M0022 VPE-Rechner für Gambio
Handbuch
1. Wofür Sie den Bedarfsrechner einsetzen
Viele Waren werden nicht stückweise verkauft, sondern in Gebinden: Fliesen im Paket, Kantenband auf der Rolle, Wein im Karton, Dämmstoff im Bund. Ihre Kundschaft denkt dabei aber nicht in Paketen, sondern im eigenen Bedarf – „ich brauche 45 Quadratmeter“ oder „ich brauche 23 laufende Meter“.
Genau diese Umrechnung nimmt das Modul ab. Auf der Artikelseite erscheint neben dem gewohnten Mengenfeld ein zweites Feld für den Bedarf. Wer dort seine Quadratmeter, Meter oder Flaschen einträgt, bekommt die passende Zahl Verkaufseinheiten sofort eingesetzt – und darunter in einem Satz erklärt, wie diese Zahl zustande kommt. Umgekehrt geht es ebenso: Wer die Paketzahl ändert, sieht sofort, wie viel Fläche oder Länge das ergibt.
Beide Felder bleiben dabei immer im Einklang. Was im Warenkorb landet, ist die Verkaufseinheit – das Bedarfsfeld ist reine Rechenhilfe und ändert an Preis, Bestand oder Versand nichts. Auf Wunsch begleitet die Angabe den Einkauf weiter: in der Artikelliste, im Warenkorb, auf dem Bestellausdruck und in der Bestellbestätigung.
2. Was am Artikel hinterlegt sein muss
2.1 Mengeneinheit, Umrechnungswert und Verkaufseinheit
Der Rechner lebt von Angaben, die Gambio ohnehin am Artikel führt und die Sie in der Artikelbearbeitung finden:
| Angabe | Bedeutung für den Rechner |
|---|---|
| Grundpreis-Mengeneinheit | Die Einheit, in der Ihre Kundschaft denkt – also m², lfd. m, kg oder Flaschen. Sie erscheint als Beschriftung direkt am Bedarfsfeld. |
| Grundpreis-Umrechnungswert | Wie viel von dieser Einheit in einer Verkaufseinheit steckt. Ein Paket Fliesen mit vier Platten à 0,36 m² bekommt hier 1,44. |
| Mengeneinheit (Verkaufseinheit) | Worin Sie abgeben – „Paket“, „Rolle“, „Karton“. Dieser Name steht im Hinweistext und in allen weiteren Angaben. |
| Mindestabnahme | Die errechnete Stückzahl fällt nie darunter. |
| Abgabeintervall | Die Stückzahl wird auf das nächste erreichbare Vielfache angehoben. |
2.2 Das Mengenfeld muss im Theme sichtbar sein
Der Rechner arbeitet mit dem Mengenfeld der Artikelseite zusammen. Im Theme „Malibu“ lässt sich dieses Feld ausblenden, und neuere Gambio-Fassungen liefern es sogar standardmäßig ausgeblendet aus. Ist es nicht da, hat der Rechner nichts, womit er sich abstimmen könnte – er bleibt dann still und richtet keinen Schaden an.
So schalten Sie das Mengenfeld wieder ein:
- Im StyleEdit4 den Experten-Modus wählen.
- Zu Bereiche gehen, dort unten Produktseite und anschließend Klassisch.
- Die Option Mengenfeld ausblenden deaktivieren.
- Die Auswahl verlassen und die Änderung speichern.
