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Inhaltsverzeichnis

M0010 Versand- und Bezahlsperre für Gambio

Handbuch

Stand: 2026-09 (Modulversion 10.28) · (c) Xycons GmbH & Co. KG - www.xycons.de

1. Was das Modul für Sie tut

Nicht jeder Artikel verträgt jede Versandart, und nicht zu jedem Artikel passt jede Zahlungsweise. Ein Gartenhaus gehört nicht in den Paketversand, eine Palette Pflastersteine nicht in die Versandkostenfreiheit, und bei einer Sonderanfertigung wollen Sie den Kauf auf Rechnung vielleicht ausdrücklich nicht anbieten.

Unser Modul erlaubt Ihnen genau das: Sie hinterlegen am einzelnen Artikel, welche Versandarten und welche Zahlungsweisen ausgeschlossen sind. Sobald ein solcher Artikel im Warenkorb liegt, verschwinden die gesperrten Optionen aus dem Bestellablauf – automatisch und für alle Kunden.

Der Funktionsumfang im Überblick:

  • Sperrung von Versandarten je Artikel (Versandsperre) – zuschaltbar
  • Sperrung von Zahlungsweisen je Artikel (Bezahlsperre) – zuschaltbar
  • Anzeige von Sinnbildern für gesperrte Versandarten und Zahlungsweisen auf der Artikelseite, in der Kategorie-Listung und wahlweise im Warenkorb
  • Aufhebung der Sperren pro Eigenschaftskombination (Variante)
  • Serienpflege über die Kategorieverwaltung, wahlweise inklusive aller Unterkategorien
  • Pflege über den CSV-Im- und Export
  • Notausgang über eine Fallback-Versand- und Fallback-Zahlart

Die beiden Bereiche – Versandsperre und Bezahlsperre – sind voneinander unabhängig. Sie können also nur die Versandsperre nutzen und die Bezahlsperre ausgeschaltet lassen, oder umgekehrt.

Alle Abbildungen in diesem Handbuch stammen aus einem Beispielshop für Garten- und Baubedarf. Die dort gezeigten Artikel, Versandarten und Zahlungsweisen dienen nur der Veranschaulichung – in Ihrem Shop stehen Ihre eigenen.

2. Wo Sie das Modul im Backend finden

Das Setup erreichen Sie über das Menü „Xycons-Module"„Kundenkonto / Setups" und dort über den TAB „Versand- und Bezahlsperre".

Die eigentliche Arbeit – das Setzen der Sperren – findet nicht in einer eigenen Modulmaske statt, sondern direkt dort, wo Sie ohnehin arbeiten: in der Artikelverwaltung, in der Kategorieverwaltung, in der Variantenverwaltung und im CSV-Im-/Export. Das Modul erweitert diese Masken um seine Felder, sobald es eingeschaltet ist.

Tipp: Wenn Sie die Felder in der Artikelverwaltung vermissen, prüfen Sie zuerst im Setup, ob das Gesamt-Modul und der jeweilige Teilbereich eingeschaltet sind. Ist einer der beiden Schalter aus, blendet das Modul seine Felder bewusst aus.

3. Das Setup

Richten Sie das Modul zuerst ein, bevor Sie mit dem Setzen der Sperren beginnen. Die Setup-Werte entscheiden, welche Felder Ihnen überhaupt angeboten werden.

3.1 Gesamtübersicht aller Einstellungen

Die folgende Tabelle listet sämtliche Einstellungen des Moduls in der Reihenfolge auf, in der sie im Setup erscheinen. Die Erläuterungen dazu finden Sie in den anschließenden Unterkapiteln.

