M0012 SQL-Reporter für Gambio
Handbuch
1. WAS DIESES MODUL LEISTET
Jeder Shop sammelt im Laufe der Zeit weit mehr Daten, als die Standardauswertungen des Shopsystems zeigen. Die Fragen, die im Alltag wirklich auftauchen, sind meistens sehr konkret: Welche Artikel liegen unter dem Meldebestand? Welche Kunden haben Geburtstag im nächsten Monat? Wie viel Umsatz hat ein bestimmter Gutscheincode gebracht? Welche Rechnungen wurden im letzten Quartal geschrieben?
Genau dafür ist das Modul gemacht. Es führt fertige Auswertungen auf Knopfdruck aus, zeigt das Ergebnis als Tabelle und als Diagramm im Backend an und legt es zusätzlich als Excel- oder CSV-Datei zum Herunterladen bereit. Rund 50 gebrauchsfertige Auswertungen sind bereits enthalten.
Darüber hinaus können Sie eigene Auswertungen anlegen. Sie hinterlegen dazu eine Datenbankabfrage und legen fest, welche Auswahlfelder - etwa ein Datumsbereich oder eine Kundengruppe - vor der Ausführung abgefragt werden sollen. Damit wird aus einer einmaligen Abfrage eine dauerhaft nutzbare Auswertung, die auch Kolleginnen und Kollegen ohne Datenbankkenntnisse bedienen können. Und wenn eine Auswertung regelmäßig gebraucht wird, lässt sie sich über einen Zeitplan ganz von allein ausführen und per E-Mail verschicken.
2. WO SIE DAS MODUL IM BACKEND FINDEN
Das Modul bringt zwei Anlaufstellen mit.
Die Arbeitsoberfläche erreichen Sie über das Menü "Xycons-Module" und dort über den Eintrag "SQL-Reports". Hier laufen Übersicht, Ausführung, Bearbeitung, Zeitpläne und Export zusammen.
Das Setup erreichen Sie über das Menü "Xycons-Module" ► "Kundenkonto / Setups" und dort über den TAB "SQL-Reports". Dort stellen Sie Ausgabeformat, Exportverzeichnis, Begrenzungen und den Schlüssel für den Aufruf über eine Adresse ein.
3. DIE REPORTÜBERSICHT
Die Startseite listet alle verfügbaren Auswertungen mit ihrer ID, ihrer Beschreibung, ihrer Gruppe und ihrem Kurznamen. Am rechten Rand jeder Zeile finden Sie drei Symbole:
- Abspielen - die Auswertung ausführen. Das ist der Regelfall.
- Stift - die Definition der Auswertung ansehen oder bearbeiten.
- Papierkorb - die Auswertung löschen. Es erscheint zuvor eine Rückfrage in einem eigenen Fenster.
Über die Knöpfe oben rechts erreichen Sie außerdem die Zeitpläne, das Sichern und Einlesen von Auswertungen und das Anlegen einer neuen Auswertung.
3.1 FAVORITEN UND GRUPPEN
Mit über 30 mitgelieferten und Ihren eigenen Auswertungen wird die Liste schnell lang. Zwei Hilfsmittel halten sie übersichtlich.
Der Stern ganz links in jeder Zeile macht eine Auswertung zum Favoriten. Favoriten stehen immer oben in der Liste, und über den Filter "Favoriten" blenden Sie alles andere aus. Favoriten gelten je Benutzerkonto: Was Sie sich merken, verändert die Ansicht Ihrer Kolleginnen und Kollegen nicht.
Die Gruppe ordnet jede Auswertung einem Thema zu - bei den mitgelieferten Auswertungen etwa "Kunden", "Verkauf", "Belege" oder "Bestand". In der Filterleiste über der Tabelle erscheint für jede vergebene Gruppe ein eigener Knopf. Ihre eigenen Auswertungen ordnen Sie im Editor selbst einer Gruppe zu; dabei können Sie eine vorhandene übernehmen oder eine neue vergeben.
