderruflich überschrieben. Es gibt keine Rückgängig-Funktion. Erstellen Sie vor dem Kopiervorgang eine Datensicherung.

Berücksichtigt werden nur aktive Artikel; das Ursprungsprodukt selbst bleibt unangetastet. Die Anzeige im Shop wird unmittelbar nach dem Vorgang aktualisiert.

10. SERIENÄNDERUNG ÜBER DIE KATEGORIE

Für den umgekehrten Fall - alle Artikel einer Kategorie sollen dieselbe Zuweisung erhalten oder gar keine mehr - gibt es eine Kurzform direkt in der Kategorieverwaltung. Öffnen Sie eine Kategorie zum Bearbeiten; im unteren Bereich finden Sie den Abschnitt des Moduls mit drei Möglichkeiten:

  • Daten nicht verändern - die Voreinstellung; es passiert nichts.
  • Alle Warnhinweise entfernen - löscht die Satzzuweisung bei allen betroffenen Artikeln.
  • Folgende Einstellung setzen - trägt die im Eingabefeld angegebenen Kürzel bei allen betroffenen Artikeln ein.

Über die beiden Auswahlfelder darüber legen Sie fest, ob nur die Artikel dieser Kategorie erfasst werden oder auch die aller Unterkategorien.

Anders als der Gefahrendatenkopierer wirkt diese Funktion nur auf das Feld mit den Gefahrensätzen - Platzhalter, Lieferantenangaben und die übrigen Felder bleiben unverändert.

11. SO SIEHT ES IM SHOP AUS

11.1 Der Reiter auf der Artikelseite

Sobald einem Artikel Gefahrensätze zugewiesen sind, erscheint auf seiner Detailseite ein zusätzlicher Reiter "CLP-Hinweise". Darin stehen - in dieser Reihenfolge - die Stoffbezeichnung, die Kennung, die Piktogramme, das Signalwort, danach die Hinweise nach Satzart gegliedert, und abschließend Gebindegrößen, Lieferantenangaben und ergänzende Informationen. Abschnitte ohne Inhalt entfallen.

Artikel ohne Zuweisung erhalten keinen Reiter - Ihr übriges Sortiment bleibt unverändert.




Ein Praxisbeispiel:

11.2 Das Zwischenfenster beim Warenkorb

Ist die WK-Bestätigung eingeschaltet, öffnet sich beim Klick auf "In den Warenkorb" ein Fenster mit denselben Hinweisen. Nach der Bestätigung wird der Artikel in den Warenkorb übernommen. Das gilt sowohl für die Artikeldetailseite als auch für die Artikelübersicht.

11.3 Die Bestätigung im Bestellablauf und das PDF

Ist die Gesamtbestätigung eingeschaltet, erscheint auf der Zahlungsseite ein zusätzlicher Abschnitt mit einem Bestätigungsfeld. Je nach Einstellung enthält er zusätzlich die vollständigen Hinweise aller betroffenen Artikel des Warenkorbs und einen Verweis zum Herunterladen als PDF. Ohne gesetztes Häkchen kann die Bestellung nicht abgeschlossen werden; der Shop führt den Kunden mit einer Meldung zurück.

12. IM-/EXPORT ÜBER CSV

Das Modul erweitert den Artikel-Im- und -Export von Gambio um seine eigenen Felder. Ergänzen Sie Ihr Exportprofil dazu um die benötigten Spalten. Der Spaltenname und der Spalteninhalt sind jeweils gleich zu benennen, der Inhalt zusätzlich in geschweifte Klammern gesetzt:

p_hazards_data              {p_hazards_data}              die Satzzuweisungen
p_hazards_manufacturer      {p_hazards_manufacturer}      die Lieferantenangaben
p_hazards_identifier        {p_hazards_identifier}        die Kennung
p_hazards_unit              {p_hazards_unit}              die Gebindeangabe
p_hazards_addinfo.de        {p_hazards_addinfo.de}        ergänzende Angaben (Sprache de)
p_hazards_placeholder.de    {p_hazards_placeholder.de}    die Platzhalter (Sprache de)
p_hazards_name.de           {p_hazards_name.de}           die Stoffbezeichnung (Sprache de)

Die drei letzten Angaben sind sprachabhängig. Die beispielhafte Endung .de ersetzen Sie je Sprache entsprechend, etwa durch .en für Englisch; für jede Sprache ist eine eigene Spalte anzulegen.

Speichern Sie das Profil mit den ergänzten Spalten. Beim Export werden die Felder anschließend mit ausgegeben, beim Import wieder eingelesen. Spalten, die Sie im Profil weglassen, bleiben beim Import unangetastet - die vorhandenen Werte im Artikel gehen also nicht verloren.

13. DIE DARSTELLUNG ANPASSEN

Die vom Modul verwendeten Gestaltungsangaben liegen in einer eigenen Datei innerhalb des Moduls. Über sie lassen sich Abstände, Schriftgrößen, Farben und die Anordnung der Piktogramme an Ihr Design anpassen.