Einstellung Standard Kurzbeschreibung
Gesamt-Modulstatus ausgeschaltet Hauptschalter für das gesamte Modul
Moduldaten cachen Nein Legt die ermittelten Sperrsymbole zwischen und beschleunigt Kategorieseiten
Teil-Modulstatus Versandsperre eingeschaltet Schaltet den Versandbereich frei
Teil-Modulstatus Bezahlsperre eingeschaltet Schaltet den Zahlungsbereich frei
Versandarten-Sperrsymbole anzeigen? ausgeschaltet Sinnbilder für gesperrte Versandarten am Artikel
Grösse der Grafik (Versand) 25 Breite des Versandsymbols in Bildpunkten
Zahlarten-Sperrsymbole anzeigen? ausgeschaltet Sinnbilder für gesperrte Zahlungsweisen am Artikel
Grösse der Grafik (Zahlung) 25 Breite des Zahlungssymbols in Bildpunkten
Sonderregel Selbstabholung Nein Bei Selbstabholung ausschließlich Barzahlung anbieten
Fallback-Versandart leer Wird freigegeben, wenn sonst keine Versandart übrig bliebe
Fallback-Zahlart leer Wird freigegeben, wenn sonst keine Zahlungsweise übrig bliebe
Sperrsymbole im Warenkorb (1. Seite) Nein Symbole je Position in der Warenkorbübersicht
Sperrsymbole im Warenkorb (4. Seite) Nein Symbole je Position auf der Bestellübersicht
Abbildung 1: Die Setup-Seite des Moduls mit allen Einstellungen
Abbildung 1: Die Setup-Seite des Moduls mit allen Einstellungen

3.2 Grundeinstellungen

Einstellung Bedeutung
Gesamt-Modulstatus Der Hauptschalter. Ist er ausgeschaltet, sind sämtliche Funktionen und Anzeigen des Moduls stillgelegt – der Shop verhält sich, als wäre das Modul nicht vorhanden. Bereits gesetzte Sperren bleiben dabei gespeichert und wirken wieder, sobald Sie den Schalter erneut einschalten. (Standard: ausgeschaltet)
Teil-Modulstatus Versandsperre Schaltet den Versandbereich frei. Nur wenn dieser Schalter an ist, erscheinen die Versandart-Ankreuzfelder am Artikel und in der Kategorie, und nur dann werden Versandsperren im Bestellablauf ausgewertet. (Standard: eingeschaltet)
Teil-Modulstatus Bezahlsperre Dasselbe für den Zahlungsbereich. (Standard: eingeschaltet)
Beide Teilbereiche wirken unabhängig voneinander. Schalten Sie einen Bereich ab, den Sie nicht brauchen – das hält die Artikelmaske übersichtlich und spart Rechenzeit im Shop.

3.3 Anzeige der Sperrsymbole

Das Modul kann Ihre Kunden aktiv darauf hinweisen, dass eine bestimmte Versand- oder Zahlungsart bei diesem Artikel nicht zur Verfügung steht – mit einem kleinen Symbol direkt am Artikel. Das ist meist die freundlichere Lösung, als den Kunden erst im Bestellablauf feststellen zu lassen, dass seine Wunschoption fehlt.

Einstellung Bedeutung
Versandarten-Sperrsymbole anzeigen? Blendet auf der Artikeldetailseite und in der Kategorie-Listung ein Symbol je gesperrter Versandart ein. Beim Überfahren mit der Maus erscheint der Name der Versandart mit dem Zusatz, dass sie nicht verfügbar ist. (Standard: ausgeschaltet)
Grösse der Grafik (Versand) Breite des Symbols in Bildpunkten. Bewährt haben sich Werte zwischen 25 und 30. (Standard: 25)
Zahlarten-Sperrsymbole anzeigen? Dasselbe für gesperrte Zahlungsweisen. (Standard: ausgeschaltet)
Grösse der Grafik (Zahlung) Breite des Zahlungssymbols in Bildpunkten. (Standard: 25)

Welche Grafiken dabei verwendet werden und wie Sie eigene hinterlegen, lesen Sie in Kapitel 9.