Das Suchfeld rechts in der Filterleiste durchsucht zusätzlich Beschreibung, Kurzname und Gruppe. Filter und Suche lassen sich kombinieren.
3.2 AUSWERTUNGEN, DIE DATEN VERÄNDERN
Die meisten Auswertungen fragen nur ab. Einige wenige - etwa die mitgelieferten Pflegeläufe - verändern Daten in Ihrem Shop. Solche Auswertungen tragen in der Übersicht ein rotes Warndreieck vor der Beschreibung, und vor dem Start erscheint zusätzlich eine ausdrückliche Rückfrage.
Das Modul erkennt das an der hinterlegten Abfrage selbst. Sie müssen also nichts kennzeichnen: Legen Sie eine eigene Auswertung an, die schreibt, wird sie automatisch als solche markiert.
4. EINEN REPORT AUSFÜHREN
Nach einem Klick auf das Abspielsymbol öffnet sich die Ausführungsseite. Sie zeigt oben die Beschreibung der Auswertung, darunter alle Auswahlfelder, die für diese Auswertung hinterlegt sind. Sind keine Auswahlfelder hinterlegt, weist die Seite ausdrücklich darauf hin - die Auswertung läuft dann über den gesamten Datenbestand.
Ein Klick auf das große Abspielsymbol oder auf "AUSFÜHREN" unten rechts startet die Auswertung.
4.1 DIE AUSWAHLFELDER (SELEKTOREN)
Auswahlfelder schränken die Auswertung ein. Je nach Auswertung erscheinen zum Beispiel ein Datumsbereich mit Kalenderauswahl, eine Kundengruppe, ein Herstellerauswahlfeld, ein Bereich von Bestellnummern oder ein freies Eingabefeld. Jedes Feld trägt ein Fragezeichen-Symbol mit einem kurzen Hilfetext.
Datumsbereiche werden immer voll mitgezählt: Der Starttag zählt ab 00:00 Uhr, der Endtag bis 23:59 Uhr. Bei Bereichen über Text - etwa Artikelnummern oder Postleitzahlen - wird alphabetisch verglichen; "100" liegt dabei vor "99".
4.2 DAS ERGEBNIS AM BILDSCHIRM
Das Ergebnis erscheint als Tabelle. Aus Rücksicht auf den Browser werden am Bildschirm nur die ersten 250 Zeilen angezeigt; ist die Ergebnismenge größer, erscheint ein entsprechender Hinweis. Die Exportdatei enthält weit mehr Zeilen - wie viele genau, legen Sie im Setup fest.
Ist die Ergebnismenge leer, sagt die Seite das ausdrücklich. Das ist kein Fehler, sondern schlicht das Ergebnis: Zu Ihrer Auswahl gibt es keine Daten.
4.3 DAS DIAGRAMM
Über der Ergebnistabelle können Sie das Ergebnis als Diagramm darstellen lassen. Wählen Sie dazu die Spalte für die Beschriftung (zum Beispiel den Artikelnamen), die Spalte für den Wert (zum Beispiel Menge oder Umsatz) sowie Balken oder Linie - und klicken Sie auf "Zeichnen".
Das Diagramm entsteht aus den angezeigten Zeilen. Damit es lesbar bleibt, werden höchstens 40 Werte dargestellt; sind es mehr, weist ein Hinweis darauf hin. Wenn Sie mit der Maus über einen Balken fahren, erscheinen Beschriftung und Wert im Klartext.
4.4 DIE EXPORTDATEI HERUNTERLADEN
Über das Download-Symbol oberhalb der Ergebnistabelle erzeugt das Modul die Exportdatei im eingestellten Format - Excel oder CSV. Bei großen Ergebnismengen dauert das einen Moment; ein Ladesymbol zeigt den Fortschritt an. Anschließend erscheint ein Verweis mit dem Dateinamen; ein Klick darauf lädt die Datei herunter.