Nehmen Sie Änderungen nicht in dieser Datei vor, sondern über "Eigenes CSS hinzufügen" im Theme-Manager Ihres Designs. Die Datei des Moduls wird bei Modulaktualisierungen überschrieben - Ihre Anpassungen wären dann verloren.

Auch die Beschriftung des Reiters selbst lässt sich hervorheben: Der Reiter des Moduls trägt eine eigene Kennzeichnung, über die Sie ihn im Theme farblich absetzen können.

14. WAS TUN, WENN ...

14.1 ... ein Gefahrensatz im Shop nicht erscheint

Prüfen Sie in dieser Reihenfolge:

  • Ist das Kürzel im Artikel genau so geschrieben wie in der Satzverwaltung? Zu einem Kürzel, das es nicht gibt, kann das Modul nichts anzeigen - es wird übergangen, die übrigen Hinweise des Artikels erscheinen aber weiterhin. Prüfen Sie im Zweifel Zeichen für Zeichen; ein vertauschter Buchstabe reicht.
  • Ist für den Satz ein Text in der aufgerufenen Sprache hinterlegt? Ohne Text in dieser Sprache bleibt der Satz leer.
  • Sind die Kürzel im Artikel durch Komma getrennt?
  • Steht der Modulstatus auf Eingeschaltet?

14.2 ... eine Änderung im Shop nicht ankommt

Das Modul legt die fertig aufbereiteten Hinweise je Artikel und Sprache im Zwischenspeicher des Shops ab, damit die Artikelseiten schnell bleiben. Änderungen an den Sätzen, an den Zuweisungen im Artikel und Kopiervorgänge geben diesen Zwischenspeicher selbständig frei.

Erscheint eine Änderung dennoch nicht, leeren Sie zusätzlich den Seitencache Ihres Shops - dieser liegt außerhalb des Moduls und speichert die fertigen Seiten als Ganzes.

14.3 ... ein Platzhalter nicht gefüllt wird

Fehlt im angezeigten Text die Stelle, an der Ihre Angabe stehen sollte, stimmen Platzhaltername im Satz und Angabe im Artikel nicht überein. Achten Sie auf die genaue Schreibweise einschließlich des führenden Klammeraffen und darauf, dass Sie den Wert in der richtigen Sprache hinterlegt haben.

Der Platzhalter selbst wird in einem solchen Fall ersatzlos entfernt - der Kunde sieht also nie eine Zeichenfolge wie [@H351@], sondern lediglich einen Satz ohne die vorgesehene Ergänzung. Kontrollieren Sie deshalb nach dem Anlegen eines Platzhalters einmal die Artikelseite.

14.4 ... das falsche Signalwort angezeigt wird

Das Modul zeigt stets das höchstwertige Signalwort aller zugewiesenen Sätze. Benötigt Ihr Produkt ein anderes, tragen Sie es im Artikel im Feld "Signalwort" ein - diese Angabe hat Vorrang.

14.5 ... in einer Fremdsprache nichts erscheint

Die Sätze werden je Sprache gepflegt. Für Sprachen ohne hinterlegten Text bleibt die Anzeige leer. Prüfen Sie die betreffenden Sätze über die Flaggenreiter in der Satzverwaltung und ergänzen Sie die fehlenden Übersetzungen. Gleiches gilt für die sprachabhängigen Felder im Artikel: Stoffbezeichnung, Platzhalter und ergänzende Informationen.

15. SHOP-UPDATES UND MODULTEXTE

15.1 Shop-Update und Versionspflege

Planen Sie ein Service-Pack oder ein Master-Update Ihres Shops, prüfen Sie vorher, ob das Modul und die Modulumgebung für die neue Shopversion freigegeben sind. Beginnen Sie mit der Aktualisierung des Shops erst, wenn die passenden Fassungen bereitstehen - andernfalls kann das Modul nach dem Update seinen Dienst einstellen.

Spielen Sie bei jedem Shop-Update immer die neueste Modulversion und die neueste Version der Modulumgebung mit ein. Beide gehören zusammen; eine neue Modulversion setzt regelmäßig eine aktuelle Modulumgebung voraus. Führen wir die Aktualisierung Ihres Shops durch, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung immer mit.

15.2 Modultexte anpassen

Alle Texte, die das Modul im Shop anzeigt - die Überschrift des Reiters, die Bezeichnungen der einzelnen Abschnitte, der Bestätigungstext im Bestellablauf und die Signalwörter -, lassen sich über die Shopfunktion "Texte ändern" im Administrationsbereich an Ihre eigene Ansprache anpassen. Suchen Sie dort nach dem angezeigten Text oder dem zugehörigen Textschlüssel und überschreiben Sie ihn. Leeren Sie nach einer Änderung den Texte- und den Seitencache.

Bedenken Sie bei Anpassungen, dass es sich um rechtlich relevante Angaben handelt: Die amtlichen Wortlaute der Gefahren- und Sicherheitshinweise selbst pflegen Sie nicht hier, sondern in der Satzverwaltung.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

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Stand: 2026-08-29 21:16:35