3.4 Sperrsymbole im Warenkorb

Zusätzlich zur Artikelseite können die Symbole auch im Warenkorb erscheinen. Das hilft Ihrem Kunden vor allem dann, wenn er mehrere Artikel im Korb hat und nicht mehr weiß, welcher davon für das schmale Angebot an Versandarten verantwortlich ist.

Einstellung Bedeutung
Sperrsymbole im Warenkorb (1. Seite) Zeigt die Symbole in der Warenkorbübersicht je Position an. (Standard: Nein)
Sperrsymbole im Warenkorb (4. Seite) Zeigt die Symbole auf der abschließenden Bestellübersicht je Position an. (Standard: Nein)
Beide Anzeigen setzen voraus, dass die jeweilige Symbolanzeige aus Abschnitt 3.3 ebenfalls eingeschaltet ist – ohne Symbol keine Symbolanzeige im Warenkorb.

3.5 Notausgang: die Fallback-Arten

Sperren mehrerer Artikel ergänzen sich. Legt Ihr Kunde ungünstige Artikel zusammen in den Warenkorb, kann es passieren, dass am Ende keine Versandart oder keine Zahlungsweise mehr übrig bleibt. Der Warenkorb wäre dann nicht bestellbar – ein sicherer Kaufabbruch.

Für genau diesen Fall gibt es die Fallback-Arten:

Einstellung Bedeutung
Fallback-Versandart Diese Versandart wird wieder freigegeben, sobald durch die Sperren sonst gar keine Versandart mehr verfügbar wäre. (Standard: leer, also kein Fallback)
Fallback-Zahlart Dieselbe Rettungsleine für die Zahlungsweisen. (Standard: leer)
Wichtig: Die gewählte Fallback-Art muss aktiviert, vollständig konfiguriert und für jeden Warenkorb tatsächlich verfügbar sein. Wählen Sie hier keine Versandart, die selbst an Bedingungen wie Gewicht, Land oder Mindestbestellwert geknüpft ist – sonst greift der Notausgang genau dann nicht, wenn er gebraucht wird. Sinnvoll ist meist eine neutrale Variante wie die Vorkasse bei den Zahlungsweisen oder eine Speditionsversandart beim Versand.

3.6 Sonderregel Selbstabholung

Einstellung Bedeutung
Sonderregel Selbstabholung Ist diese Regel eingeschaltet und wählt der Kunde die Selbstabholung, wird ausschließlich die Barzahlung angeboten – alle anderen Zahlungsweisen entfallen. (Standard: Nein)
Diese Regel übersteuert alle anderen Sperr-Regeln. Sobald die Selbstabholung gewählt ist, entscheidet allein diese Einstellung über die Zahlungsweise – die an den Artikeln hinterlegten Bezahlsperren treten in diesem Fall zurück.

3.7 Zwischenspeicher

Einstellung Bedeutung
Moduldaten cachen Legt die einmal ermittelten Sperrsymbole zwischen, statt sie bei jedem Seitenaufruf neu zusammenzustellen. Das beschleunigt vor allem Kategorieseiten mit vielen Artikeln spürbar. (Standard: Nein)
Beachten Sie: Bei eingeschaltetem Zwischenspeicher schlagen Änderungen an Artikeln oder Sperren nicht sofort im Shop durch. Nach jeder Pflegerunde müssen Sie den Modulcache leeren, sonst sehen Ihre Kunden weiter den alten Stand. Wenn Sie häufig an den Sperren arbeiten, lassen Sie die Einstellung besser ausgeschaltet und schalten sie erst ein, wenn der Datenbestand steht.

4. Sperren am einzelnen Artikel setzen

Rufen Sie einen Artikel in der Artikelverwaltung zur Änderung auf oder legen Sie einen neuen an. Im oberen Bereich der Seite finden Sie – je nachdem, welche Teilbereiche Sie eingeschaltet haben – zwei zusätzliche Blöcke.