Die Datei wird zugleich im eingestellten Exportverzeichnis auf Ihrem Server abgelegt, sodass Sie sie auch per FTP abholen oder von einem anderen System weiterverarbeiten können.
5. DIE MITGELIEFERTEN STANDARD-AUSWERTUNGEN
Diese Auswertungen sind bereits enthalten und sofort einsatzbereit:
| Gruppe | Auswertung |
|---|---|
| Bestand | Inventur- und Zählliste mit Varianten und Optionen, Ladenhüter (Bestand ohne Verkauf, mit gebundenem Kapital), Nachbestellvorschlag (Reichweite des Bestands in Tagen), Bestandsabweichungen (negative Bestände, Artikel gegen Varianten), Pflege-Checkliste (ohne Bild, EAN, Kategorie, Text, Gewicht, Hersteller, Preis 0), doppelte Artikelnummern und EANs, Artikel mit Bestand kleiner/gleich 5 (mit und ohne Varianten), Artikel mit Lieferstatus ungleich "lieferbar", Artikel mit Status "nicht käuflich", Erscheinungsdaten, Hersteller mit Artikeln, Artikel auf der Startseite |
| Verkauf | Umsatzentwicklung je Monat, Umsatz je Kategorie, Umsatz je Hersteller, Zahlarten und Versandarten mit Anteil am Umsatz, Bestseller mit Menge und Wert, Bestseller je Variante, Produktverkäufe mit Kategorie, Käuferliste zu einem Artikel, Jahresumsätze je Zahlart |
| Kunden | Neukunden und Bestandskunden je Monat, beste Kunden nach Umsatz, Kunden ohne Bestellung seit längerer Zeit, liegengebliebene Warenkörbe mit Wert, Geburtstage in einem Monat oder Zeitraum, Kunden einer Kundengruppe, Kunden nach Postleitzahl, Kunden nach Namen mit E-Mail, Kundenumsätze im Zeitraum, Kunden mit den meisten Bestellungen |
| Belege | Umsatz nach Lieferland und Steuersatz je Monat, Rechnungen nach Bestelldatum, Rechnungen nach Rechnungsdatum, Rechnungen mit einem bestimmten Artikel, Lieferscheine nach Datum, Lieferscheine mit einem bestimmten Artikel |
| Versand | Versanddauer je Monat, liegengebliebene Bestellungen, Aufträge für den Versanddienstleister-Export |
| Gutscheine | Offene Kundenguthaben und Geschenkgutscheine, genutzte Gutscheine mit Kaufdatum und Umsatz, ein einzelner Gutschein mit Umsatz |
| Newsletter | Kunden mit aktivem Abo, Kunden mit unbestätigtem Abo |
| Pflegelauf | Sammelaktualisierung der Google-Exportkennzeichen, Sammelaktualisierung der Sitemap-Angaben |
Die fett hervorgehobenen Auswertungen sind neu hinzugekommen.
5.1 DIE INVENTUR- UND ZÄHLLISTE
Diese Auswertung verdient eine eigene Erklärung, weil sie eine Frage beantwortet, an der einfache Bestandslisten regelmäßig scheitern: Was genau muss gezählt werden - und wo steht der Bestand wirklich?
Ihr Shop führt den Bestand je nach Artikel an ganz unterschiedlicher Stelle. Bei einem einfachen Artikel steht er am Artikel. Bei einem Artikel mit Varianten kann er an der einzelnen Variante hängen - oder weiterhin am Artikel, dann sind die Varianten nur Ausprägungen ohne eigenen Bestand. Bei klassischen Optionen kann er an der einzelnen Option hängen. Welcher Fall gilt, hängt an einer Einstellung je Artikel und an einer allgemeinen Shopeinstellung.
Genau daran gehen Bestandslisten meistens vorbei: Zählt man jede Variante einzeln, obwohl der Bestand am Artikel hängt, zählt man denselben Bestand mehrfach. Lässt man Varianten weg, obwohl sie eigene Bestände führen, fehlt der halbe Lagerbestand.