3. Das Setup
Das Setup erreichen Sie über das Menü „Xycons-Module“ ► „Kundenkonto / Setups“ und dort über den TAB „VPE-Rechner“.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus - VPE-Rechner | Schaltet das Modul insgesamt ein oder aus. Steht der Schalter auf aus, verhält sich Ihr Shop so, als wäre das Modul nicht vorhanden – die Einstellungen an den Artikeln bleiben dabei erhalten und wirken wieder, sobald Sie es erneut einschalten. |
| Ihre Version | Die installierte Modulversion. Nützlich, wenn Sie uns etwas melden. |
| Lizenzstufe | Die Ausbaustufe, für die Ihre Lizenz gilt. |
| Ihre Lizenz: | Zeigt an, welcher Lizenztyp erkannt wurde, zum Beispiel „Voll-Lizenz (unbegrenzt gültig)“. |
3.1 Berechnung und Hinweis
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Rundung der Stückzahl | Immer aufrunden ist die Voreinstellung und für die meisten Sortimente richtig: Der Bedarf wird sicher gedeckt. Immer abrunden passt, wenn Ihre Kundschaft lieber nachbestellt als zu viel liegen zu haben. Kaufmännisch wählt die nächstliegende Stückzahl. Mindestabnahme und Abgabeintervall gelten in jedem Fall zusätzlich, und unter eine Verkaufseinheit geht es nie. |
| Hinweistext unter dem Bedarfsfeld | Erklärt in Worten, wie die Stückzahl zustande kommt. Wir empfehlen, ihn eingeschaltet zu lassen – sonst wundert sich Ihre Kundschaft, warum aus 45 m² plötzlich 46,08 m² werden. |
3.2 Wer den Rechner sieht
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Rechner nur für diese Kundengruppen | Kreuzen Sie die Kundengruppen an, denen der Rechner angezeigt werden soll. Keine Auswahl bedeutet: alle sehen ihn. Sinnvoll etwa, wenn Sie Handwerksbetriebe mit dem Rechner unterstützen, Endkunden aber nicht mit zwei Eingabefeldern verwirren wollen. |
3.3 Weitere Anzeigeorte
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Angabe in der Artikelliste | Zeigt in Kategorie- und Suchergebnislisten, was eine Verkaufseinheit enthält – „1 Paket = 1,44 m²“. |
| Angabe im Warenkorb | Zeigt je Position, welche Menge die bestellten Verkaufseinheiten ergeben. Gilt auch für die Bestellübersicht im letzten Schritt des Kaufabschlusses. |
| Angabe in der Bestellbestätigung | Stellt die Angabe für die Bestellbestätigung bereit. Dazu gehört eine kleine Ergänzung in der Mailvorlage, siehe Abschnitt 6.3. |
| Angabe auf dem Bestellausdruck | Nimmt die Angabe auf den Bestellausdruck auf, den Ihre Kundschaft aus der Bestellhistorie heraus erzeugt. |
| Spalte in der Schnellpflege | Bietet in der Schnellpflege eine Spalte an, über die sich der Rechner für viele Artikel auf einmal schalten lässt, siehe Abschnitt 4.2. |
4. Den Rechner für einen Artikel einschalten
Der Rechner wird bewusst nicht pauschal für alle Artikel angezeigt, sondern dort, wo er hilft. Dafür gibt es drei Wege.
4.1 Einzeln in der Artikelbearbeitung
Öffnen Sie einen Artikel in der Artikelbearbeitung. Ganz oben finden Sie den zusätzlichen Block Bedarfsrechner anbieten?:
Setzen Sie das Häkchen und speichern Sie den Artikel. Mehr ist nicht nötig – die Verpackungsangaben holt sich der Rechner selbst vom Artikel.
4.2 Viele Artikel auf einmal über die Schnellpflege
Für ganze Warengruppen ist die Schnellpflege der schnellste Weg (Menü „Artikel“ ► „QuickEdit“). Das Modul ergänzt dort die Spalte Bedarfsrechner.
Die Spalte ist anfangs ausgeblendet – wie die Spalten „ID“ und „Hersteller“ auch. Blenden Sie sie einmalig über das Zahnradsymbol oben rechts ein; die Einstellung bleibt für Ihren Benutzer gespeichert.
Danach haben Sie drei Möglichkeiten:
- Einzeln: In der Zeile auf Ja oder Nein stellen – die Änderung wird sofort gespeichert.
- Filtern: In der Filterzeile nach Kategorie filtern und zusätzlich danach, ob der Rechner an oder aus ist. So sehen Sie auf einen Blick, wo er noch fehlt.
- Serienänderung: Die gewünschten Artikel ankreuzen, auf Modus ► Editieren wechseln, in der Spalte Bedarfsrechner den Wert wählen und speichern. Damit stellen Sie eine komplette Kategorie in einem Zug um.
4.3 Über den Artikel-Im- und Export
Haben Sie Hunderte Artikel außerhalb des Shops zu pflegen, lohnt sich der Weg über den Artikel-Im- und Export. Das Modul erweitert diesen um ein Feld für den Rechnerschalter. Legen Sie in Ihrer CSV-Konfiguration eine neue Spalte an:
| Feld | Eintrag |
|---|---|
| Name | p_calculator |
| Spalteninhalt | {p_calculator} |
Speichern Sie die Konfiguration. Beim Export enthält die neue Spalte für jeden Artikel eine 1, wenn der Bedarfsrechner dort eingeschaltet ist, und eine 0, wenn nicht. Sie können die Spalte in der Tabellenkalkulation bearbeiten und die Datei auf dem gewohnten Weg wieder importieren.