Abbildung 2: Die beiden Modulblöcke in der Artikelbearbeitung – hier sind der Paketdienst und der Kauf auf Rechnung gesperrt
Abbildung 2: Die beiden Modulblöcke in der Artikelbearbeitung – hier sind der Paketdienst und der Kauf auf Rechnung gesperrt

Beide Blöcke listen die in Ihrem Shop installierten Versandarten beziehungsweise Zahlungsweisen mit ihrem jeweiligen Anzeigenamen auf. Setzen Sie einfach ein Häkchen bei jeder Art, die für diesen Artikel nicht angeboten werden soll, und speichern Sie den Artikel wie gewohnt.

Ab diesem Moment gilt: Sobald dieser Artikel im Warenkorb liegt, entfallen die angekreuzten Optionen aus dem Bestellablauf.

Ein Häkchen bedeutet sperren, nicht „erlauben". Ein Artikel ohne jedes Häkchen ist völlig unbeschränkt und lässt alle Versandarten und Zahlungsweisen zu – das ist der Normalfall und die Voreinstellung für neue Artikel.

Wird ein Artikel im Shop dupliziert, übernimmt das Modul die gesetzten Sperren mit in die Kopie. Sie müssen sie also nicht erneut setzen.

5. Wie die Sperren im Shop wirken

Das Modul wertet beim Aufbau des Warenkorbs und des Bestellablaufs alle enthaltenen Artikel aus und sammelt deren Sperren ein. Die Wirkung zeigt sich an der Versandkostenberechnung, an der Versandinformation und an der Zahlungsinformation.

Haben Sie die Symbolanzeige eingeschaltet, sieht Ihr Kunde bereits auf der Artikelseite, was hier nicht geht.

Abbildung 3: Artikelseite im Shop: die Sperrsymbole erscheinen unter dem Preis
Abbildung 3: Artikelseite im Shop: die Sperrsymbole erscheinen unter dem Preis

Entscheidend ist: Die Sperren mehrerer Artikel ergänzen sich. Es reicht ein einziger Artikel im Warenkorb, der eine Zahlungsweise sperrt, damit diese für die gesamte Bestellung entfällt. Es gibt keine Verrechnung und keine Mehrheitsentscheidung – gesperrt ist gesperrt.

Im folgenden Beispiel liegen zwei Artikel im Korb: Das Gartenhaus sperrt den Paketdienst und die Versandkostenfreiheit, die Holzschutzlasur sperrt zusätzlich die Barzahlung. Die Symbole an den Positionen zeigen, welcher Artikel wofür verantwortlich ist.

Abbildung 4: Warenkorb mit zwei Artikeln – die Symbole zeigen je Position, was dort gesperrt ist
Abbildung 4: Warenkorb mit zwei Artikeln – die Symbole zeigen je Position, was dort gesperrt ist

Im Bestellablauf bleibt von den ursprünglich drei Versandarten nur noch die Selbstabholung übrig – genau die eine, die kein Artikel im Korb ausgeschlossen hat.

Abbildung 5: Im Bestellablauf bleibt nur die Versandart übrig, die kein Artikel im Korb ausschließt
Abbildung 5: Im Bestellablauf bleibt nur die Versandart übrig, die kein Artikel im Korb ausschließt

Bei den Zahlungsweisen berücksichtigt das Modul auch die Express-Schaltflächen: Ist eine PayPal-Variante für einen Artikel im Warenkorb gesperrt, verschwindet auch die zugehörige Express-Schaltfläche auf der Artikelseite und im Warenkorb. Ihr Kunde kann den Sperrmechanismus also nicht versehentlich umgehen, indem er den Schnellweg nimmt.

Prüfen Sie bei größeren Sperr-Aktionen unbedingt, ob sich Ihre Regeln gegenseitig aufheben können. Wenn die beteiligten Artikel am Ende alle verfügbaren Versandarten oder alle Zahlungsweisen sperren, ist der Warenkorb nicht mehr bestellbar. Richten Sie für diesen Fall die Fallback-Arten aus Abschnitt 3.5 ein.