Diese Auswertung wertet beide Einstellungen aus und liefert deshalb je Zähleinheit genau eine Zeile - nicht mehr und nicht weniger. Kein Artikel fehlt, kein Bestand erscheint doppelt. Die Spalte "Bestandsführung" sagt Ihnen bei jeder Zeile, woher der Bestand kommt:
| Bestandsführung | Bedeutung |
|---|---|
| Artikel | Der Bestand wird am Artikel geführt. Gibt es Varianten, steht in der Spalte "Ausprägung", wie viele es sind - gezählt wird der Artikel aber als Ganzes. |
| Variante | Die Variante führt einen eigenen Bestand und wird einzeln gezählt. |
| Option | Die Option führt einen eigenen Bestand und wird einzeln gezählt. |
| Artikel (Bestand nicht geprüft) | Für diesen Artikel ist die Bestandsprüfung abgeschaltet. Der angegebene Wert ist der Stand am Artikel. |
Die Liste enthält zwei bewusst leere Spalten: "Gezählt" und "Differenz". Drucken Sie die Liste aus oder öffnen Sie sie in Excel und tragen Sie die gezählten Mengen dort ein. So wird aus der Auswertung eine echte Zählliste.
Über die Eingabefelder können Sie die Liste aufteilen - etwa nach Artikelnummernbereich, damit mehrere Personen gleichzeitig zählen können, oder nach Hersteller. Bleiben die Felder leer, ist alles enthalten, auch Artikel ohne Artikelnummer und ohne Hersteller. Inaktive Artikel sind bewusst mit dabei - sie liegen ja trotzdem im Lager; die Spalte "Status" weist sie aus.
5.2 DIE WICHTIGSTEN NEUZUGÄNGE IM ÜBERBLICK
Nachbestellvorschlag beantwortet die Frage, die im Einkauf wirklich zählt: Wie lange reicht der Bestand noch? Die Auswertung nimmt den Absatz eines Zeitraums, rechnet ihn auf den Tag herunter und stellt ihm den Bestand gegenüber. Sortiert wird nach der knappsten Reichweite - oben steht also, was zuerst ausgeht. Ausverkaufte Artikel mit laufendem Absatz werden eigens gekennzeichnet.
Ladenhüter ist die Gegenrichtung: Artikel mit Bestand, aber ohne Verkauf seit einer wählbaren Zahl von Monaten - inklusive des Kapitals, das darin gebunden ist. Zusammen mit dem Nachbestellvorschlag haben Sie beide Enden des Lagers im Blick.
Umsatz nach Lieferland und Steuersatz gliedert die Umsätze je Monat nach Lieferland und Steuersatz mit Netto, Steuer und Brutto - die Aufstellung, die für die Umsatzsteuer bei Lieferungen ins EU-Ausland gebraucht wird. Grundlage sind die je Bestellung gespeicherten Steuerwerte, nicht eine nachträgliche Rechnung.
Pflege-Checkliste fasst acht Prüfungen in einer Liste zusammen: fehlendes Bild, fehlende EAN, keine Hauptkategorie, kein Beschreibungstext, kein Artikelname, Preis 0 bei aktivem Artikel, kein Gewicht, kein Hersteller. Die Spalte "Befund" sagt jeweils, worum es geht - filtern Sie in Excel danach und arbeiten Sie einen Befund nach dem anderen ab.
Versanddauer misst je Monat, wie lange es von der Bestellung bis zum gewählten Status dauert, mit Durchschnitt, schnellstem und langsamstem Fall sowie dem Anteil über drei Tagen. Wählen Sie dabei den Status aus, den Ihr Shop beim Versand setzt.
Liegengebliebene Bestellungen zeigt, was in einem Status hängt und sich seit Tagen nicht bewegt. Wählen Sie hier einen Bearbeitungsstatus, keinen Endstatus - sonst erscheinen erwartungsgemäß alle abgeschlossenen Bestellungen.