5. So verhält sich der Rechner im Shop
| Artikel | Eingabe | Ergebnis bei „immer aufrunden“ |
|---|---|---|
| Feinsteinzeug, 1,44 m² je Paket | 45 m² | 32 Pakete – das sind 46,08 m² |
| Kantenband, 10 m je Rolle | 23 m | 3 Rollen – das sind 30 m |
| Rotwein, 6 Flaschen je Karton | 55 Flaschen | 10 Kartons – das sind 60 Flaschen |
Die Rechnung läuft auch in die andere Richtung: Ändert Ihre Kundschaft die Stückzahl über das Mengenfeld oder die Plus- und Minus-Schaltflächen, wird im Bedarfsfeld sofort nachgezogen, wie viel Fläche, Länge oder Stück das ergibt.
5.1 Der Hinweistext unter dem Feld
Unter dem Bedarfsfeld steht in einem Satz, was passiert ist – „Aufgerundet auf 32 Paket = 46,08 m².“ oder, wenn die Eingabe genau aufgeht, „Das sind genau 30 Paket = 43,2 m².“ Gibt es für den Artikel eine Mindestabnahme oder ein Abgabeintervall, nennt eine zweite Zeile auch diese. Damit versteht Ihre Kundschaft jede Korrektur sofort und muss nicht nachrechnen.
5.2 Mindestabnahme und Abgabeintervall
Beides wirkt mit, und zwar unabhängig von der gewählten Rundungsregel. Haben Sie für einen Artikel eine Mindestabnahme von fünf Paketen hinterlegt und Ihre Kundschaft trägt einen Bedarf ein, der rechnerisch nur drei Pakete ergäbe, setzt der Rechner trotzdem fünf Pakete ein und zeigt den dazu passenden Bedarf an. Ein Abgabeintervall – etwa „nur in Schritten von zehn“ – wird genauso berücksichtigt: Die Stückzahl wandert auf das nächste erreichbare Vielfache nach oben.
5.3 Komma, Punkt und Tausendertrennzeichen
Der Rechner nimmt die Schreibweise so, wie Menschen sie tippen. „12,5“, „12.5“ und „1.234,5“ führen alle zum erwarteten Ergebnis. Die Ausgabe erfolgt in der Schreibweise Ihres Shops, in einem deutschen Shop also mit Komma.
Die Umrechnung startet kurz nachdem die Eingabe steht – Sie können also in Ruhe zu Ende tippen, ohne dass Ihnen die Zahl unter den Fingern weggerechnet wird.
6. Die Angabe in Liste, Warenkorb und auf den Belegen
6.1 Artikelliste und Warenkorb
In der Artikelliste steht unter dem Artikelnamen, was eine Verkaufseinheit enthält – „1 Paket = 1,44 m²“. Das hilft beim Vergleichen, noch bevor jemand die Artikelseite öffnet.
Im Warenkorb bezieht sich die Angabe dagegen auf die tatsächlich bestellte Menge – „32 Paket = 46,08 m²“. Dieselbe Zeile erscheint in der Bestellübersicht im letzten Schritt des Kaufabschlusses.
6.2 Bestellausdruck
Schalten Sie Angabe auf dem Bestellausdruck ein, erscheint die Zeile auch auf dem Ausdruck, den Ihre Kundschaft aus der Bestellhistorie heraus erzeugt.
6.3 Bestellbestätigung per E-Mail
Die Bestellbestätigung erzeugt Ihr Shop aus einer Vorlage, die Sie selbst gestalten können. Deshalb genügt hier der Schalter allein nicht – Sie bestimmen, an welcher Stelle der Mail die Angabe stehen soll.
Gehen Sie dazu im Admin-Bereich auf E-Mail-Vorlagen, öffnen Sie die Vorlage der Bestellbestätigung und fügen Sie innerhalb der Artikelzeile – am besten direkt hinter der Lieferzeit – diese Zeilen ein:
{if $smarty.const.XYCONS_MOD0022_SHOW_CONFIRMATION == 'true' && $order_values.M0022_VPE_INFO}
<br />{$order_values.M0022_VPE_INFO}
{/if}
Speichern Sie die Vorlage und leeren Sie anschließend den Cache der E-Mail-Vorlagen. Danach steht in jeder Bestellbestätigung unter dem Artikelnamen, welche Menge die bestellten Verkaufseinheiten ergeben.