6. Sperren pro Variante aufheben

Manchmal gilt eine Sperre nicht für den ganzen Artikel, sondern nur für bestimmte Varianten. Ein Regal ist in der schmalen Ausführung ein normales Paket, in der breiten aber Sperrgut. Statt zwei getrennte Artikel anzulegen, können Sie die am Artikel hinterlegten Sperren für einzelne Eigenschaftskombinationen wieder aufheben.

In der Variantenverwaltung des Artikels finden Sie dazu zwei zusätzliche Spalten, die den aktuellen Zustand je Kombination zeigen: Versandsperren und Zahlsperren, jeweils mit dem Wert „aktiv" oder „aufgehoben".

Abbildung 6: Die Variantenliste mit den beiden zusätzlichen Spalten „Versandsperren und „Zahlsperren
Abbildung 6: Die Variantenliste mit den beiden zusätzlichen Spalten „Versandsperren" und „Zahlsperren"

In der Detailansicht einer Variante stellen Sie den Zustand ein:

Abbildung 7: In der Variantendetailansicht lassen sich Versand- und Zahlsperren getrennt aufheben
Abbildung 7: In der Variantendetailansicht lassen sich Versand- und Zahlsperren getrennt aufheben
  • Sperren aktiv für diese Variante – die am Artikel gesetzten Sperren gelten auch hier. Das ist die Voreinstellung.
  • Sperren AUFHEBEN für diese Variante – die am Artikel gesetzten Sperren werden für diese eine Kombination ignoriert.

Versand und Zahlung stellen Sie dabei getrennt ein. Sie können also die Versandsperren für eine Variante aufheben und die Zahlsperren bestehen lassen.

Das Modul wertet grundsätzlich zuerst die Sperren am Artikel aus. Handelt es sich um einen Artikel mit Varianten, wird zusätzlich geprüft, ob für die gewählte Kombination eine Aufhebung hinterlegt ist. Auch hier gilt anschließend wieder die Gesamtbetrachtung über alle Warenkorbpositionen hinweg.

Hat ein Artikel Varianten, erscheinen die Sperrsymbole auf der Artikeldetailseite erst, nachdem Ihr Kunde eine vollständige Kombination gewählt hat. Vorher kann das Modul die Frage schlicht noch nicht beantworten.
Unterstützt werden ausschließlich Varianten aus Eigenschaften. Varianten aus Attributen kennen diese Aufhebung nicht – dort gelten immer die Sperren des Artikels.

7. Serienänderung über die Kategorie

Sperren einzeln zu setzen ist bei einem großen Sortiment mühsam. Über die Kategorieverwaltung erledigen Sie das in einem Zug für viele Artikel gleichzeitig.

Rufen Sie eine Kategorie zur Bearbeitung auf. Im unteren Bereich finden Sie den Block „Versand- und Bezahlsperre".

Abbildung 8: Die Serienänderung in der Kategorieverwaltung
Abbildung 8: Die Serienänderung in der Kategorieverwaltung

Dort legen Sie zwei Dinge fest. Zuerst die Reichweite – ob die Änderung nur die Artikel dieser einen Kategorie betrifft oder auch die aller Unterkategorien. Und dann die Aktion:

Auswahl Wirkung
Daten nicht verändern Es geschieht nichts. Diese Auswahl ist immer voreingestellt, damit Sie eine Kategorie speichern können, ohne versehentlich Sperren zu überschreiben.
Alle Sperren entfernen Entfernt sämtliche Versand- und Bezahlsperren bei allen betroffenen Artikeln.
Folgende Einstellung setzen Öffnet die Ankreuzliste. Die dort gesetzten Häkchen werden auf alle betroffenen Artikel übertragen.
Die Serienänderung überschreibt, sie ergänzt nicht. Was Sie hier setzen, ersetzt die bisherigen Sperren der betroffenen Artikel vollständig. Bedenken Sie außerdem Überschneidungen: Ist ein Artikel mehreren Kategorien zugeordnet, wird er von jeder Serienänderung erfasst, die eine dieser Kategorien betrifft – die zuletzt ausgeführte gewinnt.