6. EIGENE AUSWERTUNGEN ANLEGEN
Über "Neu anlegen" in der Übersicht oder über den Stift bei einer bestehenden Auswertung öffnen Sie den Editor.
6.1 KURZNAME, BESCHREIBUNG UND GRUPPE
Der Kurzname ist der technische Name der Auswertung, zum Beispiel report_neue_kunden. Er taucht im Dateinamen der Exportdatei auf und wird beim zeitgesteuerten Aufruf verwendet. Verwenden Sie deshalb nur Buchstaben, Ziffern, Bindestrich und Unterstrich, und vergeben Sie jeden Kurznamen nur einmal.
Die Beschreibung ist der Text, den alle in der Übersicht lesen. Formulieren Sie sie so, dass auch Kolleginnen und Kollegen ohne Datenbankkenntnisse auf Anhieb verstehen, was die Auswertung liefert.
Die Gruppe ordnet die Auswertung einem Thema zu und macht sie über die Filterleiste der Übersicht auffindbar. Das Feld schlägt bereits vergebene Gruppen vor.
6.2 SELEKTOREN UND PLATZHALTER
Im Feld Selektoren legen Sie fest, welche Auswahlfelder vor der Ausführung erscheinen sollen. Mehrere Selektoren trennen Sie durch ein Semikolon, zum Beispiel:
dates;customers_group;language
Jeder Selektor stellt anschließend einen oder zwei Platzhalter bereit, die Sie im SQL-Befehl verwenden. Ein Datumsbereich liefert etwa @dates_start@ und @dates_end@. Welche Selektoren es gibt und welche Platzhalter sie liefern, steht vollständig im Hilfetext neben dem Feld - das Fragezeichen-Symbol öffnet die Liste.
Die vom Nutzer eingegebenen Werte setzt das Modul beim Ausführen an die Stelle der Platzhalter ein. Zahlenfelder werden dabei auf Zahlen begrenzt, Texteingaben abgesichert; eine über ein Eingabefeld eingeschleuste zweite Abfrage ist damit ausgeschlossen.
WHERE date_purchased >= '@dates_start@'. Zahlenplatzhalter können ohne Anführungszeichen stehen.6.3 HAUPT-SQL SOWIE VORHER UND HINTERHER
Im Feld HauptSQL steht die eigentliche Abfrage. Ihr Ergebnis wird angezeigt und exportiert.
Die Felder VORHER und HINTERHER nehmen Befehle auf, die vor beziehungsweise nach der Hauptabfrage ausgeführt werden - typischerweise das Anlegen und wieder Entfernen einer Hilfstabelle, wenn eine Auswertung in mehreren Schritten entsteht.
6.4 DER TESTLAUF
Unter dem Feld HauptSQL finden Sie den Knopf Testlauf. Er führt die gerade eingegebene Abfrage probeweise aus, ohne dass Sie sie vorher speichern müssen, und zeigt Ihnen in einem eigenen Fenster:
- die ersten gelesenen Zeilen mit ihren Spaltenüberschriften,
- die Laufzeit in Millisekunden - ein guter Anhaltspunkt dafür, ob die Abfrage auch über den ganzen Datenbestand durchläuft,
- im Fehlerfall die Meldung der Datenbank im Klartext, statt einer allgemeinen Fehlerseite.
Der Testlauf ist bewusst begrenzt: Er liest höchstens 20 Zeilen und führt nur lesende Abfragen aus. Verändert Ihre Abfrage Daten, verweigert der Testlauf die Ausführung und sagt Ihnen das - denn einen Testlauf hält man leicht für folgenlos.
Für Datumsselektoren setzt der Testlauf das laufende Jahr ein. Eine Abfrage, die im Testlauf keine Zeilen liefert, kann im echten Lauf mit anderem Zeitraum also durchaus Daten bringen.