7. Modultexte ändern
Modultexte können Sie – wie bei allen Modulen von uns – über die Shopfunktion „Texte ändern“ im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen. Beim Bedarfsrechner betrifft das vor allem die Beschriftung über dem Eingabefeld, die ab Werk „Bedarfsrechner:“ lautet, und die Hinweissätze darunter. Je nach Sortiment passt dort vielleicht „Ihr Bedarf:“, „Benötigte Fläche:“ oder „Wie viel brauchen Sie?“ besser.
In den Hinweissätzen stehen Platzhalter, die das Modul mit Zahlen füllt: %1 ist die Stückzahl, %2 die Verkaufseinheit, %3 die errechnete Menge und %4 die Mengeneinheit. Sie dürfen den Satz frei umformulieren, solange die Platzhalter erhalten bleiben.
Die Mengeneinheit rechts am Feld kommt dagegen nicht aus den Modultexten, sondern aus der Grundpreis-Mengeneinheit des jeweiligen Artikels. Sie ändern sie also am Artikel beziehungsweise in der Gambio-Verwaltung der Mengeneinheiten.
8. Shopupdate und Modulpflege
Prüfen Sie vor einem geplanten Shopupdate auf unserer Seite, ob das Modul für die neue Shopversion freigegeben ist. Overloads und Vorlagen hängen eng an der Shopversion; ein altes Modul passt sich einer neuen Shopversion nicht von selbst an.
Installieren Sie beim Shopupdate immer auch die neuesten Versionen des Moduls und der Modulumgebung – nicht nur den Shop zu aktualisieren ist der häufigste Grund für ein Modul, das danach nicht mehr arbeitet. Lassen Sie das Shopupdate durch uns durchführen, erledigen wir das mit.
9. Wenn etwas nicht wie erwartet aussieht
Der Rechner erscheint auf der Artikelseite nicht
- Steht der Modulstatus im Setup auf eingeschaltet?
- Ist am Artikel das Häkchen „Bedarfsrechner anbieten?“ gesetzt und der Artikel gespeichert?
- Haben Sie Kundengruppen ausgewählt, zu denen der angemeldete Besucher nicht gehört?
- Haben Sie nach der Installation den Shopcache geleert?
Das Bedarfsfeld ist da, aber es rechnet nichts
Dann fehlt auf der Artikelseite das Mengenfeld. Schalten Sie es wie in Abschnitt 2.2 beschrieben im StyleEdit4 wieder ein. Dasselbe Bild ergibt sich bei Artikeln, die gar nicht bestellbar sind – dort gibt es kein Mengenfeld, und damit auch nichts zu rechnen.
Im Hinweistext fehlt die Verkaufseinheit
Dem Artikel ist keine Mengeneinheit zugeordnet. Tragen Sie sie in der Artikelbearbeitung nach – „Paket“, „Rolle“, „Karton“.
Die Mengeneinheit neben dem Feld fehlt
Dem Artikel ist keine Grundpreis-Mengeneinheit zugeordnet, oder die Einheit hat für die gerade aufgerufene Shopsprache keine Bezeichnung. Beides tragen Sie in der Artikel- bzw. Mengeneinheitenverwaltung nach.
Die eingegebene Zahl wird korrigiert
Das ist richtig so. Entweder greift die eingestellte Rundungsregel, oder die Eingabe liegt unter der Mindestabnahme beziehungsweise trifft kein erreichbares Vielfaches des Abgabeintervalls. Der Hinweistext unter dem Feld nennt den Grund.
Die Spalte in der Schnellpflege fehlt
Blenden Sie sie über das Zahnradsymbol oben rechts ein, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben. Erscheint sie dort gar nicht zur Auswahl, steht im Setup „Spalte in der Schnellpflege“ auf „Nicht anbieten“.
In der Bestellbestätigung fehlt die Angabe
Prüfen Sie, ob die Zeile aus Abschnitt 6.3 in Ihrer Mailvorlage steht, und leeren Sie danach den Cache der E-Mail-Vorlagen. Ohne diesen Schritt arbeitet der Shop weiter mit der alten Fassung der Vorlage.
Nach einem Shopupdate fehlt der Rechner
Installieren Sie die zur neuen Shopversion passende Modulfassung und die passende Modulumgebung und leeren Sie anschließend den Shopcache. Hilft das nicht, melden Sie sich bei uns – nennen Sie dabei bitte Shopversion, Modulversion und das verwendete Theme.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