Die variantenbezogenen Aufhebungen aus Kapitel 6 bleiben von der Serienänderung unberührt. Sie werden weder gesetzt noch entfernt.

Bei sehr großen Kategorien kann der Speichervorgang einen Moment dauern, da jeder Artikel einzeln fortgeschrieben wird. Warten Sie den Abschluss ab, statt die Seite neu zu laden.

8. Sperren über CSV pflegen

Das Modul erweitert den Artikel-Im- und -Export um vier Spalten. Damit können Sie die Sperren offline in der Tabellenkalkulation bearbeiten und anschließend wieder einspielen – der bequemste Weg, wenn Sie viele Artikel gleichzeitig anfassen wollen.

8.1 Die vier Spalten einrichten

Legen Sie in Ihrer CSV-Konfiguration die benötigten Spalten an. Spaltenname und Spalteninhalt lauten:

Zweck Name Spalteninhalt
Versandsperren des Artikels p_forbidden_shipments {p_forbidden_shipments}
Bezahlsperren des Artikels p_forbidden_payments {p_forbidden_payments}
Aufhebung Versandsperren je Variante p_forbidden_shipments_suppress_combi {p_forbidden_shipments_suppress_combi}
Aufhebung Bezahlsperren je Variante p_forbidden_payments_suppress_combi {p_forbidden_payments_suppress_combi}

Speichern Sie die Konfiguration. Beim nächsten Export der Artikeldaten sind die Sperren enthalten.

8.2 Schreibweise der Werte

In den beiden Sperrspalten steht jeweils der technische Modulname der zu sperrenden Versand- beziehungsweise Zahlungsart. Diesen Namen finden Sie im Shop in der Verwaltung der Versandarten und Zahlungsweisen in Klammern hinter der jeweiligen Bezeichnung – für die Barzahlung beispielsweise cash.

Mehrere Namen trennen Sie mit dem senkrechten Strich („Pipe"):

dp|freeamount

Eine leere Zelle bedeutet: keine Sperre für diesen Artikel.

Die beiden Aufhebungsspalten arbeiten mit den Werten 1 und 0: die 1 hebt die Sperren für diese Variante auf, die 0 lässt sie gelten.

Achten Sie beim Bearbeiten in der Tabellenkalkulation darauf, dass die Sperrspalten als Text behandelt werden. Manche Programme interpretieren Werte eigenständig um und beschädigen dabei die Schreibweise.

8.3 Was beim Import passiert – und was nicht

Der Import schreibt genau die Spalten fort, die in Ihrer Datei tatsächlich enthalten sind. Fehlt eine der vier Spalten, bleiben die zugehörigen Sperren im Shop unangetastet. Sie können also gefahrlos eine CSV importieren, die nur Preise und Bestände enthält – die Sperren überstehen das unverändert.

Dasselbe gilt, wenn Sie einen Teilbereich abgeschaltet haben: Beim Export erscheint in der betreffenden Spalte ein Platzhalterwert, und ein Import dieser Datei rührt die Sperren nicht an.

Wollen Sie Sperren über CSV bewusst entfernen, leeren Sie die Zelle. Eine leere Zelle wird als „keine Sperre" übernommen – im Unterschied zu einer ganz fehlenden Spalte.

9. Die Sperrsymbole einrichten

Wenn Sie die Symbolanzeige aus Abschnitt 3.3 eingeschaltet haben, sucht der Shop für jede gesperrte Art eine passende Grafik. Mitgeliefert wird ein neutrales Sperrsymbol, das für jede Versandart und jede Zahlungsweise verwendet werden kann – welche Art gemeint ist, verrät der Text beim Überfahren mit der Maus.