6.5 SPALTENNAMEN UND KOPFZEILE
Die Spaltenüberschriften in Anzeige und Exportdatei kommen direkt aus der Abfrage. Vergeben Sie deshalb sprechende Namen, zum Beispiel:
SELECT orders_id AS 'Bestellnummer', date_purchased AS 'Bestelldatum' FROM orders
Soll die Exportdatei ohne Kopfzeile erzeugt werden - etwa weil ein anderes System sie einliest -, tragen Sie im Feld VORHER an beliebiger Stelle den Vermerk {NO-HEADERS} ein.
7. ZEITPLÄNE: AUSWERTUNGEN LAUFEN VON ALLEIN
Auswertungen, die Sie regelmäßig brauchen, müssen Sie nicht jedes Mal von Hand starten. Ein Zeitplan führt eine Auswertung selbsttätig aus, legt die Datei ab und verschickt sie an die Personen, die sie brauchen - der Wochenbericht liegt dann montags früh im Postfach, ohne dass jemand daran denken muss.
Die Zeitpläne erreichen Sie über den Knopf "Zeitpläne" in der Reportübersicht.
7.1 EINEN ZEITPLAN ANLEGEN
Wählen Sie die Auswertung, geben Sie dem Zeitplan eine Bezeichnung - sie erscheint auch im Betreff der E-Mail - und legen Sie fest, wann er laufen soll: täglich, wöchentlich an einem bestimmten Wochentag oder monatlich an einem bestimmten Tag, jeweils zu einer vollen Stunde.
Ein Zeitplan wird erst wirksam, wenn Sie ihn auf "aktiv" setzen. In der Übersicht zeigt ein grüner Punkt die aktiven Zeitpläne, daneben stehen der nächste Termin und das Ergebnis des letzten Laufs.
Über das Abspielsymbol in der Übersicht starten Sie einen Zeitplan sofort als Probelauf. Das Ergebnis erscheint direkt in der Zeile, und der nächste reguläre Termin bleibt dabei unverändert - so können Sie einen neuen Zeitplan gefahrlos ausprobieren.
7.2 DER ZEITRAUM
Eine Auswertung mit Datumsbereich braucht bei jedem Lauf einen neuen Zeitraum - sonst liefert der Wochenbericht jede Woche dieselben alten Zahlen. Dafür gibt es das Feld Zeitraum: Sie wählen dort keinen festen Termin, sondern eine Regel, die bei jedem Lauf neu ausgerechnet wird.
| Einstellung | Passt zu |
|---|---|
| gestern | Tagesberichte, die morgens für den Vortag laufen |
| letzte 7 / letzte 30 Tage | rollierende Wochen- und Monatsübersichten |
| laufender Monat | Zwischenstand im gerade laufenden Monat |
| letzter Monat | der klassische Monatsabschluss, am Monatsanfang gefahren |
| laufendes / letztes Jahr | Jahresübersichten und Jahresabschluss |
| kein automatischer Zeitraum | Auswertungen ohne Datumsbereich |
Braucht die Auswertung weitere Auswahlwerte - etwa eine Sprache oder eine Kundengruppe -, tragen Sie diese im Feld Feste Werte ein, je Zeile ein Eintrag in der Form schlüssel=wert. Welche Schlüssel eine Auswertung kennt, zeigt der Hilfetext beim Feld "Selektoren" im Editor der Auswertung.
7.3 DER VERSAND PER E-MAIL
Tragen Sie unter Empfänger eine oder mehrere E-Mail-Adressen ein, mit Komma getrennt. Jeder Empfänger bekommt eine eigene Mail mit der Auswertung im Anhang; die Empfänger sehen einander also nicht.
Die Mail nennt Bezeichnung, Erstellungszeitpunkt und Anzahl der Datensätze. Liefert die Auswertung keine Daten, geht die Mail trotzdem raus - mit einem entsprechenden Hinweis statt eines leeren Anhangs. So merken Sie auch, wenn eine erwartete Auswertung nichts findet.
Bleibt das Empfängerfeld leer, wird die Datei nur im Exportverzeichnis abgelegt. Das ist sinnvoll, wenn ein anderes System sie dort abholt.
7.4 AUFRUF ÜBER EINE ADRESSE
Alternativ zu den Zeitplänen lässt sich eine Auswertung auch direkt über eine Adresse starten - etwa aus einem eigenen Cronjob Ihres Hosters oder aus einem anderen System heraus.
Hinterlegen Sie dafür im Setup unter "Cron-Schlüssel" einen ausreichend langen Zufallsschlüssel. Der Aufruf sieht dann so aus:
https://ihr-shop.de/M0012_sql_reports.php?cron=IHRSCHLUESSEL&report=customers_dob&start_date=01.01.1970&end_date=31.12.1979
Angegeben werden der Schlüssel, der Kurzname (oder die ID) der Auswertung und - je nach Auswertung - die benötigten Auswahlwerte. Die erzeugte Datei landet im eingestellten Exportverzeichnis; die Antwort nennt Zeilenzahl und Dateinamen.
8. AUSWERTUNGEN SICHERN UND EINLESEN
Selbst gebaute Auswertungen sind Arbeit - und sie stecken bislang nur in einem einzigen Shop. Über die beiden Knöpfe in der Übersicht können Sie sie sichern und andernorts wieder einlesen.
Definitionen sichern lädt Ihre eigenen Auswertungen als eine einzige Datei herunter. Die mitgelieferten Standardauswertungen sind bewusst nicht dabei: Die bringt jede Installation ohnehin selbst mit. Bewahren Sie diese Datei zusammen mit Ihren übrigen Shop-Sicherungen auf.
Definitionen einlesen nimmt eine solche Datei wieder auf - im selben Shop nach einer Neuinstallation oder in einem zweiten Shop, der dieselben Auswertungen bekommen soll.
9. DIE EINSTELLUNGEN IM SETUP
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modulstatus | Schaltet das Modul ein oder aus. Ausgeschaltet werden keine Auswertungen ausgeführt, keine Dateien erzeugt und keine Zeitpläne gefahren. |
| Ausgabeformat | Excel (XLS) oder CSV als Standardformat für den Export. Einzelne Auswertungen können das Format über den Selektor "output" selbst abfragen, Zeitpläne können es fest vorgeben. |
| CSV-Trennzeichen | Trennzeichen zwischen den Spalten der CSV-Datei. Vorgabe ist der senkrechte Strich. |
| Text-Trenner | Zeichen, das Textfelder in der CSV-Datei umschließt. Vorgabe ist das doppelte Anführungszeichen. |
| Export-Verzeichnis | Verzeichnis für die Exportdateien, angegeben ab dem Shopverzeichnis (z. B. /export). Es muss vorhanden und für den Webserver beschreibbar sein. |
| CSV-Exportbegrenzung | Höchstzahl der Zeilen in der CSV-Datei. Mit 0 wählt das Modul selbst einen zur Umgebung passenden Wert. |
| Aufbewahrungsfrist | Nach wie vielen Tagen erzeugte Exportdateien automatisch gelöscht werden. Vorgabe sind 7 Tage; 0 schaltet das Aufräumen ab. |
| Ausgabebegrenzung | Höchstzahl der Zeilen, die eine Auswertung verarbeitet. Die Vorgabe von 5.000 schützt vor Speicherproblemen auf kleinen Servern. |
| Cron-Schlüssel | Schlüssel für den Aufruf über eine Adresse. Leer bedeutet: gesperrt. |
| SQL zeigen | Zeigt den tatsächlich ausgeführten Befehl über dem Ergebnis an. Hilfreich beim Entwickeln eigener Auswertungen, im Alltag besser ausgeschaltet. |
10. EXPORTDATEIEN UND DATENSCHUTZ
Auswertungen enthalten regelmäßig personenbezogene Daten: Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen, Bestellwerte. Die erzeugten Dateien liegen in einem Verzeichnis innerhalb Ihres Shops, und solche Verzeichnisse sind in aller Regel über das Internet erreichbar.