Abbildung 9: Das mitgelieferte neutrale Sperrsymbol – es passt zu jeder Versandart und jeder Zahlungsweise
Abbildung 9: Das mitgelieferte neutrale Sperrsymbol – es passt zu jeder Versandart und jeder Zahlungsweise

Eigene Grafiken hinterlegen

Möchten Sie statt des neutralen Symbols eigene Grafiken zeigen – etwa mit dem Logo des jeweiligen Anbieters –, legen Sie diese in folgendem Verzeichnis ab:

/GXModules/Xycons/M0010/Shop/images/

Der Dateiname folgt einer festen Namenskonvention aus dem technischen Modulnamen der Versand- beziehungsweise Zahlungsart:

forbidden_{versandart}.png
forbidden_{zahlungsweise}.png

Den technischen Namen finden Sie – wie bei der CSV-Pflege – in Klammern hinter der Bezeichnung in der Verwaltung der Versandarten und Zahlungsweisen. Für die Barzahlung („cash") heißt die Grafik demnach forbidden_cash.png. Als Kantenlänge haben sich 25 bis 30 Bildpunkte bewährt.

Welche Grafik der Shop nimmt

Der Shop sucht in dieser Reihenfolge und nimmt die erste Grafik, die er findet:

1. Ihre eigene Grafik zu genau dieser Versand- oder Zahlungsart
2. Eine mitgelieferte Grafik zu genau dieser Art, sofern vorhanden
3. Das mitgelieferte neutrale Sperrsymbol

Ihre eigenen Grafiken haben also immer Vorrang. Sie brauchen auch nicht für jede Art eine eigene Grafik anzulegen: Wo Sie keine hinterlegen, erscheint einfach das neutrale Symbol.

Ihre Grafiken bleiben bei einem Modulupdate erhalten. Das Verzeichnis Shop/images/ gehört Ihnen – dort wird bei einer Aktualisierung des Moduls nichts überschrieben und nichts gelöscht. Alles Mitgelieferte liegt im Unterverzeichnis Shop/images/defaults/ und wird beim Update erneuert. Legen Sie Ihre eigenen Grafiken deshalb niemals dort ab, sondern immer direkt in Shop/images/.

10. Versandkostenfreiheit sperren

Die Versandkostenfreiheit ab einem bestimmten Bestellwert ist in Gambio selbst eine Versandart. Sie können sie deshalb genauso sperren wie jede andere – etwa für schwere Artikel, bei denen Sie den Versand trotz hohem Warenwert nicht verschenken wollen.

Sperren Sie dazu am betreffenden Artikel die Versandart Versandkostenfrei. Liegt dieser Artikel im Warenkorb, entfällt die Versandkostenfreiheit für die gesamte Bestellung, und die regulären Versandkosten werden berechnet.

Das Modul sorgt dabei auch dafür, dass die Bestellsumme die Sperre korrekt widerspiegelt – Ihr Kunde bekommt also nicht an einer Stelle Versandkostenfreiheit ausgewiesen, während sie an anderer Stelle bereits entfallen ist.

Diese Sperre wirkt für den gesamten Warenkorb, nicht nur anteilig für den betroffenen Artikel. Das ist beabsichtigt: Eine teilweise Versandkostenfreiheit lässt sich innerhalb einer Bestellung nicht sinnvoll darstellen. Weisen Sie in der Artikelbeschreibung darauf hin, wenn ein Artikel die Versandkostenfreiheit aufhebt – das erspart Rückfragen.

11. Häufige Stolpersteine

Die Ankreuzfelder erscheinen nicht in der Artikelverwaltung

Prüfen Sie im Setup, ob der Gesamt-Modulstatus und der jeweilige Teilbereich eingeschaltet sind. Ist der Teilbereich Bezahlsperre aus, erscheint auch der Zahlungsblock nicht – das ist so gewollt.