Das Modul schützt diese Dateien auf drei Wegen:
- Jeder Dateiname enthält einen langen Zufallsanteil. Ein Dateiname lässt sich damit nicht erraten, auch wenn Name und Zeitpunkt der Auswertung bekannt sind.
- Der Verweis im Backend führt über eine angemeldete Downloadfunktion, nicht über die öffentliche Verzeichnisadresse.
- Nach der eingestellten Aufbewahrungsfrist räumt das Modul alte Exportdateien selbsttätig weg.
11. HÄUFIGE STOLPERSTEINE
"Die Ergebnismenge ist leer", obwohl es Daten geben müsste. Prüfen Sie zuerst die Auswahlfelder - ein zu enger Datumsbereich oder eine falsche Kundengruppe ist die häufigste Ursache. Zum Nachvollziehen können Sie im Setup vorübergehend "SQL zeigen" einschalten.
Die Exportdatei entsteht nicht. Meist fehlen dem Webserver die Schreibrechte im Exportverzeichnis, oder das Verzeichnis existiert gar nicht. Prüfen Sie beides im Setup und beim Hoster.
Ein Zeitplan läuft nicht. Drei Dinge müssen zusammenkommen: Das Modul ist eingeschaltet, der Zeitplan steht auf "aktiv", und der Cronjob "Xycons SQL-Reports: Zeitpläne" ist in den Shopeinstellungen eingeschaltet. Der Probelauf über das Abspielsymbol zeigt Ihnen sofort, ob der Zeitplan an sich funktioniert - läuft er dort, fehlt der Cronjob.
Die Mail kommt nicht an. Prüfen Sie zuerst den Spam-Ordner. Kommt gar nichts an, testen Sie den Mailversand des Shops an anderer Stelle - das Modul nutzt denselben Weg wie alle übrigen Shop-Mails.
Die Auswertung bricht ab oder der Browser wird sehr langsam. Große Auswertungen brauchen Zeit und Speicher. Schränken Sie den Zeitraum ein oder setzen Sie die Ausgabebegrenzung herab. Der Testlauf im Editor zeigt Ihnen die Laufzeit einer Abfrage.
Eine geänderte Standardauswertung ist nach einem Update wieder wie vorher. Das ist so gewollt. Legen Sie Ihre Fassung als neue Auswertung an - Auswertungen ab ID 100 bleiben erhalten.
Umlaute erscheinen in Excel verstümmelt. Verwenden Sie das Format XLS statt CSV, oder importieren Sie die CSV-Datei in Excel ausdrücklich als UTF-8.
Ein Selektorname wird beim Speichern abgelehnt. Das Modul kennt nur die im Hilfetext aufgeführten Selektoren. Ein Tippfehler oder ein zusätzliches Leerzeichen führt zur Ablehnung.
12. SHOP-UPDATES, TEXTE ANPASSEN UND MODULPFLEGE
12.1 SHOP-UPDATE UND VERSIONSPFLEGE
Bevor Sie Ihren Shop auf eine neue Version aktualisieren, prüfen Sie bitte, ob das Modul für die geplante Shopversion freigegeben ist - im Zweifel kurz bei uns nachfragen. Aktualisieren Sie außerdem immer die neueste Modulversion GEMEINSAM mit der neuesten Modulumgebung: Beide gehören zusammen, und erst in dieser Kombination sind alle Funktionen abgesichert. So vermeiden Sie, dass eine neue Shop- oder Modulversion auf eine veraltete Umgebung trifft.
12.2 MODULTEXTE ANPASSEN
Alle vom Modul angezeigten Texte lassen sich bei Bedarf über die Gambio-Bordfunktion "Texte ändern" im Admin anpassen - Sie sind also nicht auf die Auslieferungsformulierungen festgelegt. Suchen Sie dort nach dem betreffenden Text und passen Sie ihn an Ihren Shop an; solche Anpassungen bleiben bei einem späteren Modul-Update erhalten.