Änderungen an den Sperren zeigen sich im Shop nicht

Wahrscheinlich ist der Zwischenspeicher eingeschaltet (Abschnitt 3.7). Leeren Sie den Modulcache, dann greift der neue Stand.

Der Warenkorb lässt sich nicht mehr abschließen

Die Sperren der enthaltenen Artikel haben sich zu einer vollständigen Blockade ergänzt – es bleibt keine Versandart oder keine Zahlungsweise mehr übrig. Prüfen Sie die beteiligten Artikel und richten Sie zusätzlich die Fallback-Arten aus Abschnitt 3.5 ein, damit dieser Fall im laufenden Betrieb aufgefangen wird.

Eine Zahlungsweise verschwindet, obwohl sie gar nicht gesperrt ist

Prüfen Sie, ob die Sonderregel Selbstabholung greift (Abschnitt 3.6). Ist sie eingeschaltet und hat Ihr Kunde die Selbstabholung gewählt, bleibt nur die Barzahlung übrig – unabhängig von den Sperren an den Artikeln.

Das Sperrsymbol erscheint nicht

Dafür gibt es drei mögliche Gründe: die Symbolanzeige ist im Setup nicht eingeschaltet, es existiert keine Grafik mit dem passenden Dateinamen (Kapitel 9), oder der Artikel hat Varianten und Ihr Kunde hat noch keine vollständige Kombination gewählt.

Nach einer Serienänderung sind Sperren verschwunden, die bleiben sollten

Die Serienänderung überschreibt den bisherigen Stand vollständig (Kapitel 7). Betrifft ein Artikel mehrere Kategorien, wird er von jeder Serienänderung erfasst. Führen Sie Serienänderungen deshalb von der allgemeinsten zur speziellsten Kategorie hin aus.

Nach einem CSV-Import stimmen die Sperren nicht mehr

Prüfen Sie die Schreibweise in der Datei: es zählt der technische Modulname, mehrere Werte werden mit dem senkrechten Strich getrennt (Abschnitt 8.2). Ein Tippfehler im Modulnamen führt dazu, dass die Sperre ins Leere greift.

12. Modultexte ändern

Modultexte können Sie – wie bei allen Modulen von uns – über die Shopfunktion „Texte ändern" im Admin-Bereich an eigene Bedürfnisse anpassen.

Das betrifft zum Beispiel den Hinweistext, der beim Überfahren eines Sperrsymbols erscheint („leider nicht verfügbar"), die Überschriften der beiden Ankreuzblöcke in der Artikelverwaltung oder die Beschriftungen in der Variantenverwaltung. Passen Sie die Formulierungen ruhig an die Ansprache Ihres Shops an – Sie brauchen dafür keine Dateien zu bearbeiten.

13. Shopupdate und Modulpflege

Ein Modul passt sich einer neuen Shopversion nicht von selbst an. Beachten Sie deshalb vor jedem Service Pack und jedem Master-Update Ihres Shops:

  • Vorher prüfen: Sehen Sie auf unserer Seite nach, ob das Modul für die geplante neue Shopversion freigegeben ist. Beginnen Sie erst dann mit der Aktualisierung.
  • Immer alles aktualisieren: Installieren Sie beim Shopupdate stets die neueste Version des Moduls und die neueste Version der Modulumgebung. Es genügt nicht, nur den Shop zu aktualisieren.

Wenn Sie die Aktualisierung Ihres Shops durch uns durchführen lassen, aktualisieren wir vorhandene Xycons-Module und die Modulumgebung immer mit, sofern sie für die neue Shopversion verfügbar sind.

Wer nur den Shop aktualisiert und Modul sowie Modulumgebung auf altem Stand belässt, hat anschließend erfahrungsgemäß ein nicht mehr korrekt arbeitendes Modul – und sucht die Ursache dann an der falschen Stelle.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Einsatz dieses Moduls!

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Stand: 2026-09-16 19:48:01